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	<title>Straßen und Stadtteile Archive - Flensburgjournal</title>
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		<title>Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 22:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Straßen und Stadtteile]]></category>
		<category><![CDATA[flensburg]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/simon-johannsen-engagierter-kaempfer-fuer-die-zukunft-der-flensburger-innenstadt/">Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bemerkenswert – er ist kein gebürtiger Flensburger, hat auch offiziell nie in unserer schönen und lebenswerten Stadt seinen Wohnsitz gehabt, und ist doch ein engagierter und ausgesprochen einsatzfreudiger „Kämpfer“ nicht nur für den Erhalt, sondern auch für eine lebenswerte Zukunft unserer gesamten Flensburger Innenstadt. Das Flensburg Journal traf sich Mitte April mit Simon Johannsen, dem Geschäftsinhaber des kleinen, liebevoll eingerichteten und „schnuggeligen“ Fachgeschäfts „Honig, Topf, und mee(h)r“ auf der Ostseite der Großen Straße, Hausnummer 4. Der Nachname Johannsen könnte ja eigentlich auf eine lange Tradition in und auf eine Herkunft aus Flensburg schließen … doch dazu gleich mehr.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1733.jpg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86523" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1733.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1733-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1733-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1733-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1733-696x464.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Simons Kindheit und Jugend</h2>



<p>Geboren ist Simon Johannsen im Jahre 1987 im Herzogtum Lauenburg, in Mölln. Eigentlich war die Familie im benachbarten Ratzeburg zu Hause, doch seine Mutter, die im dortigen Krankenhaus arbeitete, wollte den Sohn nicht an der eigenen Arbeitsstätte zur Welt bringen – sie war dort nämlich als Krankenschwester tätig. Simons Eltern haben beide norddeutsche Wurzeln: Die Mutter stammt aus Lübeck, der Vater von der Nordseeinsel Sylt, aus List – daher wohl auch der typisch norddeutsche Nachname Johannsen. Seine Vorfahren mütterlicherseits stammten aus einer traditionsreichen Handelsfamilie, sein Großvater dagegen aus dem gastronomischen Bereich, quasi einer Kochfamilie.</p>



<p>Simon wurde wie auch sein Bruder in der beschaulichen und sehenswerten Kleinstadt Ratzeburg groß, besuchte dort auch in den Jahren von 1994 bis 2003 die Grund- und die Hauptschule, mit entsprechendem Schulabschluss. Im Anschluss absolvierte Simon eine Ausbildung zum Elektriker, mit erfolgreichem Gesellenbrief.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image3.jpeg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86528" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image3.jpeg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image3-300x300.jpeg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image3-150x150.jpeg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image3-768x768.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image3-420x420.jpeg 420w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image3-696x696.jpeg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Brüder</figcaption></figure></div>


<p>Nach der Lehre besuchte er ab Sommer 2006 die Fachhochschule Mölln und machte dort im Fach „Wirtschaft“ einen entsprechenden Abschluss, dem Realschulabschluss entsprechend. Damit war er aber noch nicht am Ziel seiner beruflichen Wünsche angelangt: Simon begann eine weitere Ausbildung zum Finanz- und Versicherungskaufmann in einer „Allianz“-Filiale. Kurz vor einem möglichen und erfolgreichen Abschluss dieser Ausbildung schloss jedoch die Filiale – und es fand sich niemand, der bereit war, das Geschäft fortzuführen und Simons Ausbildung zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. „So blieb dieser Ausbildungszweig für mich leider ohne Abschluss“, resümiert Simon im Gespräch.</p>



<p>Schon als älterer Schüler begann er abends in der beliebten Diskothek „Logic“ in Mölln zu jobben! „Ich war dort zuständig für die Licht-Effekte passend zur Musik, plante außerdem Lightshows zu DJ-Auftritten und war im Hause für kleinere Wartungs- und Reparatur-Arbeiten zuständig – für mich als gelernter Elektriker eine gute Sache. Später sprachen sich meine „Licht-Geschichten“ in der Szene herum, auch andere DJs von außerhalb (in ganz Norddeutschland) engagierten mich für entsprechende Light-Shows.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image11.jpeg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86531" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image11.jpeg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image11-300x225.jpeg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image11-768x576.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image11-560x420.jpeg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image11-80x60.jpeg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image11-696x522.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image11-265x198.jpeg 265w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Start ins Erwachsenenleben</h2>



<p>Simon startete 2009 ins Berufsleben, fand eine Anstellung in der Lübecker Filiale des Modelabels „Jack &amp; Jones“. „Jack &amp; Jones“ ist eine 1990 gegründete dänische Modemarke für Oberbekleidung im Segment der Konfektionsware und gehört zum dänischen Mutterkonzern Bestseller. Längst gibt es in Deutschland in zahlreichen Städten solche Filialen. So wurde Simon bald in die Filiale nach Kiel versetzt. „In Kiel lernte ich meine spätere Frau und große Liebe namens Jenny kennen. Sie war in einem nahegelegenen Geschäft als Filialleiterin tätig, wir freundeten uns an und wurden bald ein Paar!“ Jenny und Simon zogen nun zusammen, Simon fand schnell Familienanschluss in Jennys Familie. Ein Jahr später, in 2011, wurde die Schwägerin, Jennys Schwester, schwanger. Ihre Eltern betrieben in Riebnitz-Damgarten, einer Stadt im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern, ein großes Hotel. Nebenbei war Jennys Vater ein leidenschaftlicher Imker. Nun waren Simon und Jenny gefordert, wegen der Schwangerschaft der Schwester in der Familie auszuhelfen. „Sehr schnell habe ich mich bei dieser Tätigkeit für die Schwiegereltern für die Imkerei begeistern können und machte den entsprechenden Imkerschein mit Zertifikat, bestens ausgebildet und angelernt von meinem Schwiegervater“, erzählt Simon von seinen Anfängen mit der Bienenzucht.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image4-768x1024.jpeg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86529" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image4-768x1024.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image4-225x300.jpeg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image4-315x420.jpeg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image4-696x928.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image4.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eröffnung Under Amor-Shop im Designer Outlet Neumünster, 2016</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein besonderes Familienerbe – die Imkerei</h2>



<p>Bei diesem Thema gerät mein Gesprächspartner ins Schwärmen. „Seit gut 35 Jahren ist die Imkerei fester Bestandteil unserer Familiengeschichte und inzwischen längst Tradition“, weiß Simon. „Unser Honig wird im Herzen von Mecklenburg-Vorpommern geerntet und auch hauptsächlich von den Bienen gesammelt. Wie es anfing? Nun, alles begann mit dem Opa aus Thüringen, der sein geliebtes Hobby in 1980 sogar zum Beruf machte. Diese Leidenschaft schwappte dann in die nächste Generation über. Nach der Wende 1989 begann Jennys Vater damit, sich seine eigene Imkerei in Mecklenburg-Vorpommern aufzubauen. Der Opa (mittlerweile 83 Jahre)&nbsp;ist bis heute immer noch für uns Mentor und Wegweiser mit seinem immensen Erfahrungsschatz. Zeitweise wuchs der Bestand an Bienenvölkern bis auf fast 1.000 an. Eine Menge Arbeit, vor allem in der Hochsaison. Stand heute hat sich der Bestand wieder drastisch verringert, da dies im zunehmenden Alter körperlich anstrengender wird. Heute gehören noch etwa 50 Völker in „Meck-Pom“ und rund 200 im Rostocker Raum zum Familienbesitz.“&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9510.jpg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86527" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9510.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9510-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9510-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9510-629x420.jpg 629w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9510-696x465.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Familie Triphahn Johannsen</h2>



<p>Jenny Triphahn und Simon Johannsen hatten längst beschlossen, ihren weiteren Lebensweg gemeinsam gehen zu wollen – allerdings ohne zu heiraten. Beide fühlten sich als Kinder geschiedener Eltern sozusagen als gebrannte Kinder – was die offizielle Eheschließung angeht. „Wir entschieden uns für die „wilde Ehe“, wie man diesen Status früher mal nannte“, schmunzelt Simon. „Doch ansonsten unterscheidet uns nichts von anderen Eheleuten“, ist er sich sicher. Sie lebten nun zusammen in einem Haushalt, teilten Tisch und Bett und haben mittlerweile drei gemeinsame Kinder. Tochter Emma wurde 2013 geboren, der ältere Sohn Tom in 2016, und der jüngere Sohn Max kam 2023 auf die Welt.&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="578" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image9.jpeg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86530" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image9.jpeg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image9-300x217.jpeg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image9-768x555.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image9-581x420.jpeg 581w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image9-696x503.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image9-324x235.jpeg 324w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als stolzer Familienvater</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Flensburg und der hohe Norden</h2>



<p>Die Stadt Flensburg lernte Simon letztlich durch den Beruf kennen und schätzen. „Wir wurden von meinem Arbeitgeber „Jack &amp; Jones“ regelmäßig zu Fortbildungen und Workshops in die Flensburger Filiale entsandt. So lernte ich das hyggelige Städtchen im hohen Norden schätzen und lieben. Meiner Frau ging es bald ähnlich: Ihr gefiel Flensburg genauso gut wie mir. So entschieden wir uns bald dafür, in die Flensburger Region umzuziehen. Im Jahr 2013 war es dann endlich soweit: Wir fanden ein passendes Haus in Gremmerup nahe Husby und zogen dorthin um.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1671.jpg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86535" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1671.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1671-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1671-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1671-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1671-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Simon fand als Store Manager bzw. Filialleiter im Einzelhandel schnell eine entsprechende Arbeit in Flensburg. Jenny übernahm vorerst noch die Mutterpflichten mit den anfangs zwei gemeinsamen Kindern. Die inzwischen größer gewordene Familie sah sich bald in der Region nach einem größeren Eigenheim um und wurde im Jahr 2017 nahe dem nordfriesischen Viöl fündig. „Seitdem leben wir ländlich im eigenen Haus in Norstedt, sind dort glücklich und zufrieden, die Kinder fühlen sich dort sowieso längst zuhause“, ist Simon privat mit sich und der Welt im Reinen.</p>



<p>Simon war in diesen Jahren in unterschiedlichen Einzelhandelsgeschäften in der Stadt Flensburg beschäftigt, unter anderem in der DEPOT-Filiale im CITTI Park. Im Jahr 2019 arbeiteten Jenny und Simon dann gemeinsam am Holm in der Le Creuset-Filiale, die seinerzeit im Karstadt-Haus im Erdgeschoss beheimatet war.&nbsp;&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1682.jpg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86521" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1682.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1682-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1682-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1682-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1682-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Aus der Not entstand eine Idee</h2>



<p>„Wie Millionen Menschen weltweit hat auch uns die Corona-Epidemie hart getroffen ab dem Monat März bzw. April des Jahres 2020“, denkt Simon mit Gruseln an jene Zeit zurück. „Plötzlich und einige Monate später standen Jenny und ich Ende Oktober 2020 komplett ohne Job da. Die Flensburger Karstadt-Filiale ging in die Insolvenz, am 31. Oktober 2020 war Schluss für Karstadt in Flensburgs Innenstadt. Die Le Creuset-Filiale, in der wir gearbeitet hatten, war nur im gleichen Gebäude untervermietet.“ Was nun? Das fragten sich Jenny und Simon nach Erhalt der Kündigung. Doch da kam Simon mit einer „Schnapsidee“ schon am Abend der Kündigung um die Ecke und meinte augenzwinkernd: „Lass uns doch einfach unseren eigenen Laden aufmachen!“ Jenny belächelte ihn anfangs und war noch sehr skeptisch. &nbsp;</p>



<p>Simon weiter: „Andererseits hatten wir auch nicht mehr viel zu verlieren. Wir liebten beide unseren Job und waren umso trauriger, dass dies nun vorläufig das berufliche Ende für uns sein sollte. Also reifte der Gedanke einer Selbständigkeit von Tag zu Tag mehr in uns.“ Sie hatten sich außerdem längst dafür entschieden, einen möglichen eigenen Laden nur in der Flensburger Innenstadt eröffnen zu wollen.</p>



<p>Die Eheleute fingen schließlich an zu planen, sie schauten sich in der Folgezeit diverse mögliche Räumlichkeiten an und sprachen zudem mit etlichen Banken über passende Finanzierungsmodelle. „Wir nahmen Ende 2020 dann an einem sogenannten Gründerkurs teil.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1685.jpg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86522" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1685.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1685-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1685-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1685-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1685-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Das Projekt „Gründungszentrum Leuchtturm Nord“ der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Flensburg bot damals zweiwöchige Seminare für Arbeitsuchende an, die sich selbstständig machen wollten. Es wurde betriebswirtschaftliches Basiswissen, Hilfe bei der Geschäftsplanung vermittelt und wir erhielten zum Abschluss das Zertifikat „Fachwissen Existenzgründung“, erzählt Simon von jenen aufregenden Wochen. „Wir fanden schließlich einen für uns passenden Laden in der Großen Straße Nr. 39, und bald begannen die Handwerker auch schon mit dem Umbau des Ladenlokals. Das war im Februar 2021.“ Simon weiter: „Die Renovierung der Innenräume hat zum Glück der Vermieter übernommen, so konnten wir uns auf die Innenausstattung konzentrieren.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbständig mit „Honig, Topf und mee(h)r“</h2>



<p>„Wir hielten die Kosten so gering wie möglich und verzichteten bewusst auf eine neue moderne Ausstattung. Wir wollten Ressourcen sparen und nutzten deshalb Altes und Gebrauchtes. So entstanden maßgeschneiderte Holzregale aus Restholz-Beständen und alten Eichenbohlen. Außerdem übernahmen wir einige Teile der Innenausstattung aus anderen Filialen, nutzten dafür unsere guten Kontakte zu früheren Arbeitgebern. Dabei half die ganze Familie mit, auch Freunde und Bekannte packten mit an.“ Für die Produkte wie Honig, Wein usw. entschieden sie sich, weil sie schon immer sehr naturverbunden waren und das nun zur Profession machen wollten.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9503.jpg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86526" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9503.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9503-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9503-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9503-629x420.jpg 629w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-9503-696x465.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>„Nach diesem Motto haben wir deshalb unseren Laden aufgebaut und eingerichtet“, klärt uns Simon auf. „Unsere Besucher und Kunden finden bei uns ausschließlich nachhaltige Produkte wie mehr als 40 verschiedene Sorten Honig, rund 15 Senfsorten sowie weitere Bienen-basierte Produkte wie Kerzen oder auch Naturheilmittel und Kosmetik.“ Und er fährt fort: „Unsere zweite Leidenschaft neben den Bienen ist das Kochen und alles, was damit zu tun hat. Das rührt noch aus unserer Zeit bei Le Creuset her. Wir sind jetzt in Flensburg die einzige Le Creuset-Filiale, haben in unserem Sortiment folgerichtig auch alle Produkte der Firma Le Creuset. Dieser Hersteller von Kochgerätschaften ist weltweit das einzige Unternehmen, das alle seine Töpfe und Pfannen aus 85% recyceltem Stahl herstellt und zudem auch auf die Pfannen und Töpfe 30 Jahre Garantie gibt. Um den Umgang und die richtige Handhabung dieser Gerätschaften im Hause demonstrieren zu können, haben wir mitten in unserem Laden eigens eine Show-Küche aufstellen lassen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umzug innerhalb der Großen Straße</h2>



<p>Das eigene Geschäft in der Großen Straße 39 lief durchaus zufriedenstellend an, doch nach gut drei Jahren stellten die Betreiber fest, dass die laufenden Kosten immer schwerer zu stemmen waren. „Leider stieg insbesondere die Ladenmiete signifikant an, so entschlossen wir uns schweren Herzens zu einem Umzug. Wir hatten dann das Glück, in der Union-Bank einen neuen, fairen und sehr guten Vermieter zu finden. So zogen wir im Frühjahr 2025 um in unser neues Geschäft in der Großen Straße Nr. 4, nahmen die gesamte Ausstattung mit, sind mittlerweile hier gut angekommen und zufrieden im neuen Umfeld.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1663.jpg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86533" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1663.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1663-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1663-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1663-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1663-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Die Kunden und Besucher finden „Honig, Topf und mee(h)r“ jetzt also schräg gegenüber auf der anderen östlichen Straßenseite der Großen Straße. Apropos Kundschaft: „Viele unserer Stammkunden kommen teilweise von weit her, einige sogar aus Süddeutschland. Das sind oft Menschen, die sich in die Region und die Stadt Flensburg verliebt haben und regelmäßig Jahr für Jahr einige Wochen hier oben Urlaub machen, und natürlich jedes Mal einen Abstecher in unser Geschäft machen. Wir würden uns allerdings daneben wünschen, dass künftig noch mehr Einheimische mal bei uns reinschnuppern würden – wir sind uns sehr sicher, dass wir auch sie mit unseren Angeboten begeistern können!“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Simon Johannsen als engagierter Geschäftsmann</h2>



<p>Kurz nach dem Wechsel in die Selbst­ändigkeit ist unser Protagonist Mitglied in der „Flensburger Gilde“ geworden. Zu diesem Verein finden sich auf der Vereins-Homepage diese Informationen: „Wir sind eine Gemeinschaft, die anpackt, gestaltet und zusammen neue Wege geht. Seit unserer Gründung im Jahr 2005 (vormals „IG Die Große e.V.“) vereinen wir Unternehmen, Freiberufler, Gastronomen, Hoteliers, Kaufleute und Vermieter aus allen Bereichen der Wirtschaft. Gemeinsam stehen wir für die Stärke und Vielfalt der Flensburger Innenstadt und ihrer Umgebung.“</p>



<p>Dazu Simon Johannsen: „Seit Sommer des Jahres 2024 bin ich erster Vorsitzender der Flensburger Gilde. Benjamin Kühn (vom „Extrablatt“) ist der stellvertretende Vorsitzende und Jens Drews vom Brillenlaboratorium zweiter stellvertretender Vorsitzender. Die Künstlerin Freya Ejsmont ist unsere Kassenwartin. Insgesamt sind 62 Unternehmen aus ganz Flensburg bei uns in der Gilde organisiert. Dazu gehören Kaufleute, Gastronomen, Hoteliers, Vermieter und andere.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1750.jpg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86524" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1750.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1750-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1750-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1750-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1750-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Köpfe der Flensburger Gilde: Simon Johannsen und Jens Drews</figcaption></figure></div>


<p>Die Flensburger Gilde wurde 2005 gegründet und arbeitet somit seit gut 20 Jahren erfolgreich daran, die Innenstadt zu beleben. „Wir alle wollen eine lebendige Innenstadt und Sichtbarkeit. Unser Ziel ist es, gemeinsam zu wachsen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aktiv als Vorsitzender der Flensburger Gilde</h2>



<p>„Zusätzlich zu meinem eigentlichen Job als Einzelhändler in meinem Geschäft „Honig, Topf und mee(h)r“ investiere ich in den letzten Wochen und Monaten ziemlich viel Zeit in die Aufgaben des Gilde-Vorsitzenden“, verrät mir Simon Johannsen. Das bedeutet viel Zeitaufwand in Gesprächen und Treffen mit hiesigen Akteuren und Verantwortlichen aus unterschiedlichen Bereichen, wie der IHK, der TAFF, der Stadtverwaltung. „Leider kommt man in einigen Feldern nur schwer voran, obwohl es durchaus auch Menschen und Entscheidungsträger in dieser Stadt gibt, die unsere Wünsche und Anregungen wirklich ernst nehmen und gemeinsam mit uns vorantreiben möchten“, hat er im Job als 1. Vorsitzender erfahren können. So hat er sich auch in die Debatte um die Planung der Zukunft der Schiffbrücke geäußert in einem kürzlich erschienenen Zeitungsinterview. Dazu hat er ein Meinungsbild in der Gilde erfragt und eigene Emotionen mit eingebracht, weil ja die künftige Gestaltung der Innenstadt nicht unerheblich auch vom künftigen Erscheinungsbild der Schiffbrücke, den zukünftigen Verkehrsflüssen in der City sowie den Parkmöglichkeiten für Besucher und Gäste des Fußgängerbereichs insbesondere zwischen Südermarkt und Nordermarkt sowie der Norderstraße abhängen dürfte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1666.jpg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86534" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1666.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1666-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1666-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1666-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/FJ_Honigtopf-1666-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Forderungen an die Politik</h2>



<p>Was Simon Johannsen jetzt und künftig insbesondere von der Politik (Kommune, Land und auch Bund) fordert, ist ein klares und eindeutiges Bekenntnis zur Flensburger Innenstadt – die nicht nur als Lebens- und Verweilraum ihre Berechtigung haben sollte, sondern auch als zentraler Ort für den einheimischen Handel und natürlich auch für die einheimische Gastronomie. „Ich fordere eine schnelle, klare und eindeutige Definition, was die Innenstadt für die Politik bedeuten wird und jetzt schon bedeutet“, wird Simon Johannsen durchaus emotional. Er ergänzt: „Ein solches Bekenntnis sollte unbedingt zeitnah, sprich: möglichst noch in diesem Frühjahr 2026 erfolgen!!“</p>



<p>Er erinnert in diesem Kontext daran, dass es seinerzeit ja auch gerade die Entscheidungen der Politik waren, die die Ausweitung des Einzelhandels „vor den Toren der Innenstadt“ (Förde- und Citti-Park) und damit eine immer größer werdende Konkurrenz zur Flensburger Innenstadt ermöglichten. Sollten jetzt noch wieder schlimmstenfalls einige Jahre ins Land gehen, bis hier eine endgültige Entscheidung fällt und somit das „Damoklesschwert“ einer möglichen Sperrung der Schiffbrücke über dem Innenstadt-Handel schwebt, sei das für viele Gilde-Mitglieder wirklich existenzgefährdend. „Dann würde man der Innenstadt unweigerlich beim Sterben zuschauen. Und für die vielen Einzelhändler und Gastronomen würde es sich nicht mehr rechnen, überhaupt noch in diesen Standort im Herzen Flensburgs zu investieren“, bringt es mein hoch engagierter Gesprächspartner auf den Punkt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="771" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image16-771x1024.jpeg" alt="Simon Johannsen – engagierter Kämpfer für die Zukunft der Flensburger Innenstadt" class="wp-image-86532" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image16-771x1024.jpeg 771w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image16-226x300.jpeg 226w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image16-768x1020.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image16-316x420.jpeg 316w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image16-696x925.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/image16.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 771px) 100vw, 771px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Sohn Tom</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ausblick</h2>



<p>Simon Johannsen hat für sich selbst eine Zielmarke gesetzt: „Ich habe noch für vier Jahre einen Vertrag für mein Herzensprojekt „Honig, Topf und mee(h)r“. Diese vier Jahre möchte ich intensiv nutzen, um zum einen mein Geschäftsfeld voranzutreiben und hier zu etablieren, zum anderen die Belange der Gilde erfolgreich zu vertreten und die oben genannten Ziele zu verwirklichen. Noch bin ich diesbezüglich recht guten Mutes – hoffentlich geht es mir und meiner Familie und meinen vielen Mitstreitern in der Gilde auch in einem Jahr noch genauso!“ Das wünscht sich Simon Johannsen von ganzem Herzen.</p>



