Einen Hauch von „Rote Flora“ konnten Passanten gestern in Flensburg erleben. Gegen 3 Uhr wurde gestern der Südermarkt von der Alternativen Szene für eine Demo zum Erhalt der Luftschlossfabrik geflutet.

Mit einer mobilen Bühne und vielen Menschen ging es dann vom Südermarkt zum Willy-Brandt-Platz. Auf Höhe der Holmnixe wurde dann ein Polizeiauto mit Müll beworfen und Pyrofackeln entzündet, die Teile der Innenstadt stark mit Rauch verhüllten.











Zusammen mit Polizei und dem Veranstalter der Demo gelang es, den Zug wieder in Bewegung zu setzen. Rathausstrasse, Norderhofenden und die Tosbüystrasse waren wegen der Demonstration teilweise komplett gesperrt.

Die Luftschlossfabrik sorgt seit einigen Wochen für heftige Diskussionen in Flensburg. Als alternatives Projekt auf der Brachfläche an der Harniskaispitze gegründet, fordern die Akteure ihr Bleiberecht. Der überwiegende Teil der Bevölkerung scheint jedoch der Ansicht zu sein, dass eine Besetzung gegen geltendes Recht verstößt, und eine Räumung des Geländes unumgänglich ist.

Stimmen aus den Reihen der Demonstranten halten die drohende Räumung für eine Eskalation, deren Ende keiner voraussehen könne. Die Luftschlossfabrik könne auch außerhalb Flensburgs auf viele Unterstützer und Befürworter zählen, die im Konfliktfalle zum Erhalt der LSF bereit seien.

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Astrid Krüger
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Lasst einfach die Menschen dort wohnen, mir gefällt das, würde auch gerne dort hin ziehen

Marco Ahlgrimm
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Dann viel Spaß

Jan Buck
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Ich kann das alles nicht nachvollziehen. Sollte meine Familie und ich auf die asoziale Idee kommen, dieses Gelände am Hafen zu besetzen und dort illegal zu leben, dann würde man uns rausschmeißen – zu recht! Schließlich gehört uns das Gelände ja nicht. Hätten sich dort garstige Rocker niedergelassen, oder noch schlimmer: RECHTE – dann gäbe es keine Diskussionen oder gar Demonstrationen – dann würde sofort geräumt werden! Ich finde es immer wieder spannend, dass einige Menschengruppen immer wieder glauben, dass geltendes Recht nur für all die anderen und nicht für sie gilt, außer sie profitieren davon. Gleiches Recht für alle:… Weiterlesen »

Anni Conrad
Gast
Anni Conrad

Wahre Worte Jan! Lg

Wir Sind Borg
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Marco Ahlgrimm
Gast

Ganz genau Jan Buck

Philipp Bohk
Gast

Polizei Autos bewerfen und mit Fackeln die Innenstadt vernebeln ? waren die Gehwegplatten zu groß zum Werfen?

Marco Schlüter
Gast

Ich finde es gut, die Stadt und einige Bürger die immer watt zu nörgeln und meckern haben hätten sicher wichtigeres um was man sich sorgen könnte…
grin
#freiheitistdassgrößtegut

Michael Richdale
Gast

Damit die Stadt ihr Gesicht wahren kann, sollte eine Stifftung eingerichtet werden. Strom, Wasser und Müll müssen auch für einen öffentlichen Sonderkulturbetrieb für jugendliche Subkultur finannziert werden. Ich kenne keine weiteren Details in diesem Fall, aber sicher gibt es in Europa – inclusive wirtschaftlicher Förderung – ähnliche Projekte … Nur meine persöbliche Meinung …

Michael Richdale
Gast

Alle paar Jahre wächst eine neue rebellische neugierige Generation von Jugendlichen heran die sich ausprobieren möchten. Alte Freiräume sind entweder dezimiert oder verwandelt worden. Meiner Meinung nach muss es in einer Stadt unserer Grössenordnung neben den etablierten Kuturbetrieben mehrere freie unkomplizierte Subkulturorte nach dem Generationen-Printip geben (für Flensburg würde ich mindestens 4 solcher Einrichtungen begrüssen). Eine Vernetzung mit Phänomenta, Uni, Dänischer Bibliothek, Kühlhaus, Volksbad, Museumshafen und/oder anderen Kulturbetrieben wäre sicherlich hilfreich wink

