Auf seiner gestrigen Sitzung hat der Hauptausschuss der Flensburger Ratsversammlung einstimmig beschlossen, die „Zertifizierung als Mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung“ anzustreben.

Wirtschaftsreferentin Sigrid Giemsa machte in ihrer Präsentation deutlich, dass die Stadt gleich aufgrund von mehreren Faktoren ein Interesse sowohl an der Bestandspflege als auch an der Neuansiedlung von Unternehmen haben sollte. Insbesondere der Mittelstand ist dabei von Bedeutung. So ist nicht nur die Gewerbesteuer als direkte Auswirkung für die Stadt von substantieller Bedeutung, auch sekundäre Effekte, die von einem belebten Arbeitsmarkt ausgehen, wie etwa die gesteigerte Kaufkraft, die Stärkung der regionalen Bauwirtschaft etc. prägen die Entwicklung der Stadt maßgeblich.







© Lupo  / pixelio.de
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Eine Ansiedlung von Unternehmen erreiche man jedoch nur, wenn die Stadt entsprechend wirtschaftsfreundlich aufgestellt ist. Parameter hierfür reichen von der Nachvollziehbarkeit der Genehmigungswege über die Serviceorientierung der verschiedenen Behörden bis hin zur Dauer der Genehmigungsprozesse.

Für eine Zertifizierung als Mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung ist die Erfüllung von messbaren Kriterien erforderlich. Während einige bereits gelebt werden, wie etwa die Möglichkeit der Besprechungen vor Ort oder ein funktionierendes Beschwerdemanagement  müssen andere Bereiche noch mit Leben gefüllt werden. Zu nennen wären hier z.B. die Bearbeitungszeiten bei Baugenehmigungsverfahren, die Optimierung der Reaktionszeit auf Anrufe und E-Mails, oder ein Verwaltungswegweiser für Unternehmer.

„Mit der Schaffung der Stelle der Wirtschaftsreferentin als direkte Ansprechpartnerin im Rathaus haben wir vor einigen Monaten einen wichtigen Schritt vollzogen“, erklärt Oberbürgermeister Simon Faber die Bestrebungen. „Mit dem jetzt auf den Weg gebrachten Zertifizierungsverfahren kommen wir ein gutes Stück weiter, um noch wirtschaftsfreundlicher zu werden und dieses auch nach objektiven Kriterien nachweisen zu können“. Das sind wir auch unseren hiesigen Unternehmen schuldig, die einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der Stadt beitragen. Das Vorhaben passt dazu perfekt in die Flensburg-Strategie, in der ein Globalziel heißt: „Flensburg bleibt führender Wirtschaftsstandort in der Region“. Im dazugehörigen Teilziel heißt es: „Flensburg macht Wirtschaft zum kommunalen Handlungsschwerpunkt“.

Mit dem einstimmgen Beschluss hat der Hauptausschuss das Signal gesendet, dass die Stadt in diesem Themenfeld auf dem richtigen Weg ist.

Zeitgleich wurde auf Initiative des Hauptausschussvorsitzenden Thomas Dethleffsen beschlossen, ein Audit zum Thema „Familiengerechte Kommune“ durchzuführen. Dieses soll in Zusammenarbeit mit dem Verein „Familiengerechte Kommune e.V.“ erfolgen. „Wir müssen das Thema Familienfreundlichkeit und Familiengerechtigkeit als Standortfaktor begreifen. Wer attraktiv für Familien ist, steht im Standortwettbewerb besser da“, erklärt Thomas Dethleffsen. „Grund genug, hier eine Vorreiterrolle in Norddeutschland anzustreben. Dieser Prozess soll die Lebensqualtät in Flensburg steigern und die Herausforderungen der aktuellen Entwicklungen aufgreifen“, so Dethleffsen weiter.

(Quelle: Stadt Flensburg)

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