<p>Das „Flensburg Journal“ drückt ihm und seinen Mitstreitern dafür beide Daumen, bedankt sich bei ihm für ein interessantes Gespräch und wünscht ihm bei seinen Vorhaben alles erdenklich Gute!</p>



<p><em>Mit Simon Johannsen sprach Peter Feuerschütz</em><br><em>Fotos: Sven Geißler, privat   </em></p>
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		<title>Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 22:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Straßen und Stadtteile]]></category>
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<p>Im tiefsten Flensburger Winter 2026 – an einem verschneiten Februarmorgen, trafen wir uns auf der Westlichen Höhe unserer Stadt zum Interview – Annelie und Dieter Sexstro und wir vom „Flensburg Journal“. In ihrem gemütlichen und sehr liebevoll eingerichteten Wohnhaus im Fritz-Reuter-Weg haben wir schnell das graue Wetter abgehakt, und uns umgehend ins Wohnzimmer gesetzt und das Plaudern angefangen. „Wir sind jeweils das zweite Mal verheiratet, und wir sind uns einig, dass wir jetzt den für uns beide idealen Partner fürs Leben gefunden haben“, schmunzeln beide Eheleute und schauen lächelnd den geliebten Partner an. Neugierig gemacht, bat ich dann Annelie und Dieter, doch einfach mal aus ihrem recht abwechslungsreichen Leben zu erzählen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_010.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86274" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_010.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_010-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_010-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_010-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_010-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Annelie, als junges Mädchen vom Lande nach Flensburg gezogen</h2>



<p>Geboren wurde Annelie 1952 in Faulück, nahe Kappeln, im ländlichen Angeln. „Als 13jähriges Mädchen kam ich nach Flensburg, genauer gesagt nach Trögelsbyhof. Eingeschult wurde ich aber in Fruerlund – in Engelsby gab es seinerzeit noch keine Schule.“ Nach erfolgreichem Schulabschluss erlernte sie ab 1968 den Beruf der Krankenschwester, seinerzeit in der DIAKO in Flensburg. „Ich war ein sogenanntes Ata-Girl“, erinnert sich Annelie. Dieser soziale Beruf war genau das Richtige für sie, entsprach er doch exakt ihrem Naturell, gern mit Menschen zu tun zu haben, überhaupt Hilfsbedürftigen helfen zu können. Deshalb ist sie auch dieser Tätigkeit praktisch ihr gesamtes Berufsleben hindurch treu geblieben. „Immerhin war ich ab 1970 knapp 35 Jahre lang als Krankenschwester tätig, die allermeiste Zeit davon in der „alten“ Frauenklinik der DIAKO.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="642" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_03.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86278" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_03.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_03-300x241.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_03-768x616.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_03-523x420.jpg 523w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_03-696x559.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der junge Dieter</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die erste Lebenshälfte</h2>



<p>Mit gerade einmal 18 Jahren heiratete sie 1970 ihren (ersten) Ehemann, die ältere Tochter kam noch im gleichen Jahr zur Welt. „Wir wohnten weiterhin im Trögelsbyhof nahe Engelsby, und meine Welt war damals durchaus in Ordnung für mich. 1976 bekamen wir unsere zweite Tochter – jetzt waren wir eine komplette Familie.“ Doch der Alltag holte irgendwann die Eheleute ein, ihre Beziehung zerbrach: „Wir gingen ab Anfang 1992 getrennte Wege, wurden letztlich im September 1992 geschieden.“ Eine Zeitlang wohnte Annelie fortan im Schwesternheim der DIAKO im Marienhölzungsweg. Mittlerweile waren die beiden Töchter längst flügge geworden, standen inzwischen auf eigenen Beinen. Dann traf sie unvermittelt ein Schicksalsschlag: „Nach dem Verlust meiner jüngeren Tochter, sie erlitt einen tödlichen Autounfall, brauchte ich nun neben der gewohnten Arbeit als Krankenschwester noch eine zweite sinnvolle und ausfüllende Tätigkeit für mich, und so begab ich mich bald auf die Suche nach einer solchen.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="794" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_25.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86284" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_25.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_25-300x298.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_25-150x150.jpg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_25-768x762.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_25-423x420.jpg 423w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_25-696x691.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Annelie in Angeliter Tracht</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Annelie wird Stewardess</h2>



<p>Diese passende und auf ihre Persönlichkeit zugeschnittene Tätigkeit fand sie schließlich beim Reisedienst Bölck aus Schuby. „Die suchten damals Reisebegleiter, insbesondere für sogenannte Kurreisen“, erklärt uns Annelie. Die Firma Bölck stellte sie ein, und hat das offensichtlich nie bereut. „Sehr schnell stellte ich fest, dass eine solche Tätigkeit mir wie auf den Leib geschneidert war. Ich habe schon immer gern Menschen um mich herumgehabt, bin sehr kommunikativ, und Service anzubieten war ich aus meiner jahrzehntelangen Arbeit in der DIAKO sowieso gewohnt.“ Im Jahr 1999 begann ihre Laufbahn in den komfortablen Reisebussen von Bölck: Sie war nun mehrfach im Jahr für eine oder zwei Wochen als Stewardess auf Reisen. „Auf einer unserer Reisen – es ging nach St. Petersburg &#8211; lernte ich schließlich meinen Dieter kennen. Das war damals in einem Hotel in Danzig, wo wir uns das erste Mal begegneten.“ Doch dazu später mehr …</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="528" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_22.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86282" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_22.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_22-300x198.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_22-768x507.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_22-636x420.jpg 636w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_22-696x459.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dieter mit „Klute“ auf Reisen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Dieter Sexstro, erste Lebenshälfte in Osnabrück zu Hause</h2>



<p>Dieter ist ein waschechter Niedersachse, er verbrachte die erste Hälfte seines Lebens im Raum Osnabrück. Geboren ist er 1948 in Bramsche, wo er auch seine Kindheit und Jugend verbrachte. Im April 1963 begann er eine Lehre zum Großhandelskaufmann, arbeitete im erlernten Beruf bis 1972 in Osnabrück. In jenem Jahr sattelte er allerdings beruflich um, ließ sich jetzt zum Beamten in einer Verwaltungslaufbahn ausbilden. Er verbrachte anschließend den größten Teil seines weiteren Berufslebens bei der Innungs-Krankenkasse in Osnabrück. Auch er war in erster Ehe fast 25 Jahre verheiratet, mit zwei Kindern aus jener Beziehung. Dieters Ehe wurde 1994 geschieden. Wie auch Annelie suchte er sich neben seiner Haupttätigkeit zusätzlich ein zweites Standbein, machte deshalb im Februar 1996 seinen Busführerschein. Mit dieser Lizenz bewarb er sich beim Busunternehmen Klute in Osnabrück, die ihn gleich als Fahrer anstellten. So ergab es sich, dass er nun mehrfach im Jahr als Busfahrer längere Reisen durch ganz Europa als einer von zwei Fahrern begleitete.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="524" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_24.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86283" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_24.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_24-300x197.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_24-768x503.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_24-641x420.jpg 641w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_24-696x456.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_24-741x486.jpg 741w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gemeinsame Jahre bei Bölck</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Annelie und Dieter finden zueinander</h2>



<p>Auf einer dieser Auslandsreisen lernten Annelie und Dieter sich kennen. „Es war im Juli 2000“, weiß Dieter noch wie heute. „Auch mein Bus-Unternehmen, „Klute“ aus Osnabrück, war mal wieder auf der Reise nach St. Petersburg, als ich bei einem Zwischenaufenthalt in einem Danziger Hotel, das von vielen Reiseveranstaltern regelmäßig zur Zwischenübernachtung genutzt wurde, die sympathische und lebenslustige Annelie Asmussen aus Flensburg kennenlernte.“</p>



<p>Matthias Bölck vom Reisedienst Bölck fungierte gewissermaßen als Vermittler zwischen den beiden: Er fragte nämlich seine Stewardess Annelie, ob sie bereits den sympathischen Dieter aus Osnabrück kennengelernt hätte: „Der wäre doch was für Dich, ein ganz sympathischer und netter Kerl!“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="504" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_33.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86285" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_33.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_33-300x189.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_33-768x484.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_33-667x420.jpg 667w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_33-696x438.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frühlingsfest bei Bölck</figcaption></figure></div>


<p>Mathias Bölck sollte Recht behalten: Es funkte ziemlich schnell zwischen den beiden! Zu ihrem Glück hatten ihre jeweiligen Busgesellschaften nahezu die gleiche Reiseroute auf dieser besonderen Tour, so dass die beiden sich mehrmals unterwegs wiedertrafen, sich dann irgendwann eines geselligen Abends tief in die Augen blickten …, und ein baldiges privates Treffen in Flensburg verabredeten. „Wir waren uns vor unserem Kennenlernen eigentlich beide einig, nach einer gescheiterten ersten Ehe nie wieder zu heiraten“, schmunzeln die Sexstros. Doch das erste Treffen in Flensburg war der erhoffte Anfang für eine bis heute sehr glückliche und harmonische Beziehung. „Wir trafen uns nun bald jedes Wochenende bei Annelie in Flensburg.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="681" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_08.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86279" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_08.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_08-300x255.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_08-768x654.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_08-493x420.jpg 493w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_08-696x592.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Annelies Töchter</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Das zweite Eheglück</h2>



<p>„Wir waren uns schnell sicher: Mit ihr bzw. mit ihm möchte ich mein künftiges weiteres Leben verbringen!“ Gesagt, getan: „Die passenden Eheringe haben wir zeitnah bei Juwelier Mahlberg geordert, und am 2. März 2001 war es soweit: Wir haben im Standesamt Flensburg geheiratet, hießen ab sofort Annelie und Dieter Sexstro!“ Dieter war inzwischen nach Flensburg gezogen, hatte natürlich zuvor bei seinen beiden Arbeitgebern in Osnabrück, der Krankenkasse und dem Busunternehmen, jeweils um die vorzeitige Pensionierung gebeten, und diese auch umgehend erhalten.&nbsp;</p>



<p>Annelie hatte bereits im Jahr 2000 für sich allein ein Reihenhaus in Engelsby gekauft, im Ernst-Jessen-Weg. Das kam den beiden frisch getrauten Eheleuten Sexstro gut zupass, nach einigen Baumaßnahmen und kosmetischen Veränderungen zog Dieter im Jahr 2002 endgültig zu seiner Annelie ins nun gemeinsam bewohnte Eigenheim in Engelsby. Gern erinnern sich beide noch an die schönen, aber auch arbeitsintensiven Anfangszeiten ihrer Ehe. Bald, im Jahr 2004, bekam Annelie auf Antrag ihre ersehnte Rente zugesprochen. Die vielen und langen Jahre im Beruf als Krankenschwester an der DIAKO waren somit Geschichte.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="635" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_18.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86280" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_18.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_18-300x238.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_18-768x610.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_18-529x420.jpg 529w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_18-696x552.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hochzeit am 02. März 2001</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Gemeinsame Jahre bei Bölck</h2>



<p>Dieter und Annelie hatten nun das Glück, dass die Firma Bölck die Eheleute Sexstro gemeinsam unter Vertrag nahm. „Wir erlebten ab 2004 sehr viele gemeinsame Busreisen durch ganz Europa“, so Annelie. „Wir waren unter anderem am Nordkap, in Italien, aber auch sehr oft in Spanien, in Portugal, und sehr, sehr häufig im benachbarten Polen.“ Besonders nach Polen wurden und werden auch heute noch viele sogenannte Kurreisen veranstaltet. Gerade Kuraufenthalte in Polen, hier insbesondere in Bad Polzin, werden ganzjährig angeboten, übrigens auch entlang der polnischen Ostseeküste (Swinemünde, Kolberg, Misdroy). Die Angebote beinhalten oft ein Komplett-Paket mit Transport, Unterkunft, Verpflegung und Anwendungen. Längst haben sich viele Anbieter wie Bus-Touristik-Unternehmen auf diese bequemen Anreise- und Kurmöglichkeiten spezialisiert.</p>



<p>„Überhaupt sind und waren unsere Busreisen wesentlich mehr als nur das bloße Fahren von Ort zu Ort. Im Gegenteil: Wir haben uns auf unsere Fahnen geschrieben, den Gästen und Mitreisenden ein Komplett-Paket an Service und Unterhaltung während der Fahrt und auch vor Ort, etwa bei den Hotelaufenthalten und Übernachtungen, zu bieten. Das fängt an bei der Tasse Kaffee unterwegs, Gesprächen mit den Gästen, das Sich-Kümmern um kleine Problemfälle, bis hin zum abwechslungsreichen Show-Programm abends im Hotel.“ Von ihren einstigen Berufen her (sie als Krankenschwester und er als Experte einer Krankenkasse) waren Annelie und Dieter sogar besonders gut geeignet für die Kurreisen!</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="553" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_19.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86281" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_19.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_19-300x207.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_19-768x531.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_19-608x420.jpg 608w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_19-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_19-696x481.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/Sexstro_19-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dieters alter Mercedes</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein tolles Gespann</h2>



<p>Schnell hatten die beiden Sexstros sich einen guten Namen bei den Reisenden gemacht. Viele wurden sogar richtige Fans der beiden! Dieter war der besonnene und stets gut gelaunte „Pilot“, doch insbesondere Annelie war bald bekannt für ihre originellen und mitreißenden Abend-Shows, die sie regelmäßig unterwegs bei Hotelabenden anbot. „Ich hatte viel Spaß an diesen Shows“, versichert sie glaubhaft. Ob sie als dänische Sängerin Gitte die Bühne „eroberte“, die Urlauber zum Tanzen animierte, einen Bingo-Abend schwungvoll moderierte, oder zum gemeinsamen Singen bat – sie hatte immer ein attraktives Programm in petto. „Man glaubt es kaum, aber wir erhielten sogar oft nach den Reisen von vielen Teilnehmern liebevolle Dankesbriefe – das waren dann schöne Bestätigungen für uns, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen!“ Bis 2015 waren Annelie und Dieter Sexstro für den Reisedienst Bölck auf Europas Straßen unterwegs, und haben dabei unzähligen Mitfahrern viel Freude und schöne Aufenthalte bieten können – sowohl während der manchmal recht langen Fahrten als auch an den vielen Abenden in den jeweils Hotels oder Ferienanlagen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="557" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86276" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender-300x209.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender-768x535.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender-603x420.jpg 603w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender-696x485.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>„Im Jahr 2015 haben wir uns gemeinsam in den Ruhestand verabschiedet – jedenfalls was das gemeinsame berufliche Reisen mit Bölck angeht“, erzählen die Sexstros.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der vermeintliche Ruhestand</h2>



<p>Rund zwei Jahre vorher hatten sie sich wohnlich noch einmal verändert. „Uns wurde unser jetziges Haus im Fritz-Reuter-Weg zum Kauf angeboten – und wir haben den Erwerb und den Umzug von Engelsby auf die Westliche Höhe bisher keine Sekunde bereut“, sind die beiden sich – mal wieder – einig. Beim beruflichen Ausstieg beim Reisedienst Bölck waren sie 67 und 63 Jahre alt. Sie wollten zwar nicht mehr beruflich in der Pflicht stehen, doch in einen Ruhestand – im Sinne des Wortes – sind Dieter und Annelie damit keineswegs gewechselt.</p>



<p>Dieter konnte sich nun vermehrt um seine sportlichen Aktivitäten wie etwa Laufen, Handball, Judo und Triathlon beim Polizei SV Flensburg kümmern. Annelie intensivierte dagegen ihre Teilnahmen bei der Angeliter Trachtengruppe, spielte wieder mehr niederdeutsches Theater – wie schon seit vielen Jahrzehnten, kümmerte sich zuhause um ihre Hüte-Sammlung, und schwang bei jeder Gelegenheit das Tanzbein.&nbsp;</p>



<p>Daneben haben sich beide entschlossen, Polnisch zu lernen. „In meiner Busfahrerzeit habe ich mir wegen der vielen Reisen nach Spanien nach und nach spanische Sprachkenntnisse angeeignet, und gemerkt, wie vorteilhaft es auf Reisen ist, wenn man die Landessprache verstehen und einigermaßen passabel sprechen kann“, hat Dieter schon früh entsprechende Erfahrungen sammeln können. „Wir werden in den nächsten Jahren sicher noch einige Male ins benachbarte Polen verreisen, dort wollen wir uns dann auch in der Landessprache unterhalten können!“, ergänzt Annelie. Und Dieter ergänzt: „Bereits Mitte Mai 2026 werden wir wieder mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für eine Woche nach Polen reisen!“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="498" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender_42.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86277" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender_42.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender_42-300x187.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender_42-768x478.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender_42-675x420.jpg 675w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/FullSizeRender_42-696x433.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Sexstros feiern standesgemäß ihr Ehejubiläum</figcaption></figure></div>


<p>Doch auch zuhause in Flensburg haben die beiden Sexstros eigentlich ständig etwas vor. „Wir sind schon länger regelmäßige Teilnehmer an Veranstaltungen des Senioren-Nets Flensburg in der Sankt-Jürgen-Straße, sind auch Mitglieder in der Offiziersheimgesellschaft (OHG) Flensburg in der Swinemünder Straße, auch in der Maritimen Vereinigung Flensburger Förde (MVFF) sind wir Mitglieder und oft dabei, wenn getagt oder gefeiert wird.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nach wie vor gerne im Urlaub</h2>



<p>Wen wundert es noch – nach den geschilderten Lebensläufen? Annelie und Dieter fahren nach wie vor gern in den Urlaub, haben das Reisen stets genossen und werden es auch weiterhin so handhaben. „Wir hatten sogar 8 Jahre lang einen Camping-Stellplatz in Westerholz. Den haben wir aber inzwischen wieder aufgegeben. Wir sind lieber unterwegs, haben uns konsequenterweise ein Wohnmobil gekauft, mit dem wir schon etliche Reisekilometer absolviert haben“, erzählt Dieter. Und Annelie ergänzt: „Wir wollen im Frühsommer 2026 mit dem Wohnmobil nach Swinemünde – in Polen gefällt es uns ausgesprochen gut, und es ist dabei besonders schön, wenn man sogar teilweise die dortige Landessprache spricht!“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_017.jpg" alt="Ehepaar Sexstro – In Flensburg zuhause, doch auch gern auf Reisen" class="wp-image-86275" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_017.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_017-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_017-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_017-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/20260217_Flensburg_Journal_017-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Eine unvergessliche Silberhochzeit!</h2>



<p>Annelie und Dieter haben viele Freunde, erwachsene Kinder und Enkel, und auf ihren vielen Reisen zahlreiche nette Menschen kennengelernt, zu denen sie teilweise heute noch Kontakt haben. Doch bevor sie noch weitere Projekte starten und Pläne schmieden, stand ein wichtiger Familientermin an: Am 02.03.2026 waren sie auf den Tag genau 25 Jahre miteinander verheiratet! Und wie wurde die eigene Silberhochzeit gefeiert? Natürlich mit einer Tagestour mit einem Reisebus!! Als Busfahrer fungierte Dieters Sohn, der im Hauptberuf ein eigenes Busunternehmen in Neumünster betreibt. Die Kosten dafür trug zwar das Silberne Brautpaar – doch die gesamte Organisation, das ganze Drumherum mit Ausschmücken des Busses, dem ganztägigen Service unterwegs, die nötigen Bestellungen im Vorwege – das haben alles die Kinder und Enkelkinder der beiden Brautleute geregelt. Annelie und Dieter waren hellauf begeistert von dieser einmaligen Aktion, schwärmten noch Tage später von jener unvergesslichen Tagestour am Sonnabend, den 07.03., mit vielen Freunden und Verwandten auf die Halbinsel Eiderstedt!</p>



<p>Das „Flensburg Journal“ bedankt sich bei Annelie und Dieter Sexstro für ein spannendes, unterhaltsames und sehr informatives Gespräch, und wünscht den beiden noch viele und gemeinsame gute Jahre bei entsprechender Gesundheit und mit vielen tollen Urlaubsreisen nach nah und fern!</p>



<p><em>Mit den Sexstros sprach Peter Feuerschütz<br>Fotos: Benjamin Nolte, privat  </em></p>
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		<title>Gisela Mikolajewicz &#8211; „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 11:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Straßen und Stadtteile]]></category>
		<category><![CDATA[flensburg]]></category>
		<category><![CDATA[Friesischer Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Gisela Mikolajewicz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie steht in Flensburg als lebendes Beispiel für die Gegenwart und die jüngere Vergangenheit unserer schönen Heimatstadt, für die 30er Jahre mit dem Beginn des Nazi-Regimes, des Zweiten Weltkriegs, die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre, den Wiederaufbau in den 50er Jahren – bis heute ins noch junge Jahr 2026: Gisela Mikolajewicz, Jahrgang 1933. Ein Flensburger Kind Gisela Mikolajewicz [&#8230;]</p>
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<p>Sie steht in Flensburg als lebendes Beispiel für die Gegenwart und die jüngere Vergangenheit unserer schönen Heimatstadt, für die 30er Jahre mit dem Beginn des Nazi-Regimes, des Zweiten Weltkriegs, die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre, den Wiederaufbau in den 50er Jahren – bis heute ins noch junge Jahr 2026: Gisela Mikolajewicz, Jahrgang 1933.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="708" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-1024x708.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85962" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-1024x708.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-300x207.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-768x531.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-1536x1061.jpg 1536w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-2048x1415.jpg 2048w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-608x420.jpg 608w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-696x481.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-1068x738.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Mit-grosser-Schwester-auf-der-Exe-1936-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein Flensburger Kind</h2>



<p>Gisela Mikolajewicz ist gebürtige Flensburgerin, im deutschen Schicksalsjahr 1933 geboren, als zweites von drei Kindern der Familie Scheuch. Ihr Vater stammte ursprünglich aus Hessen, ihn lockten die Seefahrt und die Aussicht auf das Kennenlernen der weiten Welt zur Marine. So verschlug es ihn in den hohen Norden nach Flensburg. Er machte die übliche Karriere beim Militär, wurde schließlich sogar zum Marineoffizier befördert. Wie viele andere seiner Kameraden verliebte er sich in eine einheimische junge Frau, bald darauf heirateten sie. Seine Kinder sollten im damaligen Marinelazarett Mürwik (später die Klinik Ost) in der Kelmstraße das Licht der Welt erblicken – doch bei der kleinen Gisela klappte das nicht. Während erst die große Schwester und später auch der kleine Bruder dort zur Welt kamen, wurde das mittlere Kind eine Hausgeburt. Wie es dazu kam?&nbsp;</p>