Anja Friedrichsen
Gast

Hallo Jan, schön das Du so ein Rechtschaffender Bürger bist, der immer mit der Welle schwimmt. Was ist denn daran falsch, dass Menschen dort leben? Sie machen dort ja nix kaputt, sondern sie machen viel gutes für Flensburger. Warst Du schon mal dort?? hast Du dich mit diesem Thema beschäftigt? Bestimmt nicht denn alles was nicht nach der Norm läuft ist ja bestimmt ASOZIAL für Dich…. Ich finde Leute, die überhaupt keine tolleranz haben asozial! Ja, aber warum nicht ein Gelände nutzen, was leer steht?? Also meine Meinung steht fest! Luftschloss Fabrik bleibt! Und mal ganz ehrlich, was spricht dagegen… Weiterlesen »

Dr feelgood
Gast
Dr feelgood

„Ich finde Leute, die überhaupt keine tolleranz haben asozial!“

Dann wohnen asoziale an der LSF – Du unterstützt diese asoziale Bande?
Ich habe Bilder gesehen, wo eine Meute von der LSF Leute wegjagt, die dort nur ein friedliches Cafe betrieben haben.
Ich kenne einen Iraner, der dort KEINE Bilder ausstellen durfte.
Ich kenne junge Flensburger Skater, die lieber in den Bunker gezogen sind als an der LSF zu bleiben
ich kenne engagierte Flensburger die mit Internet und Elektronik basteln, die vom Gelände gejagt wurden…
Bist Du Dir sicher, das es gut ist die Links.Faschisten der LSF zu unterstützen?

Anja Friedrichsen
Gast

Hallo Jan, schön das Du so ein Rechtschaffender Bürger bist, der immer mit der Welle schwimmt. Was ist denn daran falsch, dass Menschen dort leben? Sie machen dort ja nix kaputt, sondern sie machen viel gutes für Flensburger. Warst Du schon mal dort?? hast Du dich mit diesem Thema beschäftigt? Bestimmt nicht denn alles was nicht nach der Norm läuft ist ja bestimmt ASOZIAL für Dich…. Ich finde Leute, die überhaupt keine tolleranz haben asozial! Ja, aber warum nicht ein Gelände nutzen, was leer steht?? Also meine Meinung steht fest! Luftschloss Fabrik bleibt! Und mal ganz ehrlich, was spricht dagegen… Weiterlesen »

Jan Buck
Gast

Asozial, weil egoistisch und ungerecht. Wie bereits gesagt, man kann sich nicht einfach auf fremden Grund niederlassen und dann erwarten, dass alle anderen es toll finden und tolerieren. Ich hole mir ja auch keinen 75″ Plasmafernseher bei Saturn & Co, ohne ihn zu bezahlen nur weil ich es selbst gut finde. Selbst wenn ich damit ganz uneigennützig Gutes tun möchte und den Fernseher nur dazu nutze, um es anderen zu ermöglichen Nachrichten zu schauen, die sich keinen Fernseher leisten können, bleibt es asozial. Mir gehört der Fernseher nicht – also habe ich auch kein Recht ihn mir zu nehmen …… Weiterlesen »

Jochen Bommarius
Gast

Die Entscheidung darüber ob sich an der Harnisspitze Subkultur ansiedelt oder nicht sollte in keinem Fall die Subkultur selbst treffen sondern demokratisch Legitimierte. Das sollte den Demonstranten von vornherein klar gemacht werden. Ideen gibt es genug und eine wie die andere sollte Berücksichtigung finden. Wagenburg und Rote Flora lässt sich überall verwirklichen und die Harnisspitze ist mir im Hinblick auf Wassersport und maritimes Flair einfach zu wertvoll um es verkommen zu lassen.

Jörg Pepmeyer
Gast
Jörg Pepmeyer

Was ist auszusetzen an der Besetzung einer teilweise verseuchten Industriebrache, die kein Investor bisher haben wollte, und auf der Menschen ohne jemand anderen zu stören, alternative Lebens- und Arbeitsformen ausprobieren wollen? Ich halte die Besetzung der Harniskaispitze und die Position der Besetzer deshalb unter den gegebenen Unständen für moralisch, rechtlich und sachlich nicht verwerflich. Bisher hat es auch noch keine Räumungsklage oder eine gerichtliche Verfügung zur Räumung des Geländes gegeben. Ich kann auch nicht erkennen, dass es derzeit in planungspolitischer und wirtschaftlicher Hinsicht wirklich überzeugende Alternativen zur augenblicklichen Nutzung gibt. Insofern kann man mit den Besetzern bis es konkrete Pläne… Weiterlesen »

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