Der November wird der Monat der Landesderbys. Insgesamt drei Mal werden sich der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt in den kommenden knapp zwei Wochen gegenüberstehen. Den Anfang macht am Sonntag um 15 Uhr die 89. Auflage, bei der es in der Kieler Sparkassen-Arena um die Tabellenspitze in der DKB Handball-Bundesliga gehen wird. „Die Saison ist noch so lang, dass wir über nichts anderes sprechen sollten als über die zwei Punkte, die wir erringen wollen“, erklärt Ljubomir Vranjes. „Allerdings müssen wir uns gewaltig steigern, wenn wir in Kiel gewinnen wollen.“

Keine Frage: Dem SG Trainer hat der Auftritt in Schaffhausen nicht gefallen. „Wir können es besser“, meinte er eine Stunde nach Spielschluss. „So sah es für mich so aus, als ob nicht jeder hundertprozentig bei der Sache und stattdessen mit den Gedanken schon in Kiel war, obwohl ich vor den Kadetten gewarnt hatte.“ Die Mannschaft nahm die Kritik auf, erkannte auch Schwächen. „Man hat schon gemerkt, dass wir eine Woche auseinander waren“, erzählte Holger Glandorf.







Am heutigen Freitag fliegt der SG Tross aus der Schweiz zurück und wird erst im Laufe des Nachmittags in Flensburg eintreffen. Regeneration steht dann im Vordergrund. Erst am Samstag wird richtig trainiert, das einzige Mal vor dem Derby. Ljubomir Vranjes ist bereits in seine Vorbereitung eingestiegen. Einen Spielmitschnitt aus dem Kadetten-Fundus konnte er gleich in seine Zebra-Sammlung übernehmen: Ende Oktober spielten der THW und der Schweizer Meister gegeneinander. Auch der THW hatte nach 60 Minuten mit drei Toren gewonnen.

Noch eine Parallele: Am Mittwoch zeigten auch die Kieler, dass ihnen die Länderspiel-Unterbrechung nicht gut bekam und kassierten nach einem Fehler-Festival in Plock eine 22:24-Niederlage. Die „Zebras“ noch nicht im Tritt – steigen damit die Chancen für die SG, nach dem 34:27 vom Dezember im DHB-Pokal und dem 28:26 vom Mai zum dritten Mal in der „Höhle des Löwen“ zu gewinnen? Holger Glandorf: „Natürlich werden wir Gas geben und wollen auch auswärts gewinnen. Aber der THW Kiel hat nun eine neue Mannschaft. Ich bin mir sicher, dass die Fans eine hochinteressante Partie erleben werden.“

220 SG Anhänger werden ihre Lieblinge nach Kiel begleiten und sie gegen 10.000 Kieler unterstützen. Die Fans sind bereits aufgeregt. Ljubomir Vranjes gibt derweil zu, dass ihn das Landesderby emotional nicht mehr ganz so beschäftigt wie einst. „Mittlerweile spielen wir fünf oder sechs Mal in einem Jahr gegen den THW, da stellt sich das besondere Gefühl nicht mehr ein“, verrät er. Das ändert nichts daran, dass der Coach auch in Kiel alles versuchen wird, um zwei Zähler einzufahren. Eine erste Aufgabe: Sein 18er Kader muss auf 14 Spieler verkleinert werden. Auch Petar Djordjic und Anders Zachariassen, die in Schaffhausen wegen Erkrankungen pausierten, befinden sich wahrscheinlich wieder in der Verlosung.

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