<p>„Nun, ich hatte es wohl besonders eilig! Als bei meiner Mutter die Wehen einsetzten, schaffte sie es nicht mehr ins Lazarett, und so ergab es sich, dass ich praktisch zu Hause, im Bett meiner Großmutter, geboren wurde“, schmunzelt unsere Protagonistin. Die Familie Scheuch wohnte seinerzeit auf dem Friesischen Berg in der Katharinenstraße im Haus Nr. 23, die Großeltern fast nebenan in der Hausnummer 17.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1133" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Luett-Gisela-Mommsenstrasse-1938.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85960" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Luett-Gisela-Mommsenstrasse-1938.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Luett-Gisela-Mommsenstrasse-1938-212x300.jpg 212w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Luett-Gisela-Mommsenstrasse-1938-723x1024.jpg 723w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Luett-Gisela-Mommsenstrasse-1938-768x1088.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Luett-Gisela-Mommsenstrasse-1938-297x420.jpg 297w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Luett-Gisela-Mommsenstrasse-1938-696x986.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Die Familie Scheuch führte ein für damalige Zeiten normales Familienleben, der Vater arbeitete als Spezialist für Torpedowartung und war bei der Marine in Mürwik tätig, die Mutter kümmerte sich um den Haushalt und die Kinder. Einige Jahre später zogen die Scheuchs in eine größere Wohnung nach Jürgensby um. Sie waren ab 1938 in der Mommsenstraße zu Hause. Ein Jahr später, 1939, war es dann soweit, Gisela sollte nun in die Volksschule eingeschult werden. Sie wurde Erstklässlerin in der damaligen „Theodor-Storm-Schule“ – im einstigen Schulgebäude ist heute der „Offene Kanal“ zuhause, in der St. Jürgen-Straße 95. Bald stand jedoch ein erneuter Umzug für die Familie an, sie fanden auch auf dem Ostufer eine besser passende Bleibe für ihre inzwischen fünfköpfige Familie.</p>



<p>In der Weihnachtszeit 1939 zog man dann ein weiteres Mal um, jetzt in die damalige Kaiser-Wilhelm-Straße 134, die heutige Mürwiker Straße 134 (wurde nach dem 2. Weltkrieg umbenannt auf Weisung des Kontrollrates). Nun wohnten sie noch näher an den zahlreichen Marine-Liegenschaften – schräg gegenüber der Ziegeleistraße und unweit des einstigen Marine-Stützpunktes (heute die Marina „Sonwik“). Für die kleine Gisela bedeutete das einen Schulwechsel zur „Mürwik-Schule“, der heutigen Ostsee-Schule.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="491" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Geschwister-Scheuch-1941.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85954" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Geschwister-Scheuch-1941.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Geschwister-Scheuch-1941-300x184.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Geschwister-Scheuch-1941-768x471.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Geschwister-Scheuch-1941-684x420.jpg 684w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Geschwister-Scheuch-1941-696x427.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Geschwister Scheuch, 1941</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Zweite Weltkrieg</h2>



<p>„Vom Krieg bekamen wir kaum etwas mit, wir als Kinder sowieso nicht“, weiß Gisela zu erzählen. Doch der Lauf der Ereignisse hatte auch Auswirkungen auf ihre Familie. Im Jahr 1941 wurde Giselas Vater an einen weit entfernten Ostsee-Standort nach Kolberg an die dort beheimatete Torpedoschule versetzt. Dort war er im Rang eines Ober-Ingenieurs als Leiter der Torpedowerkstatt eingesetzt. Nun zog die ganze Familie Scheuch mit Sack und Pack nach Kolberg um. „Uns gefiel es dort durchgehend sehr gut, wir wohnten nicht sehr weit weg vom herrlichen Ostseestrand, hatten sogar den ganzen Sommer über einen Strandkorb gemietet und führten dort ein beschauliches und wohlbehütetes Leben – jedenfalls bis etwa 1944. Nach und nach flogen immer häufiger feindliche Bomber-Geschwader in großer Höhe über uns hinweg, vermutlich auf dem Weg nach Berlin. Wir wurden allerdings nicht behelligt von diesen Kriegsmaschinen. Unsere Eltern wurden zunehmend unruhiger, denn die Russen waren auf dem Vormarsch Richtung Deutschland. So sah sich unser Vater schließlich zum Handeln gezwungen.“ Giselas Vater organisierte dienstlich über die Reichsbahn im Februar 1945 für seine Familie und noch weitere betroffene Angehörige einen zusätzlichen Viehwaggon für den Rücktransport der Zivilisten nach Schleswig-Holstein. Das klappte anstandslos und so flohen die Scheuchs vergleichsweise komfortabel per Zug nach Flensburg. Der militärische und von Soldaten bewachte und begleitete Zugtransport sollte Lufttorpedos nach Kopenhagen bringen, sollte auf der Reise allerdings Halt machen in Flensburg-Weiche, um die mitreisenden Zivilisten abzusetzen. Immerhin 11 Tage dauerte diese abenteuerliche Zugfahrt, unterwegs mit einem längeren Aufenthalt in Stettin, wo die Begleitsoldaten sogar Essen und Getränke für die mitreisenden Zivilisten „organisierten“. Schließlich erreichte die Familie Scheuch mit den anderen Mitreisenden wohlbehalten und erleichtert ihren Zielbahnhof in Flensburg-Weiche.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="611" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Im-Strandkorb-Kolberg-1944-611x1024.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85959" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Im-Strandkorb-Kolberg-1944-611x1024.jpg 611w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Im-Strandkorb-Kolberg-1944-179x300.jpg 179w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Im-Strandkorb-Kolberg-1944-768x1287.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Im-Strandkorb-Kolberg-1944-251x420.jpg 251w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Im-Strandkorb-Kolberg-1944-696x1167.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Im-Strandkorb-Kolberg-1944.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 611px) 100vw, 611px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Strandkorb, Kolberg 1944</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wieder zurück in Flensburg</h2>



<p>Zu Fuß machten sich Mutter und die Kinder vom Bahnhof Weiche auf zur Wohnung der Oma in der Katharinenstraße, wo sie vorerst unterkamen. Ihre letzte Wohnung in Flensburg-Mürwik war natürlich nicht mehr frei, dort wohnten mittlerweile andere Bürger zur Miete. Doch die Scheuchs sollten erneut Glück haben: „Unsere „alte“ Wohnung wurde ziemlich bald wieder frei, und wir durften einen Teil der Wohnung übernehmen“, staunt Gisela noch heute über die damaligen günstigen Umstände. Schließlich war es in jenen Tagen nicht gerade einfach, in der Stadt Flensburg, die voller Flüchtlinge war und aus allen Nähten platzte, unterzukommen. „Wir hatten reichlich Platz in der Mürwiker Straße, die Wohnung hatte immerhin 3,5 Zimmer und eine zusätzliche unbeheizte Schlafkammer. Als Grundbedingung für den Wiedereinzug mussten wir aber in unserer einstigen Wohnung zusätzliche Flüchtlinge mit aufnehmen.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="885" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Bruder-Kalle-mit-Putzi-1947.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85951" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Bruder-Kalle-mit-Putzi-1947.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Bruder-Kalle-mit-Putzi-1947-271x300.jpg 271w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Bruder-Kalle-mit-Putzi-1947-768x850.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Bruder-Kalle-mit-Putzi-1947-380x420.jpg 380w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Bruder-Kalle-mit-Putzi-1947-696x770.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bruder Kalle mit Putzi, 1947</figcaption></figure></div>


<p>Für Gisela stand ein erneuter Schulwechsel an. Hatte sie noch in Kolberg ein Schuljahr lang das dortige Gymnasium besucht, so kam sie in Flensburg nun aufs „Lyzeum“ im Südergraben, auch ein Gymnasium. „Dort gefiel es mir allerdings überhaupt nicht, und ich war sehr froh, dass meine Eltern mich schon bald ummeldeten: Ich kam nun auf die Duborg-Skolen (eine Mittelschule), die ich von 1947 bis 1950 besuchte. Für mich war es gut, dass es an den dänischen Schulen damals für alle Schüler und Schülerinnen jeden Morgen ein Frühstück gab. Ich war in jenen Jahren ein sehr mageres Kind, beinahe unterernährt, und zur Freude meiner Eltern und meiner Oma wurde ich so allmählich wieder aufgepäppelt. Überhaupt gefiel es mir an der dänischen Schule bestens, ich hatte nette Mitschüler, gute und freundliche Lehrer, und so wurde ich auch eine gute Schülerin und schaffte im Jahr 1950 meinen Mittelschul-Abschluss mit einem sehr guten Abgangszeugnis“, denkt sie gern an ihre Schulzeit zurück.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="818" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-mit-20-1953_Vorwort.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85956" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-mit-20-1953_Vorwort.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-mit-20-1953_Vorwort-293x300.jpg 293w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-mit-20-1953_Vorwort-768x785.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-mit-20-1953_Vorwort-411x420.jpg 411w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-mit-20-1953_Vorwort-696x712.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-mit-20-1953_Vorwort-356x364.jpg 356w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gisela mit 20 Jahren, 1953</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Start ins Erwachsenenleben</h2>



<p>Mit dem Mittelschul-Abschluss in der Tasche bewarb Gislea Mikolajewicz sich bei einigen Flensburger Firmen um eine Lehrstelle. Sie wurde schließlich angenommen von der Firma „Anthon &amp; Söhne“, einer hiesigen Maschinenbau-Firma mit damaligem Sitz in der Friesischen Straße. „Dort absolvierte ich eine dreijährige Lehre zum Industriekaufmann“, erzählt mir meine Gesprächspartnerin. „Ich habe dort viel gelernt, aber auch viel gearbeitet“, weiß sie zu berichten. „Lehrjahre waren damals keine Herrenjahre, wie es so schön heißt. Ich hatte eine 48-Stunden-Woche, verdiente im ersten Lehrjahr 45 Mark, zum Ende der Lehrzeit jedoch bereits 75 Mark im Monat. Viermal täglich legte ich die Strecke von Mürwik in die Friesische Straße bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad zurück, morgens und nachmittags hin, zur Mittagspause und abends zurück. Das war für mich ein gutes Training, denn ich war in meiner Freizeit begeisterte Turnerin beim Turnklub Mürwik, ging regelmäßig zum Turnen in die Sporthalle an der Reitbahn und später in der Marinesportschule.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="616" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Feldhandball_2.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85953" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Feldhandball_2.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Feldhandball_2-300x231.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Feldhandball_2-768x591.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Feldhandball_2-545x420.jpg 545w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Feldhandball_2-696x536.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Feldhandball-Länderspiel auf dem Eckener Platz, 1951</figcaption></figure></div>


<p>Nach der Lehre wechselte Gisela den Arbeitgeber. „Ich bekam eine Anstellung bei der Flensburger Werft als Industriekaufmann. Inzwischen hatte ich Gerd Mikolajewicz kennengelernt, bald „gingen“ wir beide miteinander, wie es früher hieß. Wir waren jung und frisch verliebt, hätten gern eine gemeinsame Wohnung bezogen. Über den Arbeitgeber von meinem Gerd bestand die Möglichkeit, eine Werkswohnung zu bekommen. Doch um einen Anspruch auf die begehrte Werkswohnung zu haben, musste man verheiratet sein. So heirateten wir kurzentschlossen im Jahr 1955 und erhielten kurz darauf die ersehnte Werkswohnung in der Möwenstraße, einer Nebenstraße der Harrisleer Straße, nahe dem Schwarzenbachtal. Im Jahr 1958 kündigte sich bei uns Nachwuchs an, unser erster Sohn wurde schließlich geboren, wir waren jetzt eine kleine Familie.“&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine sportbegeisterte Familie</h2>



<p>Gisela und auch ihr Ehemann waren von Jugend an begeisterte Handballer, gingen beide in diesem Sport förmlich auf. Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre war Handball sehr beliebt in Flensburg. Neben dem einstigen Feldhandball wurde bald vermehrt auch Hallenhandball gespielt. Die Männer des FTB waren seinerzeit sehr erfolgreich, sie hatten mit Siegfried Perrey und Bernd Kuchenbecker auch zwei überregional bekannte Handballer in ihrer Mannschaft. „Wir Mädchen schwärmten für die Spieler, insbesondere Bernd Kuchenbecker himmelten viele von uns an“, schmunzelt Gisela in Erinnerung an ihre Spielzeit ebendort. „Das tollste Spiel durfte ich als 19jährige mit meiner Jung-Mädchenmannschaft sogar in der Kieler Ostseehalle spielen. Wir bestritten dort das Vorspiel vor den Männern, die anschließend gegen den THW Kiel spielten.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="728" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Ehepaar-Mikolajewicz-1980.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85952" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Ehepaar-Mikolajewicz-1980.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Ehepaar-Mikolajewicz-1980-300x273.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Ehepaar-Mikolajewicz-1980-768x699.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Ehepaar-Mikolajewicz-1980-462x420.jpg 462w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Ehepaar-Mikolajewicz-1980-696x633.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehepaar Mikolajewicz, 1980</figcaption></figure></div>


<p>Gisela spielte damals für den Verein „Sportfreunde Flensburg“. Die Handball-Abteilung des Flensburger TB war von 1950 bis 1954 als „Sportfreunde Flensburg“ ein eigenständiger Verein!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Mutter und Hausfrau</h2>



<p>„Wie es damals allgemein üblich war, blieb ich nach der Geburt unseres Sohnes fortan zu Hause, war jetzt fürsorgende Mutter und Hausfrau. Das wollte mein Ehemann auch so: „Du hast ja schließlich mich“ sagte er.“ In den ersten Jahren war Gisela auch mit den anstehenden häuslichen Pflichten ausgelastet, zumal sich in 1968 ein zweiter Sohn dazugesellte. Die Familie zog nach einigen Jahren wieder um vom Westufer nach Jürgensby, fand eine ansprechende Wohnung nahe dem St.-Jürgen-Platz. Ende der 60er Jahre war die Familienplanung bei den Mikolajewicz endgültig abgeschlossen, nun stand für die Familie allerdings ein großes und bedeutsames Projekt an: der Bau eines Eigenheims im aufwachsenden Stadtteil Mürwik.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p>„Im Jahre 1969 war unser eigenes Haus dann bezugsfertig, wir zogen erneut um, diesmal in unser eigenes Reich. Und es kam wie erhofft: Wir fühlten uns ab dem ersten Augenblick im Birkenhof zu Hause“, denkt Gisela gern an jene Anfangsjahre zurück. „Heute wohne ich immer noch beziehungsweise schon wieder hier in unseren eigenen vier Wänden und habe es nie bereut hier zu wohnen und zu leben.“ Die Söhne wuchsen heran, gingen erst zur Grundschule und später aufs Gymnasium, machten beide ihr Abitur und fanden anschließend ihren eigenen Weg ins Leben. Beide Jungen waren von klein an wie die Eltern begeisterte Handballer, die ganze Familie ging auch gern zum Zuschauen in die Hallen der Region. „Gern hätte auch ich, wie meine beiden Geschwister und unsere Söhne, das Abitur gemacht. Doch meine Jungs trösteten mich über dieses vermeintliche Versäumnis hinweg, schlugen mir sogar vor, doch einfach als Gasthörerin einzelne Studiengänge an der Flensburger PH zu belegen – was ich sehr zu meiner Freude später auch in die Tat umsetzte. So hörte ich Deutsche Geschichte, Literatur und Dänisch und war begeisterte „Studentin“. Ich fand so immer mehr Gefallen an öffentlichen und allgemein zugänglichen Bildungsstätten und fing einige Zeit später an, erste Kurse an der hiesigen Volkshochschule zu besuchen und zu belegen.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="874" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Harald-Kellermann.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85958" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Harald-Kellermann.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Harald-Kellermann-275x300.jpg 275w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Harald-Kellermann-768x839.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Harald-Kellermann-384x420.jpg 384w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Harald-Kellermann-696x760.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Harald Kellermann</figcaption></figure></div>


<p>Im März 1992 verstarb dann plötzlich und unerwartet ihr Ehemann. Die Söhne waren zu dem Zeitpunkt längst erwachsen und hatten das Elternhaus verlassen, standen schon auf eigenen Füßen. Um den Verlust des Ehepartners besser verarbeiten zu können, intensivierte Gisela Mikolajewicz ihre Aufenthalte in der VHS, zudem nahm sie seit Jahren schon im Flensburger Stadion an den dort stattfindenden Sportabzeichen-Abnahmen teil. „Schon als meine Jungs heranwuchsen, war ich regelmäßig mit ihnen zum Laufen, Springen und Werfen im Flensburger Stadion, später übernahm ich sogar selbst die Abnahme der Sportabzeichen bei anderen Teilnehmern“, lässt Gisela durchblicken, dass sie schon immer eine begeisterte vielseitige Sportlerin war und ist. Einmal jährlich gab es als offizielles „Dankeschön“ für alle Sportabzeichen-Prüfer ein gemeinsames Essen in Glücksburg-Schwennauhof, das der LSV Schleswig-Holstein veranstaltete.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Karriere an der Volkshochschule</h2>



<p>Gisela Mikolajewicz war mittlerweile zum Stammgast an der VHS Flensburg geworden. Insbesondere interessierten sie jene Kurse, deren Inhalte sich speziell um Flensburg, die Stadtgeschichte und die angrenzende Region drehten.</p>



<p>„Eines Tages fiel eine langjährige Dozentin der Kursreihe „Flensburg zum Kennenlernen“ krankheitsbedingt aus. Bald kam die Leitung der VHS auf mich zu und fragte mich, ob ich es mir vorstellen könnte, den entsprechenden Dozentenplatz vorübergehend zu übernehmen. So war ich plötzlich von einer Hörerin zur Dozentin aufgerückt. Schnell merkte ich, dass der Posten für mich maßgeschneidert war, ich kniete mich mit großer Begeisterung in die neue Aufgabe rein und übte diese Position über viele Jahre aus!“&nbsp;</p>



<p>Ihr Engagement an der VHS sollte zu einer ständigen Einrichtung werden und wurde von ihr noch ausgeweitet. Nach einigen Jahren gründete die umtriebige Witwe sogar einen VHS-Reiseclub! „Diese Einrichtung kam bei den Flensburgern „bombig“ an, der Zuspruch übertraf meine anfänglichen Erwartungen bei Weitem“, schmunzelt die Seniorin. „Es dauerte gar nicht lange, da waren wir oft mit bis zu 50 Teilnehmern auf diesen Tagestouren in ganz Schleswig-Holstein mit Reisebussen unterwegs. Die Touren waren regelmäßig ausgebucht, oft standen noch zusätzlich bis zu 25 weitere Personen auf der Warteliste.“ Immerhin gute zehn Jahre lang, von 2002 bis 2012, war Gisela als Reiseleiterin einmal im Monat auf Achse.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="554" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85950" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-300x208.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-768x532.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-606x420.jpg 606w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-696x482.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als stolze Oma, 2000</figcaption></figure></div>


<p>Im Rahmen ihrer Tätigkeiten in der Volkshochschule lernte sie eines Tages Harald Kellermann kennen. Der war seinerzeit auch Single und teilte Giselas Interessen. Bald wurde die Verbindung zu ihm immer intensiver, sie wurden schließlich Partner. „Harald hatte im nahegelegenen Wees ein großes Einfamilienhaus. Wir zogen nach einigen gemeinsamen Jahren im Jahr 2002 zusammen. Wir verlebten viele abwechslungsreiche und schöne Jahre, Harald unterstützte mich immer bei all meinen vielen Aktivitäten. Ich blieb dort in Wees wohnen, bis Harald leider krank wurde, schließlich sogar in ein Pflegeheim musste. Bis zu seinem Tod blieben wir eng verbunden, ich besuchte ihn regelmäßig am Krankenbett und im Pflegeheim, bis er verstarb.“&nbsp; Lange Jahre besaß Gisela ein Sommerhäuschen in Norgaardholz an der Ostseeküste. „So hatten wir den Sommer über immer eine feste Anlaufstelle. Überhaupt war die ganze Familie seit jeher bei jeder Gelegenheit am Strand, in den 30er Jahren sonnten und badeten wir in Klein-Westerland (heute ist dort das Klärwerk angesiedelt), in Kolberg an der unendlich langen und feinsandigen Ostseeküste, später in Flensburg mal am Ostseebad, aber auch gegenüber an der Solitüde“, erinnert sich meine Gesprächspartnerin gern an jene schönen Zeiten und Sommertage.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-Stadtfuehrerin-im-Einsatz-2011-768x1024.jpeg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85949" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-Stadtfuehrerin-im-Einsatz-2011-768x1024.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-Stadtfuehrerin-im-Einsatz-2011-225x300.jpeg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-Stadtfuehrerin-im-Einsatz-2011-315x420.jpeg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-Stadtfuehrerin-im-Einsatz-2011-696x928.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-Stadtfuehrerin-im-Einsatz-2011.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Stadtführerin&#8230;</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Sie wird zur stadtbekannten Flensburgerin</h2>



<p>Neben den VHS-Kursen sowie den Reisetätigkeiten wurde Gisela in Flensburg als Stadtführerin aktiv und durch diese Tätigkeiten bald stadtbekannt. Sie durfte sogar als Zivilistin regelmäßig Stadtführungen durch die Marineschule veranstalten. Das war nicht gerade selbstverständlich, war sie mit ihrer Gruppe von Teilnehmern in jener historischen Liegenschaft ja auf dem Gelände einer militärischen Sicherheitszone unterwegs.</p>



<p>Im Jahr 2001 veröffentlichte sie sogar ein eigenes Buch: „Erinnerungen an Flensburg – wie es einmal war“. Das Buch ist längst ausverkauft – für Interessierte ist es leider nur noch im Antiquariat erhältlich. Im Zuge ihrer vielen Aktivitäten lernte unsere Gesprächspartnerin Frau Dr. Glüsing kennen, die frühere Leiterin des Flensburger Schifffahrtsmuseums.&nbsp;</p>



<p>„Frau Dr. Glüsing bat mich bald darauf, doch auch einige Führungen durch das Schifffahrtsmuseum zu übernehmen, daneben auch ebendort Vorträge über die abwechslungsreiche Flensburger Stadtgeschichte zu halten.“ Dazu fand sich Gisela schnell bereit, war nun auch in unserem geschätzten Schifffahrtsmuseum aktiv. Gerade in den ersten Jahren nach dem Millenniumswechsel bis etwa zur Mitte des letzten Jahrzehnts war Gisela Mikolajewicz beinahe überall in der Stadt bei Führungen anzutreffen, war regelmäßig im Schifffahrtsmuseum zu Hause und verbreitete durch die engagierte und kurzweilige Art ihrer Vorträge bei den Zuhörern viel Spaß, Lust und auch Interesse an der Flensburger Stadtgeschichte und dem Leben hier im hohen Norden. Ihr Wirken und Schaffen blieben schließlich auch in der Flensburger Öffentlichkeit nicht unbemerkt. Die hiesige Tageszeitung nahm sie sogar in die Liste der „Menschen des Jahres“ für das Jahr 2013 auf – da war sie immerhin schon 80 Jahre alt, trotz dieser stolzen Jahreszahl jedoch immer noch geistig und körperlich „fit wie ein Turnschuh“ – wie es im Volksmund heißt.&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-kennt-ihr-Flensburg-bestens-2011-768x1024.jpeg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85955" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-kennt-ihr-Flensburg-bestens-2011-768x1024.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-kennt-ihr-Flensburg-bestens-2011-225x300.jpeg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-kennt-ihr-Flensburg-bestens-2011-315x420.jpeg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-kennt-ihr-Flensburg-bestens-2011-696x928.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Gisela-kennt-ihr-Flensburg-bestens-2011.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;kennt Gisela ihr Flensburg bestens</figcaption></figure></div>


