Am vorletzten Wochenende, in den Nächten 26./27.09.2015 und 27./28.09.2015 kam es zu derzeit 66 bekanntgewordenen Straftaten, bei denen es sich zum Großteil um Sachbeschädigungen an Fahrzeugen in Form von Reifen aufschlitzen handelte. Darüber hinaus kam es zu Sachbeschädigungen, bei denen Scheiben eingeschlagen wurden oder Fahrzeuge zerkratzt wurden. Es kam auch zu Diebstählen aus den Fahrzeugen.

Nachdem der Polizei zunächst nur die Vielzahl an Straftaten bekannt wurde, gab es im Verlaufe von Zeugenvernehmungen erste Hinweise auf zwei Tatverdächtige, dazu zählte auch eine sehr gute Personenbeschreibung.







Am frühen Montagmorgen, 28.09.2015, gegen 06:15 Uhr gelang es einer Streifenwagenbesatzung des 1. Polizeireviers Flensburg einen jungen Mann anzutreffen und zu überprüfen, auf den die bekannte Personenbeschreibung passte. Der 15-Jährige Flensburger und sein ebenfalls 15-jähriger Begleiter wurden nach Auffinden von vermeintlichem Stehlgut und Tatwerkzeugen dem Polizeigewahrsam zugeführt.

In den anschließenden Vernehmungen räumten sie ihre Tatbeteiligung ein und gaben darüber hinaus den Hinweis auf drei weitere Beteiligte. Auch diese konnten noch am selben Tag vernommen werden, es handelt sich ebenfalls um 15- und 16-jährige Flensburger. Hauptbetroffen von den Sachbeschädigungen an Fahrzeugen waren die Flensburger Stadtteile Weiche, Friesischer Berg, Jürgensby und Fruerlund.

Zudem wurden im Lornsendamm eine Bushaltestelle komplett entglast und an der Friedenskirche Weiche ein Fenster eingeworfen. Die Polizei hat weder Hinweise darauf, dass es Nazi-Schmierereien gegeben haben soll, noch gibt es Erkenntnisse über eine entsprechende Gesinnung. Die Ermittlungen durch die Bezirkskriminalinspektion Flensburg dauern noch an, da bei den vielen Taten eine wechselnde Tatbeteiligung vorliegt.

Trotz intensiver Bemühungen gelang es den Ermittlern nicht, den jungen Männern auch nur im Ansatz ein vernünftiges Motiv für ihre sinnlosen Zerstörungen zu entlocken.

Das mag ich
Das mag ich Ich liebe es Ich muss lachen Einfach WOW! Das macht mich traurig Das macht mich wütend

Weitere Artikel anzeigen
Lade mehr Flensburg

3
Jetzt gleich kommentieren:

avatar
  
smilegrinwinkmrgreenneutraltwistedarrowshockunamusedcooleviloopsrazzrollcryeeklolmadsadexclamationquestionideahmmbegwhewchucklesillyenvyshutmouth
3 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
3 Kommentatoren
S. K.JanFlensbürger Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Flensbürger
Gast
Flensbürger

Ein vernünftiges Motiv eh nicht, höchstens ein halbwegs nachvollziehbares… wink

Immerhin sind sie alle Ü14. Über ein bis zwei Wochenenden Arrest wird es wohl trotzdem nicht hinausgehen, aber immerhin nicht strafunmündig!

Btw: »Entglasen« ist verharmlosender Sprech des Schwarzen Blocks. Bushaltestelle zerstört, Punkt! Schade, wenn das inzwischen auch schon in Polizeimeldungen Eingang gefunden hat!

Jan
Gast
Jan

Wäre das zuviel verlangt, wenn die Polizei auch mal prüfen würde, ob die auch die Autos am JAW angezündet haben oder den Tafel-Kombi und zwei andere Autos zerstört haben?
Die Handschrift paßt ja schonmal.
Bei den Gestalten oder ihren Eltern dürfte wenig an Schadensersatz oder finanzieller Wiedergutmachung zu holen sein. Wahrscheinlich bleiben die Opfer auf ihrem finanziellen Schaden sitzen und die Täter bekommen ein paar Sozialstunden und das wars dann.
Ach ja, Information durch Weglassen: Hier wird keine Nationaliät genannt…

S. K.
Gast
S. K.

Und hießen die Täter Peter, Karl, Günther, Thomas und Werner? Wohl kaum. Durch das vorsätzliche Weglassen relevanter Informationen, bestätigt sich dies im Grunde. Der Vertrauensverlust gegenüber der Presse nimmt stetig zu. Viele Menschen haben diese überbordende, politische Korrektheit inzwischen mehr als satt. Sie wollen nicht Statisten in einer Orwell Dystopie sein und können die Realität in Form einer ausgewogenen, ehrlichen Berichterstattung durchaus ertragen. Worin liegt denn das Problem die Wahrheit offen zu benennen? Laut Forsa stimmen inzwischen 44 Prozent dem Pegida Begriff „Lügenpresse“ zu. Doch die Journalisten und Redakteure arbeiten weiterhin fleißig und hartnäckig daran, diesen Verlust von Vertrauen und… Weiterlesen »

Auch interessant

Kindern ein Zuhause schenken – Pflegekinderdienst der Stadt Flensburg

„Mama, Julia aus meiner Klasse hat heute erzählt, dass sie zwei Mamas und zwei Papas hat! …