Weding: Eigentlich sollte der Fahrer eines Sattelschleppers lediglich eine Zugmaschine von dem Hof eines Abschleppunternehmens im Heideland in Weding abholen. Beim Verladen passierte ihm dann ein folgenschwerer Fehler: Als er die Zugmaschine auf den Trailer steuern wollte, riss er sich dabei aufgrund mangelnder Bodenfreiheit nach ersten Informationen die Kraftstoffleitung des Tanks auf. Aus dem bis zu 1000 Lieter fassende Dieseltank lief sofort eine große Menge Kraftstoff aus. Über Notruf wurden Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert.

Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen stellte sich heraus, dass nicht nur hunderte Liter Diesel in die Kanalisation geflossen sind, sondern auch der Grund für das Abschleppen des LKW bereitete den Einsatzkräften zunächst Sorgen. Nach einem Krankheitsfall des Fahrers musste die Zugmaschine vor wenigen Tagen abgeschleppt werden. Es bestand der Verdacht das der Fahrer an Tuberkulose leidet. Somit mussten die Einsatzkräfte vorsichtig an dem Fahrzeug arbeiten. Nach etwa einer Stunde folgte die Entwarnung, eine ansteckende Krankheit lag doch nicht vor.







Aufgrund der großen Verunreinigung forderte die Freiwillige Feuerwehr Weding weitere Kräfte an. Die Berufsfeuerwehr Flensburg rückte mit einem Hilfeleistungsfahrzeug, der Drehleiter und einem Container mit Equipment zur Ölbekämpfung aus. Durch die Leitstelle wurde wenig später auch der Löschzug Gefahrgut des Kreises Schleswig-Flensburg alarmiert. Um die Gewässerverunreinigung genauer beurteilen zu können, wurde auch ein Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde angefordert.

Den Einsatzkräften der Feuerwehr gelang es nach kurzer Zeit weiteres Auslaufen aus dem Tank zu verhindern. Es wurde damit begonnen den restlichen Tankinhalt abzupumpen. Mit großen Mengen Bindemittel wurde Diesel auf der Fahrbahn gebunden. In rund 150 Metern Entfernung befand sich das Regenrückhaltebecken des Industriegebietes Heideland. Der in unmittelbarer Nähe zum LKW in die Kanalisation gelaufene Dieselkraftstoff floss langsam in Richtung des Beckens. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr legten dort Ölsperren aus. Mit Holzplatten, die ein Zimmerer aus der Nachbarschaft zur Verfügung stellte, wurden die Abflüsse eines Sammelbeckens geschlossen. Kameraden des Löschzuges Gefahrgut wollten so eine Ausbreitung verhindern und die etwa 300 Liter Diesel, die in den Gulli geflossen sind, dort aufnehmen und abpumpen. Ein Spülfahrzeug wurde ebenfalls angefordert um die Rohrleitung zu reinigen.

Sorgen bereitete den Einsatzkräften die Wetterlage. Regen hätte die Maßnahmen erheblich erschwert. Der Einsatz der um 16 Uhr begann zog sich bis in die Abendstunden hin. Rund 60 Einsatzkräfte waren an dem Gefahrguteinsatz in Weding beteiligt.

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