<p>„Gerade diese Tätigkeiten waren für mich in all den Jahren mein Lebenselixier, zusätzlich auch eine schöne Abwechslung und echte Lebensqualität“, sagt sie augenzwinkernd. „Nicht nur regelmäßig den Haushalt und den Garten instand zu halten ist wichtig – auch die geistige Tätigkeit hält einen jung, für mich ist das richtiges Gehirnjogging.“ Ihr bedeutete der Kontakt und der Austausch mit anderen und interessierten Menschen immer sehr viel. Die Stadtführungen und die vielen Gespräche waren dabei stets wechselseitig befruchtend. „Man ist dabei nicht nur die Gebende, sondern bekommt auch von den Zuhörern etwas zurück. Das machte mich stets glücklich und zufrieden.“</p>



<p>Eine lustige Geschichte hatte sie mit Beate Uhse erlebt. Weil Gisela oft auch abends im Dunkeln zu Fuß in Flensburg unterwegs war, belegte sie bei der örtlichen Polizei einen Selbstverteidigungs-Kurs speziell für Frauen. „Neben zahlreichen anderen Damen nahm auch die bekannte Beate Uhse daran teil, und sie wurde mir als Trainingspartnerin zugeteilt. Der Leiter des Kurses nahm mich vorher beiseite und bat mich: „Miko – tu mir einen Gefallen, nimm bitte Rücksicht auf Frau Uhse, du bist ja schließlich durchtrainiert und kräftig.“ Beate musste schmunzeln, als ich ihr davon erzählte. Überhaupt war sie ganz normal, bodenständig, bildete sich nichts auf ihre Bekanntheit ein“, lächelt Gisela, die früher von vielen einfach nur „Miko“ gerufen wurde.&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="554" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85950" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-300x208.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-768x532.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-606x420.jpg 606w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-696x482.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Als-stolze-Oma-2000-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als stolze Oma, 2000</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Im Ruhestand</h2>



<p>Seit gut fünf Jahren, seit 2020, wohnt Gisela Mikolajewicz wieder im eigenen Heim im Birkenhof. Viele Jahre war das Haus anderweitig vermietet, doch nach dem Tod des Partners sehnte sie sich wieder in die gewohnte Umgebung zurück. Als die langjährigen Mieter dann umzogen, ist sie wieder von Wees nach Mürwik zurückgezogen. „Ich wurde sehr schnell wieder heimisch – als ob ich nie weg gewesen war“, lächelt sie.</p>



<p>„Nun freue ich mich hier in meiner – allerdings oftmals viel zu großen – Wohnung darüber, dass ich noch einigermaßen gut beieinander bin, auch wenn ich das eine oder andere Zipperlein tapfer zu ertragen habe.“&nbsp;</p>



<p>Gisela Mikolajewicz hat immer noch regelmäßig etwas vor, die Söhne besuchen sie regelmäßig und rufen sie oft an, der mittlerweile 25jährige Enkel ist bei jeder Gelegenheit bei seiner Oma zu Besuch, auch wenn er inzwischen in Aarhus lebt.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="896" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Giselas-Flensburg-Buch-2001.jpg" alt="Gisela Mikolajewicz - „Sie verkörpert ein Jahrhundert Flensburg“" class="wp-image-85957" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Giselas-Flensburg-Buch-2001.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Giselas-Flensburg-Buch-2001-268x300.jpg 268w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Giselas-Flensburg-Buch-2001-768x860.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Giselas-Flensburg-Buch-2001-375x420.jpg 375w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/Giselas-Flensburg-Buch-2001-696x780.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ihr im Jahre 2001 veröffentlichtes Buch ist längst vergriffen</figcaption></figure></div>


<p>Vor einem Jahr – mit 92 Jahren – hat sie das Autofahren aufgegeben. „Das war wohl eine gute Idee“, denkt sie heute. „Dafür fahre ich jetzt regelmäßig mit dem Bus vom Kiefernweg zum Twedter Plack zum Einkaufen. Das nötige Deutschland-Ticket habe ich stets in der Manteltasche dabei, obwohl viele Busfahrer mich längst kennen und einfach reinwinken.“ Und sie ergänzt: „Ich gehe immer noch mit meinem Sohn regelmäßig zum Handball zur SG in die Campushalle. Zu Weihnachten haben mir übrigens meine Jungs zwei Tickets für die Europa League-Heimspiele geschenkt. Ob ich inzwischen wohl die älteste Zuschauerin in der „Hölle Nord“ bin?“, lacht sie zum Schluss unseres Gespräches.</p>



<p><em>Mit Frau Mikolajewicz sprach Peter Feuerschütz<br>Fotos: privat  </em></p>
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		<title>Günther Klein – Flensburg stets im Herzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 23:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Straßen und Stadtteile]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir treffen uns zum vereinbarten Gespräch vor den Räumlichkeiten der Segler-Vereinigung Flensburg in Fahrens­odde an der Flensburger Förde. Da das Vereinslokal „Fördeblick“ morgens um 10 Uhr noch geschlossen hat, wechseln wir kurzerhand zum Schnacken auf die vereinseigene Segeljacht mit dem bezeichnenden Namen „Flens“. „Ich bin überzeugter Flensburg-Heimkehrer“, versichert mir mein Gegenüber, der gebürtige „Flensburger Jung“ [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/guenther-klein-flensburg-stets-im-herzen/">Günther Klein – Flensburg stets im Herzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Wir treffen uns zum vereinbarten Gespräch vor den Räumlichkeiten der Segler-Vereinigung Flensburg in Fahrens­odde an der Flensburger Förde. Da das Vereinslokal „Fördeblick“ morgens um 10 Uhr noch geschlossen hat, wechseln wir kurzerhand zum Schnacken auf die vereinseigene Segeljacht mit dem bezeichnenden Namen „Flens“. „Ich bin überzeugter Flensburg-Heimkehrer“, versichert mir mein Gegenüber, der gebürtige „Flensburger Jung“ Günther Klein. Der hat von einem höchst bemerkenswerten Lebenslauf zu erzählen, und nach kurzer Begrüßungsphase, nachdem wir es uns in der Kajüte der „Flens“ gemütlich gemacht haben, gehen wir auch schon in „medias res“.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_025-683x1024.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85644" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_025-683x1024.jpg 683w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_025-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_025-768x1152.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_025-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_025-696x1044.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_025.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Eine schöne Kindheit und Jugend auf der Westlichen Höhe</h2>



<p>„Ich bin eine geborene Waage, bin am 28. September 1956 in Flensburg geboren. Wir wohnten im damals ersten „echten“ Hochhaus Flensburgs, in der Mathildenstraße 22“, erinnert sich Günther noch genau an seine ersten Lebensjahre. Das Gebäude, einen gelben, 10-stöckigen Ziegelbau, gibt es längst nicht mehr, dort befindet sich heute das AWO-Servicehaus Friesischer Berg. „Unser Hochhaus war weithin sichtbar, eine Art Leuchtturm auf dem Friesischen Berg. Eine große, muntere Kinderschar, heute nennt man sie „die Boomer“, war seinerzeit dort zuhause. Fröhlich bespielte man das Umfeld, besonders gerne die großzügige Rasenfläche rund um das Hochhaus – bis der Hausmeister dem regen Treiben auf seinem kostbaren Rasen immer mal wieder ein lautstarkes Ende setzte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="715" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Flensburg-Unser-Hochhaus-715x1024.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85656" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Flensburg-Unser-Hochhaus-715x1024.jpg 715w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Flensburg-Unser-Hochhaus-209x300.jpg 209w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Flensburg-Unser-Hochhaus-768x1100.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Flensburg-Unser-Hochhaus-293x420.jpg 293w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Flensburg-Unser-Hochhaus-696x997.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Flensburg-Unser-Hochhaus.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 715px) 100vw, 715px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Hochhaus in der Mathildenstraße</figcaption></figure></div>


<p>Meine Eltern waren sehr liebevoll und fürsorglich zu uns beiden Söhnen – ich habe noch einen älteren Bruder, Robert. Der Altersunterschied von zweieinhalb Jahren war ideal: Einerseits hat er als der Ältere immer ein bisschen auf mich aufgepasst, andererseits konnte ich ihn auch gelegentlich erfolgreich ärgern, denn ich war der frechere und immer ein bisschen schneller als er.</p>



<p>Unser Vater Christian arbeitete als Steuerrat im Finanzamt, ging täglich zu Fuß zum Dienst, kam pünktlich mittags zum Essen nach Hause, legte sich dann eine halbe Stunde aufs Sofa, bevor er wieder zurück ins Amt marschierte – eine entspannte Routine, die typisch war für ein ausgeglichenes Familienleben der 60er Jahre. Unsere Mutter „Irmi“ war sowohl Hausfrau und Mutter als auch wochenweise als Buchhalterin bei der Firma Friedrich Warnke Eisen- und Sanitärhandel beschäftigt. Heute ist die Firma sogar noch überregional in Erinnerung durch die erfolgreichen „Werner-Comics“ des Zeichners Brösel. Unsere jährlichen Familienurlaube verbrachten wir gerne im dänischen Skallerup, in der Nähe von Hirtshals, an der Nordsee, die normalen Wochenenden dagegen sehr häufig in Vemmingbund, der Bucht unterhalb der geschichtsträchtigen Düppeler Schanzen, direkt gegenüber dem dänischen Sonderburg.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="937" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Vater-und-Bruder-in-Vemmingbund.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85664" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Vater-und-Bruder-in-Vemmingbund.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Vater-und-Bruder-in-Vemmingbund-256x300.jpg 256w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Vater-und-Bruder-in-Vemmingbund-768x900.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Vater-und-Bruder-in-Vemmingbund-359x420.jpg 359w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Vater-und-Bruder-in-Vemmingbund-696x815.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Vater und Bruder in Vemmingbund</figcaption></figure></div>


<p>Günther wurde in die Nikolaischule auf dem Museumsberg eingeschult (heute das Hans-Christiansen-Haus) und wechselte dann nach vier Jahren aufs Gymnasium. Kurz vor dem Schulwechsel aufs ehrwürdige Gymnasium bekam er schon im zarten Alter von zehn Jahren eine gebrauchte 8-mm-Filmkamera geschenkt. Denn das war sein sehnsüchtiger, damals durchaus ungewöhnlicher Weihnachtswunsch, den die Eltern ihm aber nach intensiver Suche in Hamburger Fotogeschäften tatsächlich erfüllten.</p>



<p>Das Filmemachen wurde nun sehr schnell zu seiner Passion, die ihn durch sein späteres Leben begleiten sollte. Und auch die Eltern und der Bruder bereuten den Kauf nicht, der für Günthers Lebensweg so entscheidend war. Auch wenn sie von nun an regelmäßig als „filmisches Hilfspersonal“ herhalten mussten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="684" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Als-14-jaehriger-mit-Kamera-in-Daenemark-684x1024.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85647" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Als-14-jaehriger-mit-Kamera-in-Daenemark-684x1024.jpg 684w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Als-14-jaehriger-mit-Kamera-in-Daenemark-201x300.jpg 201w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Als-14-jaehriger-mit-Kamera-in-Daenemark-768x1149.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Als-14-jaehriger-mit-Kamera-in-Daenemark-281x420.jpg 281w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Als-14-jaehriger-mit-Kamera-in-Daenemark-696x1041.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Als-14-jaehriger-mit-Kamera-in-Daenemark.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 684px) 100vw, 684px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als 14-jähriger mit Kamera in Dänemark</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Das sportliche Hobby Segeln</h2>



<p>Günthers Vater war schon seit seinen Jugendjahren begeisterter Wassersportler und Mitglied im SVF, der Segler-Vereinigung Flensburg, die damals noch am Ballastkai lokalisiert war. Er war – nicht zuletzt wegen seines beruflichen Hintergrunds – jahrzehntelang im Vereinsvorstand als geschätzter Kassenwart aktiv. „Bi Krischan, dor währ immer allens schier“, erinnern noch heute alteingesessene Vereinsmitglieder. Und so hört es gelegentlich noch Günther, der die Liebe zum Wassersport schon als kleiner Steppke geerbt hat, zunächst als Kapitän eines hübschen, knallroten Gummiboots. „Noch mit über 95 besuchte Vater regelmäßig „seinen“ Verein. Ich führe jetzt die Tradition weiter und bin im Verein aktiv, aktuell als Bootspate der „Flens“. Dazu später mehr …</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="633" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/1969-Die-Quarta-des-Alten-Gyms.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85642" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/1969-Die-Quarta-des-Alten-Gyms.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/1969-Die-Quarta-des-Alten-Gyms-300x237.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/1969-Die-Quarta-des-Alten-Gyms-768x608.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/1969-Die-Quarta-des-Alten-Gyms-531x420.jpg 531w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/1969-Die-Quarta-des-Alten-Gyms-696x551.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">1969 Die Quarta des Alten Gyms</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Als Gymnasiast mit der Kamera unterwegs</h2>



<p>„Die Schuljahre am „Alten Gym“ waren kein Zuckerschlecken für uns Schüler. Wir wurden von den Lehrern auf hohem Niveau gefordert, insbesondere im altsprachlichen Zweig, dem ich angehörte. Der hatte es mit dem Büffeln von lateinischer Grammatik und Alt-Griechisch durchaus in sich.“</p>



<p>Alt-Griechisch, die Sprache der bedeutenden frühen Philosophen des Abendlands, gilt als noch schwerer zu erlernen als Latein, das ebenfalls eine prägende Rolle in der Entwicklung der europäischen Kultur spielte. Der Unterricht in den alten Sprachen vermittelte aber nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch Einblicke in die Philosophie und die Geschichte der Antike. „Das hat mich schon früh geprägt, ohne dass es mir damals wirklich bewusst wurde. Damals war ich von der Lernerei eher genervt, vor allem vom Vokabel-Pauken“, erinnert sich mein Gesprächspartner lächelnd. „Doch die Schulzeit wurde uns durch mehrere Klassenfahrten in den jeweiligen Altersstufen Unter-, Mittel- und Oberstufe versüßt, auf denen ich stets mit meiner Kamera die Reisen filmisch dokumentierte – anfangs noch mit der alten, federwerksbetriebenen Normal8-Kamera, später auf „Super8“, und dann sogar mit Ton!“ </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="709" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Der-Hobie-16-wird-klargemacht.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85651" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Der-Hobie-16-wird-klargemacht.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Der-Hobie-16-wird-klargemacht-300x266.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Der-Hobie-16-wird-klargemacht-768x681.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Der-Hobie-16-wird-klargemacht-474x420.jpg 474w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Der-Hobie-16-wird-klargemacht-696x617.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Hobie 16 wird klargemacht</figcaption></figure></div>


<p>Im Jahr 1975 bestand Günther das Abitur – das Ende September 2025 anstehende 50jährige „Abi-Jubiläum“ organisierten er und ein paar ehemalige Flensburger Mitschüler in einem hiesigen Restaurant. „War schon sehr interessant zu sehen, was 50 vergangene Jahre so anrichten. Ich war froh und glücklich, die einstigen Mitschüler wiederzusehen. Trotz äußerlicher Veränderungen kamen wir sofort wieder in gute Gespräche und schwelgten natürlich in Erinnerungen an die damaligen Pennäler-Zeiten!“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Studienjahre</h2>



<p>Noch zu Schulzeiten hatte Günther am „Alten Gym“ einen Filmclub ins Leben gerufen, hatte selbst schon Anfang 1972 mit viel Engagement den Dreh eines Dokumentarfilms über den „Salondampfer Alexandra“ begonnen. „Das wurde dann aber am Ende weniger eine Dokumentation als vielmehr ein „Experimentalfilm“, lächelt Günther. „Rasant und wild-geschnitten nach dynamischer Musik, dem Klavierkonzert in F-Dur von George Gershwin. Sozusagen ein früher Videoclip. Und eine echte Initialzündung für meine weitere Entwicklung.“ So war sein Werdegang früh vorgezeichnet: Er wollte beruflich nach erfolgtem Abitur unbedingt Filmregisseur werden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="564" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-grosser-Tauchfahrt-rechts-Arved-Fuchs.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85649" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-grosser-Tauchfahrt-rechts-Arved-Fuchs.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-grosser-Tauchfahrt-rechts-Arved-Fuchs-300x212.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-grosser-Tauchfahrt-rechts-Arved-Fuchs-768x541.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-grosser-Tauchfahrt-rechts-Arved-Fuchs-596x420.jpg 596w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-grosser-Tauchfahrt-rechts-Arved-Fuchs-696x491.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-grosser-Tauchfahrt-rechts-Arved-Fuchs-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf großer Tauchfahrt, rechts Arved Fuchs</figcaption></figure></div>


<p>Allerdings bremste ihn noch vor dem Schulabschluss ein schwerer Unfall aus. In der Straße „Schützenkuhle“ war er als Beifahrer auf einem Kraftrad unterwegs, als am Rosenmontag 1972 der betrunkene Fahrer eines entgegenkommenden Wagens die Kontrolle über sein Gefährt verlor und Günther mitsamt seines Freundes Stefan Koch durch die Luft schleuderte. „Ich erlitt einen komplizierten, mehrfachen Oberschenkelbruch sowie üble Kopfverletzungen – der Helm verhinderte zu meinem Glück Schlimmstes. Immerhin benötigte ich etwa zwei anstrengende Jahre, um die Unfallfolgen zu überwinden. In jenen Jahren lernte ich das Spazierengehen zu schätzen, dankbar, es überhaupt wieder zu können.“</p>



<p>Gleich nach dem Abitur bewarb sich Günther an der Filmhochschule in München, damals noch mit Gehstock. „Ich wurde nach München eingeladen und mein eingereichter Bewerbungsfilm, jener „Experimentalfilm“ über die Alexandra, fand erstaunlich viel Beifall. Aufgrund meiner erst 18 Jahre wurde mir aber empfohlen vor der zugesagten Aufnahme in die Filmhochschule noch ein bis zwei Jahre „zu hospitieren“. Nun, aufgrund meiner schulischen Neigung zu Geisteswissenschaften und Kunst begann ich gleich „nebenan“, an der Ludwig-Maximilian-Universität, Vorlesungen in Evangelischer Theologie, Kunstgeschichte, und Theaterwissenschaft zu belegen.“</p>



<p>Und Günther findet Geschmack an dem facettenreichen Hochschulstudium. Und an dem studentischen Betrieb in einer netten WG, die eine 85-jährige, ehemalige Opernsängerin in ihrer großen Etagenwohnung in der Prinzregentenstraße eingerichtet hat. „Für ein Jahr wechselte ich sogar zwischenzeitlich nach Wien, um mein kunstgeschichtliches Wissen zu vertiefen. Mitte der 70er und Anfang der 80er Jahre war die Situation unter den Studenten ja völlig anders als heute: Wir haben uns kaum gefragt, wo und wie wir später einmal unser Geld verdienen sollten. Uns bewegten vielmehr „die großen Fragen des Lebens“, über die wir in endlosen Diskussionen kreisten. Meistens bei gutem Bier in München und süffigem Wein in Wien. Eine wirklich schöne, sehr freiheitliche Zeit war das, ohne allzu großen Druck. Das war wahrscheinlich die beste Epoche für Studenten in den letzten hundert Jahren“, ist sich Günther ziemlich sicher.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="571" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Chruschtschow-junior.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85660" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Chruschtschow-junior.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Chruschtschow-junior-300x214.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Chruschtschow-junior-768x548.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Chruschtschow-junior-588x420.jpg 588w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Chruschtschow-junior-696x497.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Chruschtschow-junior-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Chruschtschow junior</figcaption></figure></div>


<p>Nach dem abgeschlossenen Theologiestudium belegte er in Mainz schließlich noch als drittes Studium den Aufbaustudiengang „Journalistik“ „Da wurde wieder meine alte Leidenschaft für den Dokumentarfilm lebendig“, resümiert Günther. „Ich sah mich immer noch als Filmemacher – und eigentlich nicht als Pfarrer.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sein Start ins Leben als Filmemacher</h2>



<p>Im Zuge der empfohlenen Hospitanz kam noch zu Münchner Zeiten ein ganz anderer, fruchtbarer Kontakt zustande. „Ich habe gelegentlich für den Bayerischen Rundfunk kleine Filmchen gemacht, auch der täglichen Brötchen wegen. Kurze Einspieler für die „Abendschau“, die allabendlich im „Dritten“ lief. Die Redaktion war ganz zufrieden mit meinen bescheidenen Werken. Und auch mit mir, diesem in Bayernland etwas fremd anmutenden, norddeutschen Theologiestudenten, der aber offenbar etwas vom Filmen verstand und mit Kameraleuten, Cuttern und Redakteuren ganz gut zurecht kam.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="524" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausschiffung-vor-Kap-Hoorn.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85650" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausschiffung-vor-Kap-Hoorn.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausschiffung-vor-Kap-Hoorn-300x197.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausschiffung-vor-Kap-Hoorn-768x503.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausschiffung-vor-Kap-Hoorn-641x420.jpg 641w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausschiffung-vor-Kap-Hoorn-696x456.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Ausschiffung-vor-Kap-Hoorn-741x486.jpg 741w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ausschiffung vor Kap Hoorn</figcaption></figure></div>


<p>Mein zweites „nebenberufliches“ Standbein hatte mit alldem jedoch weniger zu tun: Ich hatte inzwischen den Führerschein der Klasse 2 bestanden, fuhr für eine Münchner Baufirma immer mal wieder Betonmischer und war so auch am Bau von mehreren Münchener U-Bahnstationen beteiligt. Es machte jedenfalls immer Eindruck, wenn ich gelegentlich zum Frühstück bei Freunden und vor allem Freundinnen mit dem Betonmischer vorfuhr. Und dann habe ich auch noch bei den Museumslichtspielen beim Deutschen Museum als Filmvorführer gejobbt, denn Filme-SEHEN war ja auch meine große Leidenschaft“, schildert Günther seine sehr umtriebige Studentenzeit in der bayrischen Metropole.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Goethe-Film-Hoppe-und-Weisbach.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85657" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Goethe-Film-Hoppe-und-Weisbach.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Goethe-Film-Hoppe-und-Weisbach-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Goethe-Film-Hoppe-und-Weisbach-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Goethe-Film-Hoppe-und-Weisbach-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Goethe-Film-Hoppe-und-Weisbach-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Goethe-Film-Hoppe-und-Weisbach-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Goethe-Film-Hoppe-und-Weisbach-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Goethe-Film Hoppe und Weisbach</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Jahre in Mainz</h2>



