„Die Ausrufung der Europa-Universität, damit verbunden ein neues Logo und ein neuer Homepage-Auftritt, die erfolgreiche Akkreditierung aller 2013 gestarteten lehramtsrelevanten Fächer, die Einführung des Praxissemesters, unsere deutschlandweit einzigartige Vorreiter-Rolle auf dem Gebiet der Schuladoption – dies alles sind Indikatoren für innovative Weiterentwicklungen und Reformen“. Präsident Werner Reinhart zog beim Jahresempfang der Europa Universität Flensburg im Auditorium Maximum eine positive Bilanz des Jahres 2014, verschwieg jedoch nicht dessen Schattenseiten: Die Auseinandersetzungen um das Lehrkräftebildungsgesetz und die sogenannte Rückkehroption der damaligen Ministerin für Wissenschaft und Bildung, Waltraud ‚Wara’ Wende, sowie die damit einhergehenden staatsanwaltlichen Ermittlungen. „Man sehe es mir also bitte nach, wenn ich erkläre, dass – hätte ich einen Wunsch frei – 2015 gerne ein Jahr der Ruhe und der Konsolidierung werden darf“, bat der Präsident. In seiner Funktion als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz mahnte Reinhart ausreichende Mittel zur Bewältigung der Herausforderungen an, vor die der doppelte Abiturjahrgang 2016 die schleswig-holsteinischen Hochschulen stellen werde.

Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer betonte: „Die Profilbildung als Europauniversität ist zukunftsweisend und ein wichtiger Baustein für die gesamte Region. Zwischen Hamburg und Kopenhagen muss Flensburg eine starke Position einnehmen. Starke Hochschulen sind ein Garant dafür.“







„Die Europa-Universität ist mit ihren Partnern Fachhochschule und den dänischen Hochschulen für Flensburg und die Region ein ganz entscheidender Standortfaktor. Die Hochschulen machen uns insgesamt als Stadt attraktiv – sowohl für die Studierenden und die Lehrenden als auch für die, die weder studieren noch lehren“, befand Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber.

Holger Watter, neuer Präsident der Fachhochschule Flensburg, mit der sich die Europa-Universität Flensburg den Campus teilt, betonte die enge Zusammenarbeit der beiden Hochschulen, die in den letzten Jahren zu Zweitmitgliedschaften, gemeinsamen Forschungszentren und Promotionen sowie der Ausschreibung einer gemeinsamen Professur geführt habe: „Weitere Entwicklungsmöglichkeiten sehe ich auch im Bereich der Berufsschullehrerausbildung“, kündigte Watter an.

Zum vierten Mal wurde der Lehrpreis der Universität verliehen. Der jedes Jahr für eine andere Art von Lehrveranstaltung ausgelobte Preis ging in diesem Jahr an die jeweils beste „theoriezientrierte Lehrveranstaltung“ des Bachelor- und des Master-Studiums. Preisträger sind zum einen Prof. Dr. Hinrich Lorenzen für die Veranstaltung „Analysis I und ihre Didaktik“ und zum anderen Dr. Yaw Ofosu Kusi und Prof. Dr. Bea Lundt für die gemeinsam durchgeführte, grenz- und kontinentüberschreitende Veranstaltung „Teaching Africa in Europe“, die die Studierenden auf ihr Praxissemester in Ghana vorbereitete.

Multiple Identitäten und Integrationsdebatten nahm der Kölner Kabarettist Fatih Cevikollu mit Auszügen aus seinem aktuellen Programm „FatihTag“ bissig aufs Korn. Der afrikanische Gospelchor „Vessels of Praise“ begeisterte mit lebhaften Tänzen und Liedern aus verschiedenen afrikanischen Ländern.

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