Im letzten Jahr habe ich die Schulung des Projektes Neustadtgesund vom Verein 3G e. V. (Gemeinsam Gesundheit gestalten) besucht und es über eine achtwöchige kostenlose Fortbildung zum Gesundheitsmittler gebracht. Die „Gesundheitsmittler“ sind Teil einer Strategie zur Gesundheitsförderung in der Flensburger Neustadt. Entwickelt wurde der Ansatz im Rahmen einer Förderung durch das Programm „Soziale Stadt“ und weitergeführt durch das Interreg-4a-Programm „Gesund engagiert im Alltag“. Die Betreuung und Koordination wurde vom Verein 3G e. V. in Kooperation mit dem Gesundheitshaus der Stadt Flensburg, der Europa Universität Flensburg und den Krankenkassen AOK NordWest, Barmer GEK, Techniker Kasse und DAK durchgeführt. Projektkoordinator: Stephan Rehberg.

Themenerarbeitung:
Im Rahmen des Seminars wurden
das eigene Gesundheitsverständnis, lösungsorientierte Kommunikation, persönliche gesundheitliche Ziele angesprochen und weiterentwickelt. Hilfsangebote und Beratungsstellen der Stadt Flensburg und in der Neustadt, gesundheitliche Wechselwirkungen durch Ernährung, häuslichen Stress/Gewalt, finanzielle Not, Abhängigkeiten und Sucht, sowie Stressbewältigung thematisiert.











Persönliche Ebene:
Der Lehrgang hat mir eine bessere Achtsamkeit auf meine Bedürfnisse und die meiner Mitmenschen gebracht. Ich habe gelernt, Konflikte besser auszuhalten und zu einer verstärkten Vorbildfunktion beim Kochen, sportlicher Betätigung, sowie meinen Trinkgewohnheiten zu gelangen. Der persönliche Nutzen für mich besteht darin, meine Ressourcen zu erkennen und besser zu nutzen.

Netzwerke knüpfen:
Wir haben einige Institutionen aufgesucht und/oder Referate gehört. U. a. das Familienzentrum DKSB (Deutscher Kinderschutz-Bund), Sucht-, Schuldner- und Ernährungsberatung, „Wilma“ Frauenberatungsstelle (häusliche Gewalt), „Schutzengel“ (Unterstützung für Eltern, von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr), Erste Hilfe und haben gemeinsam bei der VHS herkömmlich, vegetarisch oder vegan gekocht.

Nutzen für das Umfeld:
Durch Zuhören und richtige Fragestellung haben wir gelernt, Probleme aufzudecken (lösungsorientierte Kommunikation) – zu sortieren – Klarheit herzustellen – zu handeln. Unterstützung zur Selbsthilfe anzubieten. Brücken bauen: Hilfsangebote sowie Telefonlisten für Fachberatungen weiter zugeben.

Prävention
muss weiter vorangetrieben werden. Eine gesunde Lebensweise sowie Ernährung, Sport und Schulung der geistigen Fähigkeiten sollte möglichst früh beginnen. Sie prägen sich in der Familie, später im Kindergarten und der Schule. Das heißt, es müssen diesbezüglich Angebote finanziert werden. Die Talente der ausgebildeten Gesundheitsmittler sind vielfältig und sie tragen ihre Motivation direkt oder indirekt über das Bürgerschaftliche Engagement (Ehrenamt) in die Gesellschaft. Ich zum Beispiel, schreibe im Redaktionsteam der Fachstelle 50+ vermehrt über gesundheitliche Themen, sowohl speziell für das Alter als auch generationsübergreifend.

Politik:
Es wäre wünschenswert die Politik vermehrt mit einzubeziehen, damit der Istzustand über Veränderungswünsche und -möglichkeiten gestaltet und verbessert werden kann.

In Planung:
Die Eröffnung des Stadtteiltreffs „Komm rein … mach mit“, Apenrader Straße 148. Dort wird es ein Angebot der Gesundheitsmittler an einem Tag von 17.30 bis 19.00 Uhr geben. Weitere
Informationen erhalten Sie bei der Info-Messe am 17.10.15, im Rahmen der Woche „Flensburg aktiv – Begegnung der Generationen“ im Rathaus, am Stand vom Verein 3G e. V. (Gemeinsam Gesundheit Gestalten), Projekt NeustadtGesund.

Brigitte Wolff

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