<p>Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Journalistik-Studium fand er eine erste Anstellung beim Südwestfunk-Fernsehen in Mainz. Bis 1990 war er dort als Redakteur, Autor und Regisseur tätig und durfte in dieser Zeit neben zahlreichen Kurzbeiträgen acht große Dokumentationen realisieren. Darunter den prämierten Film über jüdisches Leben im „Haus Mainz, Haifa“, die Zukunftsfiktion „Deutschland in 30 Jahren“ oder das historische Märchen „Der Hauptmann von Luxemburg“. Für sein kleines Fernsehspiel „Eifel“ gab es 1988 sogar eine Auszeichnung als „program of the year“ des Europäischen Filmpreises. Außerdem war er federführend für das Kirchenressort des SWF Mainz zuständig.</p>



<p>Mit Genehmigung seines Chefredakteurs konnte er für das ZDF zahlreiche 30-minütige Dokumentarfilme in der Reihe „Reisebilder aus der DDR“ realisieren, eine der ersten Reihen des bundesdeutschen Fernsehens, die in nicht immer konfliktfreier Kooperation mit der DEFA in Ostberlin entstanden. „Es waren Dreharbeiten, die sehr viel Fingerspitzengefühl erforderten“, erinnert sich Günther, damals gerade Anfang 30 und zunächst unvertraut mit dem Land, dessen System ihm absurd-fremd erschien. „Die Dokumentationen sollten das gemeinsame kulturelle Erbe und das Verbindende beider deutscher Staaten aufzeigen, ganz im Sinne von Willy Brandts Ost-Politik des erhofften „Wandels durch Annäherung“. Sozusagen geschichtliche Dokumentationen mit diplomatischem Anspruch.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreh-am-Nordpol.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85652" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreh-am-Nordpol.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreh-am-Nordpol-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreh-am-Nordpol-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreh-am-Nordpol-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreh-am-Nordpol-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreh-am-Nordpol-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreh-am-Nordpol-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dreh am Nordpol</figcaption></figure></div>


<p>Ein paar Jahre später, nach der Wende, realisierte Günther dann noch einen Dreiteiler über die „Politische Justiz in der DDR“. „Da habe ich dann noch die ganze Tragik dieses Unrechtsstaates in der direkten Begegnung mit Opfern und Tätern nacherleben können, oft emotional belastend.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umzug und beruflicher Wechsel nach Wiesbaden</h2>



<p>Im Jahr 1991 wechselte Günther Klein als Redaktionsleiter, verantwortlicher Produzent und Filmemacher zur IFAGE/Tellux-Filmproduktion in Wiesbaden. Unter seiner redaktionellen Leitung entstanden dort nicht nur ambitionierte Fernsehspiele und Spielserien („Schwarz greift ein“), populäre Magazinsendungen (ZDF-Gartenmagazin „Grün und Bunt“) und anspruchsvolle Doku-Reihen für die dritten ARD-Programme („Menschen, Länder, Abenteuer“, „Schätze der Welt“), sondern auch innovative internationale Doku-Dramen. Gemeinsam mit ZDF-Redakteuren entwickelte er für das Hauptprogramm am Sonntagabend ein „Bildungsprogramm“, das bis heute unter dem Label „Terra-X“ ein großes Publikum findet. Des Weiteren entstanden in jenen immerhin 16 Jahren in Wiesbaden zahlreiche Prime-Time-Produktionen, die auch international erfolgreich waren, wie etwa die vielbeachtete 13-teilige ARD-Millenniums-Reihe „2000 Jahre – Die ganze Geschichte des Christentums“, die 2001 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, oder die 21-teilige ZDF-Reihe „Imperium – Aufstieg und Fall großer Reiche“ mit dem renommierten Schauspieler Maximilian Schell.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="781" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreharbeiten-auf-polaren-Eisschollen-781x1024.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85653" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreharbeiten-auf-polaren-Eisschollen-781x1024.jpg 781w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreharbeiten-auf-polaren-Eisschollen-229x300.jpg 229w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreharbeiten-auf-polaren-Eisschollen-768x1007.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreharbeiten-auf-polaren-Eisschollen-320x420.jpg 320w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreharbeiten-auf-polaren-Eisschollen-696x913.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Dreharbeiten-auf-polaren-Eisschollen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 781px) 100vw, 781px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dreharbeiten auf polaren Eisschollen</figcaption></figure></div>


<p>In Wiesbaden wurde Günther auch privat heimisch, fand dort eine großzügige Altbauwohnung, die er nach und nach zu seinem Refugium ausbaute und im Laufe seiner beruflichen Karriere mit vielen Mitbringseln und Erinnerungsstücken ausstaffierte. „Mein Zuhause in Wiesbaden ist mittlerweile regelrecht zu einem Museum geworden. Deshalb ist es fast unmöglich, den dortigen Wohnsitz völlig aufzugeben“, stellt Günther klar, jedoch mit leichtem Augenzwinkern. „Allerdings ist auch das kulturelle Angebot in Wiesbaden mit seinem „Vorort“ Frankfurt natürlich sehr beeindruckend. Da kann Flensburg nicht so ganz mithalten“, resümiert mein Gegenüber, „auch wenn Flensburg seinen ganz eigenen, Seeluft-duftenden Charme ausstrahlt, der wiederum jeden großstädtischen „Binnenländer“ neidisch machen könnte. Der Rhein kann es jedenfalls nicht mit unserer schönen Ostsee aufnehmen“, ist Günther überzeugt. „Allerdings feiert man südlich von Flensburg auch ganz außergewöhnliche Feste, die ein echtes Nordlicht regelrecht erschüttern können, zum Beispiel die „Fassenacht“: ein&nbsp; lustiger, aber auch strenger Brauch, dem sich auch die Zugereisten nicht entziehen dürfen, wenn sie im Rheinland überleben wollen!“, schmunzelt Günther.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="565" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Maximilian-Schell-und-Kameramann.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85662" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Maximilian-Schell-und-Kameramann.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Maximilian-Schell-und-Kameramann-300x212.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Maximilian-Schell-und-Kameramann-768x542.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Maximilian-Schell-und-Kameramann-595x420.jpg 595w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Maximilian-Schell-und-Kameramann-696x492.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Maximilian-Schell-und-Kameramann-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Maximilian Schell und Kameramann</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Zusammenarbeit mit Arved Fuchs</h2>



<p>Ziemlich gegen Ende des vorherigen Jahrtausends entstand eine gedeihliche Zusammenarbeit mit Arved Fuchs, dem bekannten deutschen Polarforscher, Abenteurer und Buchautor. Im Zuge seiner Expedition „Arctic Passages“ im Jahr 1998 wurde ein Heißluftballon nach Spitzbergen geschafft und am historischen Ort der Aufstieg gewagt. „Der eiskalte Traum“ hieß der Film von Günther, mit dem in der ZDF-Reihe „Höllenfahrten“ dem tragischen Schicksal der Nordpol-Ballonfahrt von Salomon August Andrée genau hundert Jahre zuvor ein filmisches Denkmal gesetzt wurde. „Es war keineswegs ungefährlich, am Originalschauplatz auf schwankenden Eisschollen die Spielszenen zu drehen. Für die rumänischen Schauspieler, die in historischen Kostümen über das Eis rutschten, war es ihre erste Auslandsreise überhaupt!“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="689" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Vor-Rhodos-zu-Dreharbeiten-689x1024.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85667" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Vor-Rhodos-zu-Dreharbeiten-689x1024.jpg 689w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Vor-Rhodos-zu-Dreharbeiten-202x300.jpg 202w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Vor-Rhodos-zu-Dreharbeiten-768x1141.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Vor-Rhodos-zu-Dreharbeiten-283x420.jpg 283w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Vor-Rhodos-zu-Dreharbeiten-696x1034.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Vor-Rhodos-zu-Dreharbeiten.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 689px) 100vw, 689px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vor Rhodos zu Dreharbeiten</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Autor und Hochschuldozent</h2>



<p>Im September 2006 verließ Günther Klein die Ifage/Tellux-Gruppe, um neben seiner nun freieren Filmarbeit auch in der Lehre tätig zu werden. Er unterrichtete an der Hochschule Rhein-Main (Wiesbaden), gab dort sein Fachwissen weiter. Er vertrat die Professur „Film“ im Studiengang Kommunikationsdesign und war zudem Mentor der „Masterclass Non-Fiction“ an der Internationalen Filmschule Köln (IFS Köln). „Schnell habe ich Gefallen an der Lehre im Hochschulbetrieb gefunden. Es hat mir sehr gefallen, mein Wissen weitergeben zu dürfen, aber auch meine Ratschläge und meine bescheidenen Lebenserfahrungen. Manchmal sind die ja wichtiger als das Fachwissen. Gelegentlich kommt da neben dem Dokumentarfilmer dann aber auch der Pfarrer wieder durch, befürchte ich.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="730" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/SWF-Wolkenaufnahme-zu-Eifel-Europ.-Filmpreis.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85666" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/SWF-Wolkenaufnahme-zu-Eifel-Europ.-Filmpreis.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/SWF-Wolkenaufnahme-zu-Eifel-Europ.-Filmpreis-300x274.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/SWF-Wolkenaufnahme-zu-Eifel-Europ.-Filmpreis-768x701.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/SWF-Wolkenaufnahme-zu-Eifel-Europ.-Filmpreis-460x420.jpg 460w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/SWF-Wolkenaufnahme-zu-Eifel-Europ.-Filmpreis-696x635.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">SWF Wolkenaufnahme zu ‚Eifel‘ (Europ. Filmpreis)</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Als freischaffender Künstler sehr umtriebig</h2>



<p>Als freischaffender Produzent und Filmemacher realisierte Günther nach 2006 noch drei große Geschichtsdramen für das ZDF, in denen die Schauspieler Ben Becker, Dietmar Schönherr und Rolf Hoppe die Rollen von Martin Luther, Sigmund Freud und Johann Wolfgang von Goethe verkörperten. „Das war ein langgehegter Wunsch von mir, gerade auch die Arbeit mit Dietmar Schönherr in seinem letzten Film. Und ich wollte einmal so richtig das Dokumentarische mit dem Fiktionalen verschmelzen.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="766" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Portraitaufnahme-2009-766x1024.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85665" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Portraitaufnahme-2009-766x1024.jpg 766w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Portraitaufnahme-2009-224x300.jpg 224w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Portraitaufnahme-2009-768x1027.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Portraitaufnahme-2009-314x420.jpg 314w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Portraitaufnahme-2009-696x931.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Portraitaufnahme-2009.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 766px) 100vw, 766px" /><figcaption class="wp-element-caption">Portraitaufnahme, 2009</figcaption></figure></div>


<p>So entstand eine neue Form der biografischen Erzählung, später dann „Biopics“ genannt – eine neue Fernsehform. Ein Jahr später, im Zeitraum 2008/2009, erarbeitete Günther eine 6-teilige ZDF-Weltgeschichte mit dem Präsentator Hape Kerkeling unter dem Titel „Historia Mundi“. Es handelt sich um&nbsp; einen lockeren Gesamtabriss der Weltgeschichte. „Weltgeschichte mit Lächeln und Augenzwinkern“, nennt es Günther. Ab Ende 2009 arbeitete er zusammen mit Maximilian Schell an ihrem halbfiktiven, halbbiografischen Spielfilm „Hamlet reloaded“.</p>



<p>&nbsp;„Ich liebe das Zusammenspiel von Musik und Film. So hatte ich es ja schon ganz zu Anfang beim Alexandra-Film versucht. Und das war auch meine Absicht, als ich mich mit dem russischen Konzertpianisten Lev Vinocour zusammentat, um für ZDF-Arte 2011 einen einstündigen Film über den Komponisten Franz Liszt zu realisieren, anlässlich dessen 200. Geburtstags.“ Danach entstanden noch zwei weitere Filme in musikalischem Stil: „Luthers Lieder“ und „Die 3Groschenoper“. Für eine weitere Dreier-Staffel „Imperium“, die im Juni 2011 ausgestrahlt wurde, inszenierte Günther die Spielszenen in Rumänien, der Karibik und den USA („Piraten“, „Ritter“ und „Indianer“). In den Folgejahren von 2013 bis ins Jahr 2021 entstanden weitere, sehr unterschiedliche Programme wie „Die Geschichte der Schönheit“ mit Senta Berger, die „Bodenseegeschichten“, „Wettstreit der Kathedralen“ und „Portrait-Malerinnen“.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Filmen – für ihn eine Berufung</h2>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="527" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Mutter-im-Daenemarkurlaub.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85663" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Mutter-im-Daenemarkurlaub.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Mutter-im-Daenemarkurlaub-300x198.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Mutter-im-Daenemarkurlaub-768x506.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Mutter-im-Daenemarkurlaub-638x420.jpg 638w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Mutter-im-Daenemarkurlaub-696x458.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Mutter im Dänemarkurlaub</figcaption></figure></div>


<p>Das berufliche Leben als Filmemacher hat Günther Kleins Leben geprägt. „Ich habe mich dabei gelegentlich wie ein finanziell gut abgesicherter Student gefühlt. Es passierte ja immer etwas Neues, und ich konnte immer wieder Neues lernen. Das war ein großes Privileg. Die Arbeit war niemals eintönig, nicht immer vorhersehbar. Oft war Improvisationsgeschick gefordert, gelegentlich auch Bewältigung von kleineren und größeren Gefahren. In vielen Regionen der Welt ist ja allein die Bewältigung des Alltags für die Menschen mühselig oder sogar lebensbedrohlich. Neben politischer Unsicherheit, Kriminalität und furchtbarer Armut grassieren vielerorts Krankheiten, denen oft nur mangelnde Gesundheitsfürsorge gegenübersteht. Diese Lebensumstände haben oft die Arbeit in der Fremde zusätzlich erschwert, auch mental belastet. Ohne einheimische Guides und die oft verblüffende Freundlichkeit fremder Menschen ging vieles gar nicht“, erzählt Günther von seinen Auslandserfahrungen. Sehr oft war Rumänien Drehort für die Spielteile der Dokumentationen. Es gibt in Bukarest noch eine alte, funktionierende Spielfilmkultur mit einem großen Kostümfundus, besonders für historische Sujets. „Und oft, wenn ich von besonders kargen Drehorten zurückkam, staunte ich wieder über den Reichtum und die Wohlfahrt Deutschlands, über unser schönes Land, in dem es ganz selbstverständlich ist, dass man wirklich in jedem Supermarkt, selbst im kleinsten Dorf, zu jeder Zeit alles findet, was ein Mensch zum Leben braucht.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="556" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Guenthers-Stolz-ist-sein-Eigenbau.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85658" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Guenthers-Stolz-ist-sein-Eigenbau.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Guenthers-Stolz-ist-sein-Eigenbau-300x209.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Guenthers-Stolz-ist-sein-Eigenbau-768x534.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Guenthers-Stolz-ist-sein-Eigenbau-604x420.jpg 604w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Guenthers-Stolz-ist-sein-Eigenbau-696x484.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Guenthers-Stolz-ist-sein-Eigenbau-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Günthers Stolz ist sein Eigenbau</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der überzeugte Flensburg-Heimkehrer</h2>



<p>Trotz seiner jahrzehntelangen „Flensburg-Abstinenz“ hat Günther Klein die Verbindung nach Flensburg immer gehalten. „Meine Eltern hatten beide das große Glück, in Frieden und bei guter Gesundheit alt werden zu dürfen. Mutter wurde immerhin 97, Vater wurde sogar 99 Jahre alt.“ Der Vater verstarb 2011, die Mutter im Jahre 2016. Bis zuletzt konnten sie zuhause in der eigenen Wohnung in der Marienallee wohnen und leben. Nicht zuletzt wegen der Eltern war Günther ein regelmäßiger Flensburg-Besucher.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Flens-unterwegs-am-30.8.25.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85661" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Flens-unterwegs-am-30.8.25.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Flens-unterwegs-am-30.8.25-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Flens-unterwegs-am-30.8.25-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Flens-unterwegs-am-30.8.25-747x420.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Mit-Flens-unterwegs-am-30.8.25-696x392.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit der „Flens“ unterwegs am 30.8.2025</figcaption></figure></div>


<p>Allmählich verschiebt sich sein Lebensmittelpunkt nun aber immer mehr von Wiesbaden in Richtung Flensburg. Aus dem Besucher wird langsam wieder ein Einheimischer. „Die Frage nach Heimat ist eine Frage der Emotion. Eine Frage des Herzschlags. Hier in Flensburg wohne ich nun in der einstigen Wohnung meiner Eltern in der Marienallee, zwischen Ochsenmarkt und Friesischer Straße. Alles sieht in den drei Zimmern eigentlich immer noch so aus wie damals, als hier noch Mutter lebte. In einer Welt, in der sich ständig alles verändert, ist es sehr schön, wenn es etwas gibt, das sich nicht ändert“, findet Günther. Und ganz in der Nachfolge seines Vaters, der ja „ewig“ Mitglied in der Segler-Vereinigung Flensburg war, tritt Günther in die Fußstapfen dieser Tradition ein, in die „Seglerheimat SVF“.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="601" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Fassenachtfeier-in-Wiesbaden.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85655" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Fassenachtfeier-in-Wiesbaden.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Fassenachtfeier-in-Wiesbaden-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Fassenachtfeier-in-Wiesbaden-768x577.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Fassenachtfeier-in-Wiesbaden-559x420.jpg 559w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Fassenachtfeier-in-Wiesbaden-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Fassenachtfeier-in-Wiesbaden-696x523.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Fassenachtfeier-in-Wiesbaden-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fassenachtfeier in Wiesbaden</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Segler-Vereinigung Flensburg (SVF)</h2>



<p>„Ja, auch der Verein gibt mir das Gefühl, wieder zuhause angekommen zu sein“, bestätigt mir der überzeugte „Heimkehrer“. Über 400 Mitglieder und eine große Jugendabteilung sorgen dafür, dass auf dem Vereinsgelände immer „was los“ ist. Günther ist angetan vom Einsatz vieler Mitglieder, die sich engagieren und sogar Segelkurse für Erwachsene und Jugendliche anbieten. Das Clubheim wird ebenfalls regelmäßig für gesellige Zusammenkünfte genutzt, die Lokalität „Fördeblick“ ist ein echtes Vorzeige-Restaurant mit tollem Blick auf den Yachthafen und die Flensburger Förde. Und noch ein besonderes Highlight bietet die Seglervereinigung Mitgliedern und solchen, die es werden wollen: Sie können auf Vereinsbooten trainieren oder Boote gegen kleine Gebühr mieten, von der sportlichen Jolle bis hin zum „bewohnbaren“ Tourenboot, wie eben der „Flens“, auf der wir jetzt auch noch nach zwei Stunden gemütlich plaudern.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_027.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85645" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_027.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_027-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_027-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_027-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/20251205_Guenther_Klein_027-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf der „Dagmar Aaen“ im Museumshafen, 2025</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Sein Einsatz auf der „Alexandra“ als Käptn-Lehrling</h2>



<p>Neben seiner Vereinstätigkeit als Bootspate arbeitet Günther Klein noch an seinem neuen maritimen „Flensburg-Projekt“. Den Seeschifferschein und die nötigen Funklizenzen hat er schon, das heißt, er darf gewerblich auf Schiffen Personen befördern. Aber demnächst will er als verantwortlicher Kapitän auf der Brücke eines besonderen Traditionsschiffes stehen, eben jenes kohlebefeuerten „Salondampfers Alexandra“, dem er als Jugendlicher seinen „Experimentalfilm“ widmete. Dieser Film war es ja, der ihn nach München brachte und damit den weiteren Lebensweg bestimmte. „Aktuell fahre ich bei jeder Gelegenheit als „Käptn-Lehrling“ und übe den zärtlichen Umgang mit dieser empfindlichen, 118 Jahre alten Dame.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Alexandra-Kapitaens-Lehrling-Guenther-768x1024.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85646" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Alexandra-Kapitaens-Lehrling-Guenther-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Alexandra-Kapitaens-Lehrling-Guenther-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Alexandra-Kapitaens-Lehrling-Guenther-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Alexandra-Kapitaens-Lehrling-Guenther-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Alexandra-Kapitaens-Lehrling-Guenther.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kapitäns-Lehrling auf der Alexandra</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Seine „Liebste“ zieht mit</h2>



<p>Günther Kleins langjährige Freundin und Partnerin Elke, seine „Liebste“, ist durchaus angetan von Günthers Plänen, hat längst ihr Herz an Flensburg – und auch an die „Alexandra“ – verloren und kommt stets wieder gern mit ihm in seine alte Heimat zurück, die auch schon ein bisschen „die ihre“ geworden ist. „Sie bezeichnet sich als ursprüngliche „Rand-Berlinerin/Ost“, doch ist die Liebe zur See auf sie übergesprungen, spätestens nach einigen sausenden Katamaran-Jagden mit meinem alten Hobiecat 16 in der Vemmingbunder Bucht.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="772" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Elke-und-ich-beim-Vereinsboot-772x1024.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85654" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Elke-und-ich-beim-Vereinsboot-772x1024.jpg 772w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Elke-und-ich-beim-Vereinsboot-226x300.jpg 226w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Elke-und-ich-beim-Vereinsboot-768x1019.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Elke-und-ich-beim-Vereinsboot-317x420.jpg 317w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Elke-und-ich-beim-Vereinsboot-696x923.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Elke-und-ich-beim-Vereinsboot.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px" /><figcaption class="wp-element-caption">Elke und Günther beim Vereinsboot</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Seine Sicht auf Flensburg</h2>



<p>Ziemlich zum Ende unseres Gesprächs kommen wir auf die aktuelle Situation in und um Flensburg zu sprechen. „Als jemand, der im Laufe seines Lebens viel gesehen und erlebt hat, empfinde ich meine Heimatstadt Flensburg als besonders schön. Wir leben hier in einer wirklich hübschen Stadt, nicht zu klein, nicht zu groß, deutsch, aber zugleich auch dänisch, eine Gegend, die viel Potential in sich birgt, die von der Natur begünstigt und landschaftlich reizvoll ist. Insbesondere die Förde, den Binnenhafen um die Hafenspitze herum, die Strände und Seglerhäfen sollten wir unbedingt pflegen und instand halten – das gilt übrigens auch für die Struktur unseres alten Stadtkerns, der viele Kriege und sogar die Stadtbild-Visionen der 60er und 70er Jahre einigermaßen schadlos überstanden hat. “</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="888" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-Flens-unterwegs-mit-Alexandra.jpg" alt="Günther Klein – Flensburg stets im Herzen" class="wp-image-85648" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-Flens-unterwegs-mit-Alexandra.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-Flens-unterwegs-mit-Alexandra-270x300.jpg 270w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-Flens-unterwegs-mit-Alexandra-768x852.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-Flens-unterwegs-mit-Alexandra-378x420.jpg 378w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/Auf-Flens-unterwegs-mit-Alexandra-696x773.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf der Förde unterwegs</figcaption></figure></div>


<p>„Nach meinem Gefühl sind wir aber gerade in dieser entscheidenden Zeit dabei, unser städtebauliches Potential aus dem Blick zu verlieren, gerade was die Zustände unserer Küsten und Fördebegrenzungen angeht. Die abgesackte Kaikante ist ein Paradebeispiel für den bedenklichen Trend zu zögerlicher Verschleppung. Denn dass die Wiederherstellung dieses – auch touristisch unabdingbaren – Herzstücks Flensburgs weitere sechs Jahre(!) dauern soll, ist auch mit noch so vielen Argumenten weder mir noch einem Flensburger Bürger wirklich plausibel zu machen. Jede Verzögerung führt hier zu allgemeinem Kopfschütteln und frustrierter Resignation &#8211; mit allen bedenklichen Folgen für die Stimmung in der Stadtgesellschaft.“</p>



<p>Das Flensburg Journal bedankt sich bei Günther Klein für ein sehr angenehmes und informatives Gespräch. Wir freuen uns darauf, in nicht allzu ferner Zukunft zu ihm an Bord der „Alexandra“ zuzusteigen und einige schöne Stunden auf dem Wasser unserer Förde verbringen zu dürfen!&nbsp;</p>



<p><em>Mit Günther Klein sprach Peter Feuerschütz<br>Fotos: Benjamin Nolte, privat  </em> </p>
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		<title>Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2025 23:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Straßen und Stadtteile]]></category>
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		<category><![CDATA[Gerhard Nowc]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Verlauf der deutschen Geschichte im vergangenen Jahrhundert, mit ihren prägenden Ereignissen, Katastrophen, zwei Weltkriegen – und den daraus entstandenen Folgen wie Migration von Millionen Deutschen aus den östlichen Landesteilen in Richtung Westen – hat letztlich dafür gesorgt, dass unser heutiger Protagonist als Migrationskind zweiter Generation ein Flensburger Junge wurde. So wurde Flensburg zur neuen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/gerhard-nowc-ein-exzellenter-flensburg-kenner/">Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Der Verlauf der deutschen Geschichte im vergangenen Jahrhundert, mit ihren prägenden Ereignissen, Katastrophen, zwei Weltkriegen – und den daraus entstandenen Folgen wie Migration von Millionen Deutschen aus den östlichen Landesteilen in Richtung Westen – hat letztlich dafür gesorgt, dass unser heutiger Protagonist als Migrationskind zweiter Generation ein Flensburger Junge wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde Flensburg zur neuen Heimat</h2>



<p>Das Flensburg Journal unterhielt sich mit Gerhard Nowc, der „durch und durch“ ein Flensburger ist. Vor gut 70 Jahren erblickte er im Mai 1955 das Licht dieser Welt, natürlich in Flensburg, in der einstigen „Förde-Klinik“ in der Mürwiker Straße 115 (heute ist dort das „Haus der Familie“ zuhause), vermutlich direkt in einem Beleg-Zimmer gleich mit entsprechendem „Fördeblick“.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="663" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hochzeitsfoto-der-Eltern-2-663x1024.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85198" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hochzeitsfoto-der-Eltern-2-663x1024.jpg 663w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hochzeitsfoto-der-Eltern-2-194x300.jpg 194w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hochzeitsfoto-der-Eltern-2-768x1186.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hochzeitsfoto-der-Eltern-2-272x420.jpg 272w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hochzeitsfoto-der-Eltern-2-696x1074.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hochzeitsfoto-der-Eltern-2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 663px) 100vw, 663px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hochzeitsfoto der Eltern</figcaption></figure></div>


<p>Seine Eltern kamen unabhängig voneinander mit ihren jeweiligen Familien als Flüchtlinge (heute sagt man Migranten) im Jahre 1945 nach Flensburg. Seine Mutter stammte ursprünglich aus Bütow in Hinterpommern. Sie kam in Flensburg anfangs im Barackenlager am Flugplatz in Weiche – nahe der Bahnstrecke nach Niebüll – unter (heute Gartenstadt). Sein Vater und seine Oma lebten noch bis kurz vor Kriegsende in Danzig. Nach abenteuerlicher Flucht endlich in Flensburg angekommen, quartierte die Stadt die Familie Nowc in einem Zimmer in einer größeren Wohnung in der Bismarckstraße Nr. 4 ein – Hauptmieterin dieser Wohnung war seinerzeit eine Klavierlehrerin, die dort auch Unterricht gab …</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="783" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mag-ich-baden-.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85199" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mag-ich-baden-.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mag-ich-baden--300x294.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mag-ich-baden--768x752.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mag-ich-baden--429x420.jpg 429w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mag-ich-baden--696x681.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mag ich baden &#8230;</figcaption></figure></div>


<p>Übrigens: Der Nachname „Nowc“ ist vermutlich eine Variante des slawischen Namens „Novak“, der etwa „der Neue“ oder „Neuling“ bedeutet, und in der genannten Form nicht selten in polnischen und sorbischen Regionen vorkommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Familie Nowc und der SBV</h2>



<p>Gerhards Eltern fühlten sich recht schnell in Flensburg zuhause. Beide jungen Leute gehörten zu jenem Personenkreis, der zusammen mit dem ebenfalls aus dem Osten geflohenen Willi Sander im Jahre 1949 mit weiteren drei Dutzend Neu-Flensburgern den Selbsthilfe-Bauverein Flensburg (SBV) als Genossenschaft gründete, um den entsprechend benötigten Wohnraum vor Ort für die Zigtausenden von Flüchtlingen zu organisieren.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="562" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-mit-Eltern-und-Oma-vorm-Laden.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85192" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-mit-Eltern-und-Oma-vorm-Laden.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-mit-Eltern-und-Oma-vorm-Laden-300x211.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-mit-Eltern-und-Oma-vorm-Laden-768x540.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-mit-Eltern-und-Oma-vorm-Laden-598x420.jpg 598w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-mit-Eltern-und-Oma-vorm-Laden-696x489.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-mit-Eltern-und-Oma-vorm-Laden-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gerhard mit Eltern und Oma vorm Laden</figcaption></figure></div>


<p>„Ich weiß gar nicht genau, bei welcher Gelegenheit meine Mutter und mein Vater sich begegneten, kennenlernten und bald ineinander verliebten, doch der SBV hat wohl eine große Rolle dabei gespielt“, erinnert sich Gerhard Nowc. Sie wurden ein Paar, heirateten und bezogen ihre erste Wohnung in einem kleinen Häuschen, Oderstieg Nr. 6. „Der SBV ließ bald auf der östlichen Seite der Mürwiker Straße eine ganze Reihe von Mehrfamilienhäusern bauen. Nach Fertigstellung jener Neubauten erhielten wir gleich zwei separate Wohnungen ebendort: Meine Oma kam im Haus Nr. 40 unter, meine Eltern gleich nebenan in der Hausnummer 42, im Erdgeschoss.“ Und er ergänzt: „Überhaupt meine Oma: Die betrieb schon vor und während des Zweiten Weltkriegs in ihrer Heimat einen Milchladen, und plante nun, hier in Flensburg ihre berufliche Zukunft mit einem solchen Laden fortzusetzen. Die Verantwortlichen des SBV waren hoch erfreut über ihre Initiative, und stellten ihr umgehend ein passendes Ladenlokal zur Verfügung: in unmittelbarer Nachbarschaft in der Mürwiker Straße Nr. 50. So wurde Omas Milchladen in den Folgejahren zu einer festen Institution im neuen Quartier.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="541" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Grundschulklasse-mit-Frau-Horn.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85189" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Grundschulklasse-mit-Frau-Horn.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Grundschulklasse-mit-Frau-Horn-300x203.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Grundschulklasse-mit-Frau-Horn-768x519.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Grundschulklasse-mit-Frau-Horn-621x420.jpg 621w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Grundschulklasse-mit-Frau-Horn-696x471.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Grundschulklasse mit Frau Horn</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Gerhard wächst in Fruerlund auf</h2>



<p>„Als kleiner Junge kam ich in den Kindergarten „St. Jürgen“. Heute befindet sich in jenem Gebäude das Gemeindehaus von St. Jürgen. Wir hatten seinerzeit liebe und uns zugewandte Erzieherinnen, es war eine schöne Zeit. Durchaus anders erging es allerdings mir und meinen zahlreichen Mitschülern und Mitschülerinnen anschließend in der Volksschule – dort herrschte ein ziemlich „strenges Regiment““, weiß er noch sehr gut.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="530" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Heimat-seiner-Mutter.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85190" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Heimat-seiner-Mutter.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Heimat-seiner-Mutter-300x199.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Heimat-seiner-Mutter-768x509.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Heimat-seiner-Mutter-634x420.jpg 634w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Heimat-seiner-Mutter-696x461.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Heimat seiner Mutter</figcaption></figure></div>


<p>Gerhard besuchte die Grundschule Fruerlund am Bohlberg in den Jahren von 1961 bis 1965. „Gerade an jene ersten Schuljahre kann ich mich noch gut erinnern: Wir hatten eine sehr strenge und fordernde Lehrerin, Frau Horn. Die kaufte übrigens regelmäßig im Milchladen meiner Oma ein, und sie nutzte diese Gelegenheit leider oft genug, um sich über das beklagenswerte Benehmen des kleinen Gerhard auszulassen.“ Das hat dem Heranwachsenden aber wohl nicht wirklich geschadet. „Meine schulischen Leistungen waren insgesamt recht gut; ich erhielt eine Schul­empfehlung für den späteren Besuch eines Gymnasiums, bestand zudem die entsprechende Aufnahmeprüfung. So stand meinem Wechsel ans Fördegymnasium in der nahegelegenen Elbestraße im Jahre 1965 nichts mehr im Wege!“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umzug in den Alsterbogen und Jugendzeit in Fruerlund</h2>



<p>Zeitgleich mit seinem Schuleintritt 1961 hatten die Eltern begonnen, ein eigenes Haus zu bauen – nicht weit entfernt im Alsterbogen, das Haus mit der Nummer 32! Im Jahr 1962 zog Familie Nowc ins nagelneue Eigenheim ein. Der Alsterbogen bildete damals den äußersten Stadtrand, es war komplett freie Sicht nach Süden bis zur damaligen Nordstraße! Die Familie Nowc war nun am Ziel ihrer Sehnsüchte angelangt: ein eigenes Haus, zwei gesunde Kinder – Gerhard hatte noch eine jüngere Schwester.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="538" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Ausflug-nach-Langballig.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85204" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Ausflug-nach-Langballig.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Ausflug-nach-Langballig-300x202.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Ausflug-nach-Langballig-768x516.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Ausflug-nach-Langballig-625x420.jpg 625w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Ausflug-nach-Langballig-696x468.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ausflug nach Langballig</figcaption></figure></div>


<p>Der Sohn Gerhard wuchs nun heran, ganz Fruerlund war längst zu seinem Revier geworden. Er entwickelte sich zu einem guten und wissbegierigen Schüler, begeisterte sich zudem für Modelleisenbahnen, und wurde mit zunehmendem Alter zum Musik-Fan. Insbesondere Reinhard Mey und dessen Lieder und Chansons hatten es ihm angetan. Reinhard Mey galt seit Ende der 1960er Jahre als einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. „Noch heute besitze ich eine umfangreiche Schallplatten-Sammlung von Reinhard Mey, und höre gelegentlich in die Alben rein“, lächelt Gerhard Nowc.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein einschneidendes Erlebnis</h2>



<p>Neben Reinhard Mey gefielen ihm auch andere Künstler der damaligen deutschen Musik-Szene – wie etwa „Inga und Wolf“. Diese beiden bildeten ein deutsches Gesangsduo, das in den Genres Schlager und Chanson in den frühen 1970er Jahren seine größten Erfolge hatte. Das Lied „Gute Nacht, Freunde“ dürfte vielen noch heute bekannt sein. „Etwa ein Jahr vor meinem Abitur gaben „Inga und Wolf“ ein Konzert in Flensburg im Deutschen Haus – ich war natürlich dabei!“, erinnert sich mein Gesprächspartner. „Es war ein gelungener Abend. Um anschließend bequem nach Hause zu kommen, kam mir die Idee, zu meinem Vater in die Redaktion des „Tageblatts“ zu gehen – damals noch in der nahegelegenen Nikolaistraße. Mein Vater arbeitete als Journalist und Redakteur beim Tageblatt. Gesagt, getan: Dort angekommen, schwärmte ich den Anwesenden von meinem Konzertbesuch vor. Der Ressortleiter forderte mich daraufhin spontan auf: Setz dich doch einfach an die freie Schreibmaschine und verfasse einen Konzertbericht!“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="430" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Als-W15er-unten-knieend.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85203" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Als-W15er-unten-knieend.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Als-W15er-unten-knieend-300x161.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Als-W15er-unten-knieend-768x413.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Als-W15er-unten-knieend-781x420.jpg 781w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Als-W15er-unten-knieend-696x374.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als W15er, unten knieend</figcaption></figure></div>


<p>Er ergänzt: „Zwar etwas überrascht vom Angebot, aber noch angetan von dem gelungenen Abend, schrieb ich einen entsprechenden Text, der zu meiner Freude sogar am Folgetag in der Zeitung veröffentlicht wurde. Das sollte nicht mein letzter Job für die Zeitung sein. Bald war ich als freier Mitarbeiter insbesondere bei Konzerten für das „Flensburger Tageblatt“ tätig, anfangs noch gelegentlich und bei Bedarf, in den Schulferien dann regelmäßig, mit stetig wachsendem Aufgabengebiet.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wechsel ins Erwachsenendasein</h2>



<p>„Mit 19 Jahren machte ich im Jahre 1974 mein Abitur am Fördegymnasium. Die Frage nach meinem Berufswunsch war für mich eigentlich schon geklärt. Ich wollte unbedingt Journalist werden. So bewarb ich mich direkt beim „Flensburger Tageblatt“ für eine Ausbildung zum Redakteur. Ich hatte ja immerhin rund 80 selbst verfasste Artikel in meiner ziemlich umfangreichen Bewerbungsmappe, von denen die meisten bereits veröffentlicht worden waren. Zu meiner großen Freude wurde ich genommen und fest eingestellt, so startete ich am 1. Juli 1974 in eine zweijährige Berufsausbildung zum Redakteur“, schildert Gerhard Nowc seinen beruflichen Werdegang zum „fertigen Schreiberling“. Längst war unser junger Mann von der Bundeswehr erfasst und gemustert worden, galt als wehrdiensttauglich. Die tatsächliche Einberufung zum „Bund“ fand dann unmittelbar nach dem Ende der Berufsausbildung statt.&nbsp; Gerhard zu seiner Soldatenzeit: „Ich war Wehrpflichtiger für 15 Monate – W15er – und verbrachte den größten Teil meiner „Bundeswehrkarriere“ heimatnah in Flensburg-Weiche in der Briesen-Kaserne, gehörte erst noch zum „Jägerbataillon 381“, kam später dann zum „Raketenartilleriebataillon 650“, beide waren in jener genannten Briesen-Kaserne stationiert (heute befindet sich auf dem ehemaligen Kasernengelände die Gartenstadt).“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="539" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-mit-Sohn-und-Tochter.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85187" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-mit-Sohn-und-Tochter.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-mit-Sohn-und-Tochter-300x202.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-mit-Sohn-und-Tochter-768x517.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-mit-Sohn-und-Tochter-623x420.jpg 623w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-mit-Sohn-und-Tochter-696x469.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Eltern mit Sohn und Tochter</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der berufliche Werdegang</h2>



<p>Nach erfolgtem Wehrdienst kehrte man automatisch zum vorherigen Arbeitgeber zurück. So wurde auch Gerhard wieder Mitarbeiter beim Tageblatt. Er erinnert sich: „Die 70er Jahre neigten sich dem Ende zu, man fand schließlich für mich einen freien Posten in der Lokalredaktion im nordfriesischen Niebüll. Die Arbeit dort gefiel mir ausnehmend gut, auch wenn ich vor Ort nur ein kleines Zimmer bewohnte und deshalb häufig nach Hause nach Flensburg pendelte.“</p>



<p>Nach einigen Jahren bot sich ihm dann wieder die Möglichkeit, ins Stammhaus nach Flensburg zurückzukehren. „Anfang der 80er Jahre wurde in der Flensburger Lokalredaktion eine Stelle frei. Ich bewarb mich auf die entsprechende Position, und erhielt tatsächlich den Zuschlag. So kam ich wieder in mein geliebtes Flensburg zurück“, ist er heute noch dankbar über jene Entwicklung.&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="567" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/1988-auf-dem-Sender-ein-phantastischer-Blick.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85202" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/1988-auf-dem-Sender-ein-phantastischer-Blick.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/1988-auf-dem-Sender-ein-phantastischer-Blick-300x213.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/1988-auf-dem-Sender-ein-phantastischer-Blick-768x544.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/1988-auf-dem-Sender-ein-phantastischer-Blick-593x420.jpg 593w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/1988-auf-dem-Sender-ein-phantastischer-Blick-696x493.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/1988-auf-dem-Sender-ein-phantastischer-Blick-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">1988 auf dem Sender, ein phantastischer Blick</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Zurück in Flensburg</h2>



<p>„Meine erste eigene Wohnung in Flensburg fand ich im Haus Nr. 85 in der St.-Jürgen-Straße, im dritten Stock, mit einem phantastischen Blick über die gesamte Binnenförde“, schwärmt er noch heute von jener „Junggesellenbude“. Sein Arbeitsplatz in der Lokalredaktion des Tageblatts war sein echter Traumposten, und war sogar fußläufig für ihn zu erreichen. „Mein Leben entwickelte sich zu meiner großen Freude äußerst positiv. Ich hatte eine schöne Wohnung, eine spannende und sehr abwechslungsreiche Arbeit, und dann lernte ich Sylta kennen, meine Frau und Partnerin fürs Leben“, berichtet er mit leuchtenden Augen von seiner Situation damals. „Wir wussten schnell, dass es mit uns passte und wir zueinander gehörten. Wir heirateten bald darauf und bezogen unsere erste gemeinsame Wohnung in der Clädenstraße Nr. 5. Auch diese Wohnung war ein wahrer Traum: hoch am Hang schräg gegenüber der Goethe-Schule gelegen, eine Altbauwohnung mit Stuck und hohen Decken – wir waren rundum glücklich in unserem ersten gemeinsamen „Nest“.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="531" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mutter-war-Porzellanmalerin.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85200" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mutter-war-Porzellanmalerin.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mutter-war-Porzellanmalerin-300x199.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mutter-war-Porzellanmalerin-768x510.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mutter-war-Porzellanmalerin-633x420.jpg 633w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Mutter-war-Porzellanmalerin-696x462.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mutter war Porzellanmalerin</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Familiengründung</h2>



<p>„Wir waren häufig bei meinen Eltern im Alsterbogen zu Besuch. So bekamen wir eines Tages zufällig mit, dass schräg gegenüber von Möbelpackern ein Haus leergeräumt wurde. Spontan fragten wir, ob wir uns das Haus einmal von innen ansehen durften. Ja, wir durften, und wir haben uns sofort in jenes Reihenhaus verliebt, das gerade zum Verkauf stand. Wir hatten das Glück, dass wir es zu guten Konditionen erwerben konnten, und so zogen wir nach einigen baulichen Veränderungen im Jahre 1989 in unser eigenes Haus ein, Alsterbogen Nr. 27.</p>



<p>Da war unser erster Sohn Andreas bereits 2 Jahre alt, später kam noch ein kleiner Bruder namens Matthias hinzu. Die räumliche Nähe zu den Eltern und Großeltern hatte auch sein Gutes für uns alle: Die drei Generationen der Familie Nowc konnten gut miteinander und wir pflegten so ein intensives Familienleben. Übrigens sind auch meine Söhne genau wie ihr Vater auf die Fruerlund-Schule gegangen – wir haben alle mindestens einmal auf dem Standbild des Schul-Ochsen gesessen und fröhlich in die Kamera gelacht“, schmunzelt mein Gesprächspartner.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="561" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-organisierten-Volkslaeufe.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85188" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-organisierten-Volkslaeufe.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-organisierten-Volkslaeufe-300x210.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-organisierten-Volkslaeufe-768x539.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-organisierten-Volkslaeufe-599x420.jpg 599w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-organisierten-Volkslaeufe-696x488.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Die-Eltern-organisierten-Volkslaeufe-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Eltern organisierten Volksläufe</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der abwechslungsreiche Berufsalltag</h2>



<p>„Die Jahre in der Lokalredaktion vergingen wie im Fluge“, weiß Gerhard zu erzählen. „In Flensburg war ständig etwas los, über das es zu schreiben lohnte. Neben den üblichen tagespolitischen Geschehnissen bleiben bei mir besonders die Ereignisse um den falschen Amtsarzt Dr. Dr. Clemens Bartholdy im Gedächtnis, die für zahlreiche bühnenreife Geschichten rund um den besagten Hochstapler sorgten. Der Skandal um ihn rückte unsere Fördestadt seinerzeit sogar bundesweit ins Rampenlicht der Öffentlichkeit.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="548" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-Nowc_22.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85193" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-Nowc_22.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-Nowc_22-300x206.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-Nowc_22-768x526.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-Nowc_22-613x420.jpg 613w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-Nowc_22-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-Nowc_22-696x477.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-Nowc_22-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gerhards Eltern</figcaption></figure></div>


<p>Auch die lange und sehr wechselhafte Geschichte der Flensburger Werft stand immer wieder auf der Agenda. Ich erinnere mich besonders an die Krise der Werft etwa Mitte der 1980er Jahre, als das Unternehmen unter der Harmstorf AG in finanzielle Schwierigkeiten geriet, schließlich von der Lübecker Reederei Egon Oldendorff 1990 übernommen wurde und wieder in ruhigeres Fahrwasser geriet. Doch von dort auf dem Westufer der Binnenförde gab und gibt es eigentlich immer Berichtenswertes zu schreiben.</p>



<p>Ein absolutes Highlight für mich persönlich war im Jahre 1989 der Besuch des Alten Senders in Jürgensby in der gleichnamigen Straße „Am Sender“. Gemeinsam mit einem Fotografen durfte ich mich auf dem höchsten Punkt des Mastes, dem Dachbereich in rund 200 Metern Höhe, aufhalten, und dort oben den einmaligen Ausblick über ganz Flensburg und sein komplettes Umland genießen, zudem durften wir die Chance nutzen, massenhaft viele Fotos in sämtliche Himmelsrichtungen zu schießen.</p>



<p>Mit der Wiedervereinigung kamen auch in vielen anderen Bereichen des täglichen und des öffentlichen Lebens diverse Änderungen und Neuerungen auf uns zu, die wir unseren damals noch sehr zahlreichen Lesern und Leserinnen stets aktuell aufbereitet haben – so waren die Veränderungen im bis dahin gewohnten Stadtbild durch die veränderte Weltlage und den daraus resultierenden Abzug der Bundeswehr auch ein Dauerbrenner in unserer Lokalredaktion.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="669" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Sohn-Andreas-auf-dem-Schul-Ochsen-669x1024.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85201" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Sohn-Andreas-auf-dem-Schul-Ochsen-669x1024.jpg 669w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Sohn-Andreas-auf-dem-Schul-Ochsen-196x300.jpg 196w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Sohn-Andreas-auf-dem-Schul-Ochsen-768x1176.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Sohn-Andreas-auf-dem-Schul-Ochsen-274x420.jpg 274w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Sohn-Andreas-auf-dem-Schul-Ochsen-696x1066.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Sohn-Andreas-auf-dem-Schul-Ochsen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 669px) 100vw, 669px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sohn Andreas auf dem Schul-Ochsen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die besondere Liebe zur Stadt Flensburg wächst</h2>



<p>„Bedingt durch meine Tätigkeit als lokaler Berichterstatter vor Ort wurde mein Interesse auch an der geschichtlichen Entwicklung meiner geliebten Heimatstadt Flensburg immer stärker ausgeprägt, immer häufiger nutzte ich auch meine Freizeit dazu, mir noch mehr Wissen über Flensburg anzueignen und schon vorhandenes zu ergänzen und zu vertiefen.“</p>



<p>Ich kam als Redakteur bzw. Leiter der Lokalredaktion naturgemäß viel herum in der Stadt, lernte unzählige Menschen und Institutionen kennen und schätzen. Regelmäßig hatte ich mit dem Stadtarchiv der Stadt Flensburg Kontakt, baute zu seinem damaligen Leiter Broder Schwensen im Laufe der Jahre ein vertrauensvolles Verhältnis auf. Wir waren schnell auf einer Linie und versorgten uns regelmäßig gegenseitig mit Fotos und Bildern, da ich ja berufsbedingt Zugang zum Archiv unseres Zeitungsverlages hatte und wir uns so gegenseitig aushelfen konnten.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hinten-rechts-war-einst-der-Laden.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85197" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hinten-rechts-war-einst-der-Laden.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hinten-rechts-war-einst-der-Laden-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hinten-rechts-war-einst-der-Laden-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hinten-rechts-war-einst-der-Laden-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Hinten-rechts-war-einst-der-Laden-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hinten rechts war einst der Laden</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein persönlicher Schicksalsschlag</h2>



<p>Jäh traf unseren Protagonisten Gerhard Nowc ein persönlicher Schicksalsschlag – er erlitt Ende Mai 2001 einen Schlaganfall, unter dessen Nachwirkungen er bis einschließlich heute noch zu leiden hat. Gesundheitlich bedingt konnte er den Posten des Leiters der Lokalredaktion nicht mehr so ausfüllen, wie er und seine Vorgesetzten es gerne gehabt hätten. Man wollte ihn jedoch unbedingt behalten, fand dann letztlich einen passenden Job für ihn.</p>



<p>Er war fortan verantwortlich für die Regionalseite des „Flensburger Tageblatts“, die regelmäßig wie auch die zuvor von ihm betreuten Lokalseiten in der Zeitung erschien.</p>



<p>„Zu den Verantwortlichen in den Regionen für diese Bereiche hatte ich bald beste Kontakte und auch jeweils ein sehr gutes persönliches Verhältnis aufgebaut, insbesondere mit der hochengagierten und aufmerksamen Kollegin Claudia Knauer, die für die Zeitung im Bereich Apenrade zuständig war, verband mich bald eine kollegiale Freundschaft – die bis heute noch Bestand hat“, ist Gerhard Nowc seinen damaligen Vorgesetzten dankbar, dass man ihm diese berufliche Weiterbeschäftigungsmöglichkeit einräumte.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-und-der-Schul-Ochse.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85194" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-und-der-Schul-Ochse.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-und-der-Schul-Ochse-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-und-der-Schul-Ochse-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-und-der-Schul-Ochse-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Gerhard-und-der-Schul-Ochse-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gerhard und der Schul-Ochse</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Folgen der Erkrankung</h2>



<p>Seine gesundheitlichen Einschränkungen bereiteten ihm und seiner Familie auch im privaten Bereich zunehmend Probleme. Das eigene Reihenhaus im Alsterbogen hatte vier verschiedene Ebenen, verbunden mit regelmäßigem Treppensteigen – in beide Richtungen. Es wurde immer schwieriger und umständlicher für ihn von Ebene zu Ebene zu wechseln. So sahen sich die Eheleute Nowc schließlich irgendwann nach einem barrierefreien neuen Zuhause um.&nbsp; Nach längerem Suchen wurden sie schließlich fündig, erwarben in 2015 ein auf ihre Bedürfnisse exakt zugeschnittenes Einfamilienhaus im Stadtteil Weiche. „Wir fanden schließlich im Hirschbogen ein ebenerdiges und barrierefreies Eigenheim, das genau unseren Bedürfnissen entsprach. Auch hier in Weiche sind wir zufrieden, haben alles, was wir für unser tägliches Leben benötigen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wechsel in den Ruhestand</h2>



<p>Mit dem Ablauf des Monats Mai 2018 wechselte Gerhard Nowc regulär in den wohlverdienten Ruhestand. „Vom 01.07.1974 bis zum 31.05.2018 war ich Redakteur beim Flensburger Tageblatt – fast 44 Jahre lang durfte ich meinen Traumberuf ausüben. Darauf bin ich stolz und zudem meinem Schöpfer überaus dankbar, dass ich diese lange und schöne Berufszeit erleben durfte!“ Die letzten gut fünf Jahre seiner Berufskarriere fuhr er zum Arbeiten nicht mehr in die Nikolaistraße, sondern musste nun ins 2013 eingeweihte und nagelneue Medienhaus des sh:z in Mürwik – in unmittelbarer Nachbarschaft des KBA-Gebäudes gelegen – fahren. Dieser Umzug des Verlagshauses machte ihm auch noch einmal mehr deutlich, dass die Zeit stets unaufhaltsam voranschreitet, Veränderungen eher das Normale und nicht das Ungewöhnliche im Leben eines jeden Menschen sind.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Dort-in-42-unten-links-einst-gewohnt.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85191" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Dort-in-42-unten-links-einst-gewohnt.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Dort-in-42-unten-links-einst-gewohnt-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Dort-in-42-unten-links-einst-gewohnt-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Dort-in-42-unten-links-einst-gewohnt-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Dort-in-42-unten-links-einst-gewohnt-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dort in Nr. 42 –unten links – hat er einst gewohnt</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Autor Gerhard Nowc</h2>



<p>Für ihn bedeutete der Ruhestand allerdings nicht, dass er fortan die Hände in den Schoss legte. Nun begann er noch intensiver als zuvor schon zu recherchieren und zu forschen, was ihm im Laufe der Jahre immer wichtiger wurde und ihm auch noch viel Vergnügen bereitete: Die Aufarbeitung vieler Teilaspekte der sich über Jahrhunderte erstreckenden Flensburger Stadtgeschichte.&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/GN-1043662-683x1024.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85196" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/GN-1043662-683x1024.jpg 683w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/GN-1043662-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/GN-1043662-768x1152.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/GN-1043662-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/GN-1043662-696x1044.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/GN-1043662.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schöne Erinnerungen</figcaption></figure></div>


<p>Mittlerweile hat er mehrere Bücher und Bildbände über seine geliebte Heimatstadt veröffentlicht. Erst kürzlich erschien sein neuestes Werk „Mürwik und seine Geschichte – Wo die Marine zu Hause ist“.</p>



<p>Zum Inhalt des Buchs: Heute ist der Stadtteil Mürwik Flensburgs größter Stadtteil mit weit über 14.000 Einwohnern. Die rasante Entwicklung dieser Region auf dem Ostufer der Flensburger Förde insbesondere in den letzten gut 120 Jahren bis hin zu den jüngsten Entwicklungen sind das Thema dieses Buches. Unter tatkräftiger Mithilfe der 90jährigen Ur-Mürwikerin Gisela Mikolajewicz, die viele Geschichten und tolle historische Fotos beisteuerte, ist ihm ein bemerkenswertes Werk gelungen, das nicht nur den Einheimischen gefallen dürfte. Das Buch erschien im Asmussen-Verlag, Gelting.</p>



<p>Bereits zuvor erschienen Bücher von ihm mit Titeln wie „Flensburg – ein fotografischer Streifzug“ oder „Historische Bilder aus Flensburg“, die er teilweise als Co-Autor oder eigenständig herausgegeben hat.</p>



<p>Neben diesem großen und ihn stets umtreibenden Hobby ist er als Vater und Großvater ständiger Ratgeber und auch mal Geschichten-Erzähler für die beiden längst erwachsenen Söhne und natürlich auch die beiden Enkelkinder, die ihn immer wieder auffordern, aus seinem schier unerschöpflichen Geschichten-Fundus zu erzählen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Der-Autor-und-sein-neues-Werk.jpg" alt="Gerhard Nowc – ein exzellenter Flensburg-Kenner" class="wp-image-85186" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Der-Autor-und-sein-neues-Werk.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Der-Autor-und-sein-neues-Werk-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Der-Autor-und-sein-neues-Werk-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Der-Autor-und-sein-neues-Werk-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/12/Der-Autor-und-sein-neues-Werk-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Autor und sein neues Werk</figcaption></figure></div>


<p>Nach wie vor packt ihn zudem immer wieder sein lebenslanges Hobby: seine Leidenschaft für Modelleisenbahnen. „Jahrzehntelang war und bin ich immer noch mit Freude Mitglied im hiesigen Modelleisenbahn-Club.“ Davon zeugt auch sein Arbeitsplatz in seinem geräumigen Arbeitszimmer, das dem Betrachter nachdrücklich beweist, dass hier ein umtriebiger Mensch regelmäßig arbeitet und tätig ist.&nbsp; „Dass ich das auch heute immer noch in dieser umfangreichen und aufwändigen Weise ausüben kann, verdanke ich nicht nur meinem Schöpfer, sondern mindestens genauso so viel auch meiner lieben Ehefrau und Partnerin, die sich geradezu hingebungsvoll um mich, unser Haus, den Haushalt, das ganze Drumherum, kümmert: Vielen lieben Dank an Dich, mein Schatz! Und auch an unsere beiden Söhne und unsere Freundin Maike.“&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Das Flensburg Journal bedankt sich – sichtlich beeindruckt – bei Gerhard Nowc für ein ausgesprochen kurzweiliges und hoch interessantes Gespräch. Möge er noch recht lange Freude und Spaß an seinen Hobbies finden und zudem spannende und wissenswerte Geschichten über unsere lebenswerte Heimatstadt Flensburg schreiben und veröffentlichen!</p>



<p><em>Mit Gerhard Nowc sprach Peter Feuerschütz<br>Fotos: Sven Geißler, privat  </em></p>



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		<title>Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 23:44:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>So kennt ihn eigentlich jeder, der regelmäßig auf Flensburgs Fußballplätzen unterwegs war und/oder es heute immer noch ist: Bewaffnet mit einem Schreibblock und dazugehörigem Kuli, steht „Willi“ auf Höhe der Mittellinie, meist umgeben von dem einen oder anderen „Experten“, und geht seinem selbst gewählten und „heiß geliebten“ Job nach. Dort stand und steht Wilfried Simon [&#8230;]</p>
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<p>So kennt ihn eigentlich jeder, der regelmäßig auf Flensburgs Fußballplätzen unterwegs war und/oder es heute immer noch ist: Bewaffnet mit einem Schreibblock und dazugehörigem Kuli, steht „Willi“ auf Höhe der Mittellinie, meist umgeben von dem einen oder anderen „Experten“, und geht seinem selbst gewählten und „heiß geliebten“ Job nach. Dort stand und steht Wilfried Simon seit spätestens 1991 immer wieder an jedem Wochenendtag oder auch mal an einem Spieltag in der Woche – wenn nicht gerade Sommer- oder Winterpause war. Doch eines nach dem anderen …</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_009.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84718" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_009.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_009-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_009-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_009-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_009-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Willi am Schreibtisch</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Anfänge</h2>



<p>„Meine Eltern stammten ursprünglich aus Pommern, wurden wie so viele andere 1945 aus ihrer Heimat vertrieben, landeten schließlich nach ihrer Flucht in der Kleinstadt Meldorf im Kreis Dithmarschen. Hier im beschaulichen Meldorf wurde ich im August 1949 geboren“, schildert Willi seinen Start auf diesem Planeten. Doch die Familie Simon zog bald darauf weiter. „Berufsbedingt zogen wir in den folgenden Jahren mehrfach um. Mein Vater war anfangs noch beim 1951 gegründeten Bundesgrenzschutz tätig, er wechselte jedoch einige Jahre später zur 1955/1956 ins Leben gerufenen Bundeswehr. Von Meldorf zogen wir zuerst nach Hamburg um, gelangten jedoch später über einige Jahre in Neumünster schließlich endgültig nach Flensburg. Das war im Jahre 1962“, so Willi. </p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="558" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Als-Neunjaehriger-im-ersten-Trikot-558x1024.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84721" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Als-Neunjaehriger-im-ersten-Trikot-558x1024.jpg 558w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Als-Neunjaehriger-im-ersten-Trikot-163x300.jpg 163w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Als-Neunjaehriger-im-ersten-Trikot-768x1410.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Als-Neunjaehriger-im-ersten-Trikot-229x420.jpg 229w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Als-Neunjaehriger-im-ersten-Trikot-696x1278.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Als-Neunjaehriger-im-ersten-Trikot.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 558px) 100vw, 558px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Neunjähriger i Das Team der Old Stars m ersten Trikot</figcaption></figure></div>


<p>„Ja, so kam ich als 12jähriger nach Flensburg, in die Stadt, die längst zu meiner Heimat geworden ist! Der Heimatbegriff wird ja durchaus unterschiedlich definiert, auch in dem Sinne, dass Heimat überall dort ist, wo man sich wohl fühlt, aber für mich persönlich hatte und hat Flensburg stets eine besondere Bedeutung“, wird Wilfried etwas emotional. Und er fügt hinzu: „Wobei ich ergänzend sagen muss: Da meine Frau Susanne Dänin ist, fühle ich mich dort jenseits der Grenze und speziell in unserem kleinen „hyggeligen“ Sommerhaus in Himmerland auch sehr wohl!“ Himmerland ist eine Region im Norden Jütlands, das Gebiet grenzt im Norden und Westen an den Limfjord und die Nordsee, im Osten an das Kattegat.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="555" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Wilfried-mit-seinem-Vater.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84739" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Wilfried-mit-seinem-Vater.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Wilfried-mit-seinem-Vater-300x208.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Wilfried-mit-seinem-Vater-768x533.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Wilfried-mit-seinem-Vater-605x420.jpg 605w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Wilfried-mit-seinem-Vater-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Wilfried-mit-seinem-Vater-696x483.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Wilfried-mit-seinem-Vater-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wilfried mit seinem Vater</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der berufliche Werdegang</h2>



<p>„Nach der Volksschule, wie sie früher hieß, habe ich die Zweijährige und Höhere Handelsschule besucht – letztere mit dem Schulabschluss im Jahre 1967. Anschließend absolvierte ich bei einer damaligen Flensburger Privatbank (die heutige HypoVereinsbank/Unicredit) eine Banklehre mit erfolgreichem Abschluss. Nach meiner Bundeswehrzeit habe ich mich für ein Studium für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst bei der Bundeswehrverwaltung beworben, diese Ausbildung als Diplom-Verwaltungswirt abgeschlossen. </p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Zur-Spielbeobachtung-auf-dem-Eckener-683x1024.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84740" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Zur-Spielbeobachtung-auf-dem-Eckener-683x1024.jpg 683w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Zur-Spielbeobachtung-auf-dem-Eckener-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Zur-Spielbeobachtung-auf-dem-Eckener-768x1151.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Zur-Spielbeobachtung-auf-dem-Eckener-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Zur-Spielbeobachtung-auf-dem-Eckener-696x1043.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Zur-Spielbeobachtung-auf-dem-Eckener.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf dem „Eckener“</figcaption></figure></div>


<p>Danach habe ich in mehreren Funktionen in der Bundeswehrverwaltung gearbeitet, war dabei auch einige Jahre im ehemaligen Stützpunkt in Mürwik (vor gut zwei Jahrzehnten zum heutigen Hafenviertel Sonwik umgebaut) tätig, war dort u. a. als stellvertretender Leiter der Truppenverwaltung aktiv. Im Jahre 1991 habe ich mich zur Stadt Flensburg versetzen lassen, um dort in Fachbereichen der Stadtsanierung und bei den „Kommunalen Immobilien“ zu arbeiten. Seit 2014 bin ich jetzt bereits in Pension und genieße ganz bewusst diese herrliche Zeit des weitgehend selbstbestimmten Lebens“, ist „Willi“ mit sich selbst und seiner Lebenssituation durchaus im Reinen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="509" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Team-der-Old-Stars.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84728" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Team-der-Old-Stars.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Team-der-Old-Stars-300x191.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Team-der-Old-Stars-768x489.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Team-der-Old-Stars-660x420.jpg 660w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Team-der-Old-Stars-696x443.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Team der Old Stars</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Fußball hat stets sein sportliches Leben bestimmt</h2>



<p>Wie fast alle heranwachsenden Jungs hat auch Wilfried schon früh ständig „gebolzt“, Fußball war schon immer fester Bestandteil seines Daseins. „Nachdem meine Mutter – gefühlt nach einer kleinen Ewigkeit – endlich meinte, dass meine schulischen Leistungen besser geworden seien, durfte ich als Neunjähriger noch zu unseren Hamburger Zeiten in die 3. Knaben-Mannschaft des nahegelegenen Fußballvereins SuS Bergedorf eintreten. Nie werde ich mein erstes Spiel vergessen: Es hagelte eine 0:10-Niederlage gegen den HEBC – die höchste „Klatsche“ in meinem gesamten Fußballer-Leben“, schmunzelt Willi. </p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="761" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Spielbeobachtung-mit-Andreas-Haumann.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84737" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Spielbeobachtung-mit-Andreas-Haumann.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Spielbeobachtung-mit-Andreas-Haumann-300x285.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Spielbeobachtung-mit-Andreas-Haumann-768x731.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Spielbeobachtung-mit-Andreas-Haumann-442x420.jpg 442w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Spielbeobachtung-mit-Andreas-Haumann-696x662.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Spielbeobachtung mit Andreas Haumann</figcaption></figure></div>


<p>„Die anschließende Niedergeschlagenheit war aber nicht von langer Dauer, dafür war das Spielen und das Drumherum einfach zu aufregend, einschließlich der für mich nagelneuen „Bolzer“, die meine Mutter für immerhin 5 Mark gebraucht gekauft hatte. Die waren zwar noch viel zu groß, doch wurde kurzerhand vorne jeweils eine halbe Bild-Zeitung reingestopft, und schon passten sie“, weiß er noch wie heute. „Das I-Tüpfelchen waren jedoch die weißen Schnürsenkel: Die mussten unbedingt vor jedem neuen Spiel neu gewaschen werden!“, schmunzelt er.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Beim-Hallenmasters-in-Kiel.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84726" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Beim-Hallenmasters-in-Kiel.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Beim-Hallenmasters-in-Kiel-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Beim-Hallenmasters-in-Kiel-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Beim-Hallenmasters-in-Kiel-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Beim-Hallenmasters-in-Kiel-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Beim-Hallenmasters-in-Kiel-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Beim-Hallenmasters-in-Kiel-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Hallenmasters in Kiel</figcaption></figure></div>


<p>„Durch die beruflichen Versetzungen meines Vaters und unsere mehrfachen Umzüge kam ich über den Post SV Neumünster schließlich im Jahr 1962 zum Flensburger Turnerbund, der später, in 1973, mit dem ATSV Vorwärts Flensburg fusionierte, und so zum TSB Flensburg wurde.“ Willi beschreibt seine Flensburger Fußball-Laufbahn wie folgt: „Dort spielte ich nach dem Durchlaufen mehrerer Jugendmannschaften und ab der Saison 1968 in der Ligamannschaft, bis ich aus beruflichen Gründen kürzertrat. Jedoch ließ mich der Fußball auch als Erwachsener nicht los, sodass ich ab 1980 wieder für den TSB die Stiefel schnürte. Mit der legendären „Dritten“ und der Alt-Liga (den „TSB Old Stars“) gewannen wir diverse Meisterschaften und Pokalsiege auf Kreisebene.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="526" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Mit-Freund-Herbert-Walter.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84734" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Mit-Freund-Herbert-Walter.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Mit-Freund-Herbert-Walter-300x197.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Mit-Freund-Herbert-Walter-768x505.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Mit-Freund-Herbert-Walter-639x420.jpg 639w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Mit-Freund-Herbert-Walter-696x458.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Mit-Freund-Herbert-Walter-741x486.jpg 741w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Freund Herbert Walter</figcaption></figure></div>


<p>Gemeinsam mit Horst Wagner betreute ich als Kapitän über zahlreiche Jahre diese tolle Mannschaft. Zu ihr zählten u. a. Spieler wie Wölfi Hansen, Walter Markmann, Klaus Dietrich, Herbert Walter, Stephan Jannsen, Holger „Longo“ Baasch, Wolfgang Green, Gerhard Janssen, Holger Sohrweide, Dieter Bednarski, Arno Nielsen, Hans-Joachim Krüger und auch mein Bruder Hans-Joachim, der uns allerdings zuletzt verletzungsbedingt nur noch passiv an der Seitenlinie unterstützen konnte.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Golfen-in-Gluecksburg.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84730" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Golfen-in-Gluecksburg.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Golfen-in-Gluecksburg-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Golfen-in-Gluecksburg-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Golfen-in-Gluecksburg-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Golfen-in-Gluecksburg-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Golfen in Glücksburg</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Seine Zeit als freier Mitarbeiter beim sh:z und Flensborg Avis</h2>



<p>Neben seiner aktiven Zeit als Fußballer sollte ihn diese Sportart noch viele weitere Jahre in seinem Leben begleiten. Irgendwann im Sommer des Jahres 1991 wurde Willi von Sportskollegen gefragt, ob er sich vorstellen könnte, fürs „Flensburger Tageblatt“ regelmäßig kurze Spielberichte von den Wochenendspielen der Flensburger Fußballmannschaften zu verfassen und diese den Zeitungsmachern zur Verfügung zu stellen. Willi fand die Idee durchaus charmant: „Ich dachte mir schließlich: Das probiere ich einfach mal vier Wochen lang &#8211; daraus wurden dann immerhin fast 33 Jahre …!“</p>



<p>„Willi“ Simon beschreibt diese schöne und doch sehr lange Zeit mit durchaus emotionalen Worten: „Seit dem August 1991 habe ich ununterbrochen(!) bis zum 30.06.2024 als freier Mitarbeiter in der Sportredaktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) gearbeitet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Segeltour-nach-Kopenhagen.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84725" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Segeltour-nach-Kopenhagen.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Segeltour-nach-Kopenhagen-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Segeltour-nach-Kopenhagen-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Segeltour-nach-Kopenhagen-629x420.jpg 629w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Segeltour-nach-Kopenhagen-696x465.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf Segeltour nach Kopenhagen</figcaption></figure></div>


<p>&nbsp;In dieser doch recht langen Zeit habe ich insbesondere über den regionalen Fußball von der Oberliga über die Landes- und Verbands- sowie Bezirksligen bis runter auf die Kreisebene berichtet. Jeweils im Januar habe ich zudem immer wieder gern vom alljährlichen Hallenmasters in der Kieler Ostseehalle (heute „Wunderino-Arena“) berichtet, an dem eigentlich immer mindestens eine Flensburger Mannschaft teilgenommen hatte. Insgesamt war es eine tolle Zeit, weil ich mit vielen wunderbaren Kollegen, wie Hans-Werner Klünner, Jan Wrege, Jochen Hebbeln, Michael Bock und auch Ulrich Schröder, in jenen Jahrzehnten gut zusammenbearbeitet habe.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Die-Simons-auf-Sylt.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84729" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Die-Simons-auf-Sylt.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Die-Simons-auf-Sylt-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Die-Simons-auf-Sylt-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Die-Simons-auf-Sylt-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Die-Simons-auf-Sylt-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Die-Simons-auf-Sylt-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Die-Simons-auf-Sylt-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Simons auf Sylt</figcaption></figure></div>


<p>Es gab und gibt vielfältige und verschiedene Gründe, weshalb mich diese „Nebentätigkeit“ stets als ein mich durchaus bereicherndes Hobby erfüllt hat. Ich konnte mich mit meinem Ur-Hobby Fußball auch auf anderer Ebene beschäftigen, konnte schreiben, verdiente auch ein „wenig“ Geld damit, aber das Wichtigste für mich persönlich war, dass ich auf diese Weise stets Kontakt zu jungen Leuten hatte und habe.“ Wilfried ergänzt dazu und betont ausdrücklich: „Ich habe mich vor und bei der Erstellung der Spielberichte immer um eine neutrale Sichtweise auf das jeweilige Spiel und eine objektive Spielanalyse des Gesehenen bemüht!“</p>



<p>Seine Spielberichte wurden von den zahlreichen Fußballinteressierten gern gelesen und verschlungen – auch wenn der eine oder andere Sportfreund bestimmte Spielszenen schon mal anders gesehen haben wollte – oder dem „Reporter Willi“ gar eine spezielle Sichtweise (Stichwort „Vereinsbrille“) unterstellte. Das gehört beim Fußball aber nun einmal dazu: Das Diskutieren und sich mit anderen übers Spiel kon­trovers austauschen …</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="764" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Nach-erfolgreicher-Hueft-OP-764x1024.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84735" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Nach-erfolgreicher-Hueft-OP-764x1024.jpg 764w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Nach-erfolgreicher-Hueft-OP-224x300.jpg 224w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Nach-erfolgreicher-Hueft-OP-768x1029.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Nach-erfolgreicher-Hueft-OP-313x420.jpg 313w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Nach-erfolgreicher-Hueft-OP-696x933.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Nach-erfolgreicher-Hueft-OP.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 764px) 100vw, 764px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nach erfolgreicher Hüft-OP</figcaption></figure></div>


<p>Dann wird Wilfried „Willi“ Simon aber wirklich emotional: „Die Tätigkeit beim sh:z endete für mich jedoch plötzlich und unerwartet Anfang Juni des vergangenen Jahres 2024. Da wurde rund 50 freien Mitarbeitern mitgeteilt, dass ihre Mitarbeit künftig nicht mehr benötigt wird, weil der Verlag nicht mehr regelmäßig über den regionalen Fußball (aber auch über andere Sportarten, wie Handball, Volleyball, Schwimmen oder Leichtathletik) berichten wird.“</p>



<p>Willi fährt fort: „Wenn sich der Verlag dafür entscheidet, künftig nur noch bedingt über den Regionalsport zu berichten, dann ist das einfach so. Meiner Meinung nach ist nun die aktuelle Schwerpunktberichterstattung über die SG Flensburg-Handewitt, den THW Kiel, Holstein Kiel, den HSV und FC St. Pauli zwar nachvollziehbar, aber die Erfahrung zeigt doch auch, dass eine Vielzahl anderer, weitreichender Medien durch ihre jeweiligen Portale im Internet diese Themen der Profi-Sportvereine schon längst abgearbeitet haben – bevor die hiesige Tageszeitung am Wochenanfang endlich ihren Weg zum Leser findet.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Am-Strand-in-Blockhus.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84722" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Am-Strand-in-Blockhus.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Am-Strand-in-Blockhus-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Am-Strand-in-Blockhus-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Am-Strand-in-Blockhus-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Am-Strand-in-Blockhus-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Am-Strand-in-Blockhus-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Am-Strand-in-Blockhus-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Strand in Blockhus</figcaption></figure></div>


<p>Ich habe zumindest diese Erfahrung gemacht, da ich mich ja immer noch häufig auf allen Fußballplätzen der Region aufhalte, dass eine Sportberichterstattung der unteren Spielklassen von sehr vielen Sportfreunden durchaus vermisst wird. Was mich jedoch persönlich betrifft, war ich schon sehr enttäuscht, mit welcher Gleichgültigkeit und fehlenden Wertschätzung mir nach 33 Jahren lapidar und per E-Mail mitgeteilt wurde: „Wir brauchen dich nicht mehr.“ Auch wenn in der E-Mail stand, dass ich ja Berichte anbieten könne, und dann werde in der Redaktion entschieden, was veröffentlicht werde. Von einer Mitarbeiterführung hätte ich seitens des Verlages eine stilvollere Verabschiedung erwartet“, hat Willi heute längst mit dem sh:z abgeschlossen.</p>



<p>„Als ich im Oktober des vergangenen Jahres gerade auf Kreta in Urlaub weilte, bekam ich von Ruwen Möller, dem Sportchef bei Flensborg Avis, einen Anruf. Er fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, künftig in seinem Team in der Sportredaktion mitzuarbeiten. Nach kurzer Überlegung sagte ich zu. Seitdem schreibe ich mit Freude jetzt wieder über den TSB Flensburg, TSV Nordmark Satrup, die dänischen Vereine DGF und Stjernen, sowie hin und wieder über den Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08. Mein Tipp: Ich kann nur jedem Fußballinteressierten empfehlen, das E-Paper vom Flensborg Avis zu abonnieren, denn dort wird auch in Deutsch über den hiesigen Regionalsport umfangreich berichtet.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="592" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Opa-mit-den-Enkelkindern.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84736" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Opa-mit-den-Enkelkindern.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Opa-mit-den-Enkelkindern-300x222.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Opa-mit-den-Enkelkindern-768x568.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Opa-mit-den-Enkelkindern-568x420.jpg 568w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Opa-mit-den-Enkelkindern-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Opa-mit-den-Enkelkindern-696x515.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Opa mit den Enkelkindern</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wilfried Simons andere Facetten und Interessen</h2>



<p>Wilfried nur auf den Sport und insbesondere auf den Fußball zu reduzieren, würde ihm allerdings überhaupt nicht gerecht werden. „Neben dem Sport, der schon immer ein wichtiger Faktor in meinem Dasein ist, habe ich allerdings auch zahlreiche andere Interessen: Ich bin ein geschichtlich, politisch und auch musikalisch (von Pop bis Klassik) interessierter Mensch, finde nun die nötige Zeit dafür in meinen Tagesabläufen“, verrät er uns. „Zudem habe ich seit meiner Pensionierung den Zugang insbesondere zu zeitgenössischer Literatur gefunden.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Golftour.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84723" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Golftour.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Golftour-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Golftour-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Golftour-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Golftour-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Golftour-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Auf-Golftour-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf Golftour</figcaption></figure></div>


<p>Die Autoren Ewald Arenz, Martin Walker, Martin Suter, Ferdinand von Schirach, Sebastian Fitzek (nicht seine Thriller) Jean-Luc Bannalec gehören zu meinen Favoriten. Meine Lieblingsbücher sind jedoch von Arenz „Der große Sommer“ und „Die Liebe an miesen Tagen“ sowie von Delia Owens „Der Gesang der Flusskrebse“.“</p>



<p>„Neben dem Reisen in attraktive Urlaubsregionen insbesondere im Süden des Planeten genießen meine Frau Su­sanne und ich immer wieder regelmäßig unser Sommerhaus im „Golf-Resort in HimmerLand“ – übrigens wird der Begriff hier tatsächlich mit großem „L“ geschrieben“, versichert mir mein Gegenüber, dem man das regelmäßige Reisen in südliche und sommerliche Gefilde und viele Aufenthalte im Freien durchaus ansieht.&nbsp; „Während unserer Aufenthalte dort spielen wir im „Himmerland Golf Club (HGC)“ gemeinsam und immer wieder mit vielen Freunden und Bekannten Golf. Golf ist übrigens eine Sportart, die in Dänemark längst zu einem Volkssport geworden ist und im ganzen Land somit einen ganz anderen Stellenwert hat, als dies in Deutschland der Fall ist – wo der Golfsport immer noch eher als elitär angesehen wird.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="524" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Haus-in-Himmerland.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84727" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Haus-in-Himmerland.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Haus-in-Himmerland-300x197.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Haus-in-Himmerland-768x503.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Haus-in-Himmerland-641x420.jpg 641w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Haus-in-Himmerland-696x456.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Das-Haus-in-Himmerland-741x486.jpg 741w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Haus in Himmerland</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Sein aktuelles Hobby: Das Golfspielen</h2>



<p>Allmählich erwärmt sich Wilfried für das Thema „Golf“: „Das sieht man besonders an der umfangreichen medialen Berichterstattung in Dänemark auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen, während in Deutschland lediglich der Bezahlsender „Sky“ regelmäßig über Golfturniere berichtet. Ein besonderer internationaler Fokus des europäischen Spitzengolfes lag bis zum Jahr 2023 auf unserem Golfclub. Der Gründer des „Dänischen Bettenlagers“ (jetzt JYSK) und große Förderer des Golfclubs HGC, Lars Larsen, der leider vor einigen Jahren verstorben ist, hatte einst eine Vision; sein bekannter Spruch war „I have a dream“. </p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="979" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Lars-Larsen.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84733" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Lars-Larsen.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Lars-Larsen-245x300.jpg 245w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Lars-Larsen-768x940.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Lars-Larsen-343x420.jpg 343w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Lars-Larsen-696x852.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lars Larsen</figcaption></figure></div>


<p>Sein Traum war es, Spitzengolf auf höchstem Niveau nach Himmerland zu bringen, und diesen Lebens- traum hatte er sich tatsächlich erfüllt.  Bei diesem Turnier geht es regelmäßig um lukrative Prämien in Höhe von 3 Millionen(!) Dollar, wobei die Siegprämie um die 300.000 Dollar beträgt. Ab 2014 spielte die European Tour, die jetzt DP World Tour heißt, tatsächlich auch bei uns in Nordjütland. Elitegolfer, wie die Ryder-Kapitäne Luck Donald, Darren Clark und Thomas Björn sowie Lee Westwood, Rasmus und Niklas Højgaard, Rafa Cabrera-Bello, das Enfant terrible John Daly, aber auch deutsche Top-Golfer um Martin Kaymer, Maximilian Kiefer, Marcel Siem und Yannik Paul, traten in Himmerland auf“, ist der passionierte Golfer Wilfried Simon begeistert von diesem besonderen Sport­event praktisch vor seiner Haustür.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="673" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Jetzt-Koenig-Frederik-X-673x1024.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84732" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Jetzt-Koenig-Frederik-X-673x1024.jpg 673w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Jetzt-Koenig-Frederik-X-197x300.jpg 197w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Jetzt-Koenig-Frederik-X-768x1168.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Jetzt-Koenig-Frederik-X-276x420.jpg 276w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Jetzt-Koenig-Frederik-X-696x1059.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Jetzt-Koenig-Frederik-X.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 673px) 100vw, 673px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jetzt König: Frederik X.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Auch hier war Willi als Sportreporter gefragt</h2>



<p>„Welche Bedeutung dieses Turnier für das gesamte Land Dänemark hat, zeigt sich auch an der Tatsache, dass jeweils am Tag vor dem eigentlichen Turnier, die Profis gemeinsam mit Amateuren in einem „ProAm“ miteinander spielen. Als ganz prominenter Amateur hat häufig der damalige Kronprinz und heutige König Frederik X. dabei mitgespielt.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Vater-und-Sohn.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84738" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Vater-und-Sohn.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Vater-und-Sohn-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Vater-und-Sohn-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Vater-und-Sohn-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Vater-und-Sohn-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Vater-und-Sohn-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/Vater-und-Sohn-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vater und Sohn</figcaption></figure></div>


<p>Und er ist durchaus stolz auf die Tatsache: „Ich hatte seinerzeit das Privileg, stets bei diesen Events akkreditiert zu sein, konnte mich so uneingeschränkt auf dem Gelände und zwischen den Golf-Koryphäen bewegen, Eindrücke und Statements der Spieler sammeln. Im Anschluss an das jeweilige Turnier habe ich von dort für das Flensburger Tageblatt, Flensborg Avis und das damalige Golf-Magazin des sh:z berichtet.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_039.jpg" alt="Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe" class="wp-image-84720" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_039.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_039-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_039-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_039-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20251010_Simon_039-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Digital unterwegs</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ballhöhe und beste Wünsche</h2>



<p>So kann man heute, im ausklingenden Kalenderjahr 2025, durchaus mit Fug und Recht behaupten: Wilfried „Willi“ Simon ist praktisch sein ganzes Leben lang permanent und mit Begeisterung auf Ballhöhe unterwegs gewesen. Das Flensburg Journal bedankt sich bei Willi für ein äußerst interessantes und informatives Gespräch und wünscht ihm und seiner lieben Ehefrau, dass das noch möglichst lange so bleiben möge, „dass ihr noch gemeinsam viele schöne Jahre zusammen verbringen mögest, egal, ob im „hyggeligen“ Sommerhaus, irgendwo im warmen Süden, oder auf irgendeinem Sportgelände, wo dann gern mindestens ein Ball rollen sollte. Danke Willi!“</p>



<p><em>Mit Wilfried Simon sprach Peter Feuerschütz<br>Fotos: privat, Benjamin Nolte   </em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/wilfried-willi-simon-in-flensburg-stets-auf-ballhoehe/">Wilfried „Willi“ Simon – in Flensburg stets auf Ballhöhe</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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		<title>Kurt Svensson – ein Flensburger Original</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2025 22:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Straßen und Stadtteile]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Er verkörpert den Ur-Flensburger, wie man ihn sich landläufig wohl so vorstellen könnte: Hier am Wasser geboren und aufgewachsen, stets fasziniert vom Hafen, begeisterter Segler, nordisch humorvoll, traditions- und geschichtsbewusst. Man könnte auch sagen: ein typischer Botschafter und Vertreter Flensburger Werte und Tugenden. Die Rede ist von Kurt Svensson, dem „Helden“ in dieser Ausgabe unserer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/kurt-svensson-ein-flensburger-original/">Kurt Svensson – ein Flensburger Original</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Er verkörpert den Ur-Flensburger, wie man ihn sich landläufig wohl so vorstellen könnte: Hier am Wasser geboren und aufgewachsen, stets fasziniert vom Hafen, begeisterter Segler, nordisch humorvoll, traditions- und geschichtsbewusst. Man könnte auch sagen: ein typischer Botschafter und Vertreter Flensburger Werte und Tugenden. Die Rede ist von Kurt Svensson, dem „Helden“ in dieser Ausgabe unserer Serie „Straßen und Stadtteile“!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="601" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190554.jpg" alt="Kurt Svensson – ein Flensburger Original" class="wp-image-84406" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190554.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190554-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190554-768x577.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190554-559x420.jpg 559w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190554-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190554-696x523.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190554-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Willkommen auf der „Svensson-Werft“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">In Tempelhof geboren</h2>



<p>Beim Namen Tempelhof denkt man wohl zuerst vor allem an den Berliner Stadtteil, bekannt für seinen (stillgelegten) Flughafen Tempelhof. Doch aufgepasst: Tempelhof gibt es auch in Flensburg, genauer gesagt in der Flensburger Nordstadt, in zweiter Reihe der Apenrader Straße. Zu diesem Quartier Tempelhof werden die Hausnummern Apenrader Straße 80 bis 130 gezählt. Die Wohnhäuser entstanden in den 1920er-Jahren. Insgesamt besteht das Quartier aus acht Häuserblöcken, die zwei bis drei Geschosse hoch sind. Die Straßenführung erinnert an die des Parkhofs in Mürwik. Mit dem Bau der eher schlichten Anlage begegnete man damals der Wohnungsnot, die nach dem Ersten Weltkrieg allgemein herrschte.&nbsp; Die Wohnanlage gehört heute zum SBV, der zudem in der Apenrader Straße einen Stadtteiltreff betreibt. Zwischen 2014 und 2017 wurde das Quartier Tempelhof grundsaniert.&nbsp;</p>



<p>In jenem Quartier erblickte Kurt Svensson im Jahr 1957 das Licht dieser Welt, als dritter von vier Söhnen des Ehepaars Svensson. „Ich war eine sogenannte Hausgeburt, das war damals durchaus noch üblich“, erzählt uns Kurt. „Meine Vorfahren sind Skandinavier – der Nachname lässt es erahnen“, schmunzelt mein Gegenüber. „Mein Ururgroßvater ist seinerzeit – vor weit über 120 Jahren, aus Schweden nach Dänemark ausgewandert, kam auf Umwegen schließlich nach Flensborg, das damals noch zu Dänemark gehörte.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="603" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Hier-spricht-euer-Radio-.jpg" alt="Kurt Svensson – ein Flensburger Original" class="wp-image-84400" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Hier-spricht-euer-Radio-.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Hier-spricht-euer-Radio--300x226.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Hier-spricht-euer-Radio--768x579.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Hier-spricht-euer-Radio--557x420.jpg 557w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Hier-spricht-euer-Radio--80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Hier-spricht-euer-Radio--696x525.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hier spricht euer Radio &#8230;</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Kindheit und Schulzeit</h2>



<p>„Wir Svensson-Jungs hatten eine schöne Kindheit. Unsere Eltern hatten es nicht leicht, kamen aber über die Runden, und wir Kinder waren meistens draußen unterwegs. Der Strand am Ostseebad und später die nähere Umgebung am Westufer der Förde und im Einzugsbereich der oberen Harrisleer Straße waren unser „Revier“.“ Im Jahr 1962 zog die Familie Svensson um, der neue Wohnsitz lag jetzt in der Taubenstraße. „Da wir von zuhause dänisch geprägt waren, lag es nahe, dass ich in die Cornelius-Hansen-Skolen im Alten Kupfermühlenweg eingeschult wurde – das war im Jahr 1963“, weiß Kurt zu erzählen.</p>



<p>Ende der 60er Jahre entdeckte Kurt sein Interesse an Geschichte und historischen Ereignissen, insbesondere angetan hatte ihm die der Nordamerikaner. „Wir spielten mit unheimlich vielen Kindern und Jugendlichen die Schlacht von Gettysburg nach, in möglichst originalgetreuen Kostümierungen. Schon in der Vorbereitung waren alle fleißig am Basteln, Stricken, Nähen und Werkeln – natürlich mithilfe der Eltern und Großeltern, die dafür eingespannt wurden. Es wurde ein grandioser Erfolg, und so ermutigt, spielten wir im Folgejahr im Stadtpark die Schlacht am „Little Bighorn“ nach, wofür mein Vater mir extra einen sackstarken Federschmuck fertigte, so dass ich als Häuptling „Sitting Bull“ meine schauspielerische Frühkarriere ausleben konnte“, lacht Kurt in Erinnerung an jene turbulenten Zeiten.</p>



<p>„An der Cornelius-Hansen-Skolen verblieb ich auch, als wir erneut umzogen: 1967 fanden wir eine neue Bleibe, diesmal am Burghof, direkt an der Toosbüystraße gelegen. Doch unsere Familienreise durch Flensburg ging einige Jahre später erneut weiter: Diesmal zogen wir allerdings aus dem Westen Flensburgs fort, in Engelsby waren wir ab 1971 zuhause. Wir bekamen eine Wohnung im Trögelsbyer Weg – in Hausnummer 57“, weiß Kurt noch genau. Der Umzug in den Osten der Stadt bedeutete für Kurt einen Schulwechsel, im Laufe des 8. Schuljahres wechselte er an die Jens Jessen-Skolen in der Mürwiker Straße, schräg gegenüber der „Seewarte“.</p>



<p>Die Liebe zum Wasser und zur Seefahrt wurde auch dadurch in ihm geweckt und unterstützt, dass sein Vater, der ein geschickter Handwerker war, einen ursprünglichen Fischkutter erwarb und diesen in einen komfortablen Familienkutter umbaute. „Mit unserem Kutter waren wir viel unterwegs, es war für mich eine herrliche Zeit. Die Seefahrt war einfach mein Ding – ich genoss jede Minute auf unserem Kutter und auf dem Wasser“, erzählt uns Kurt.&nbsp;&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Warschau-an-Backbord-768x1024.jpg" alt="Kurt Svensson – ein Flensburger Original" class="wp-image-84405" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Warschau-an-Backbord-768x1023.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Warschau-an-Backbord-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Warschau-an-Backbord-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Warschau-an-Backbord-696x927.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Warschau-an-Backbord.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Warschau an Backbord</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Ernst des Lebens beginnt</h2>



<p>Kurt schloss 1973/74 die Schule ab. Inzwischen war die Familie erneut umgezogen, es ging diesmal nach Alt-Engelsby. „In einem sogenannten Altenteil eines dort ansässigen Bauern – Bauer Lassen – fanden meine Eltern eine Wohnung, ich bezog meine erste eigene „Bude“ im gleichen Haus ein Stockwerk höher. Doch kurz darauf verstarb mein Vater, und der Wohnungseigentümer meldete für sein gesamtes Haus Eigenbedarf an, wir mussten also erneut unsere Sachen packen und umziehen. Kurzzeitig zog ich mit meiner Mutter in den Apfelhof Nr. 2, doch schon bald suchte ich mir erneut eine eigene Bleibe. Ich blieb jedoch im Stadtteil Engelsby wohnen, bezog meine erste richtige und eigene Wohnung im Hochhaus in der Brahmsstraße 1.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="701" height="776" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Im-Museumshafen-e1758701320801.jpg" alt="Kurt Svensson – ein Flensburger Original" class="wp-image-84401" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Im-Museumshafen-e1758701320801.jpg 701w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Im-Museumshafen-e1758701320801-271x300.jpg 271w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Im-Museumshafen-e1758701320801-379x420.jpg 379w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Im-Museumshafen-e1758701320801-696x770.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Museumshafen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Eintritt in die Arbeitswelt</h2>



<p>Auf der Suche nach einer Lehrstelle wurde Kurt schnell fündig. „Ich begann eine Ausbildung zum Tankwart – den Beruf gab es damals tatsächlich noch! Genau hieß der Lehrberuf allerdings „technischer Verkäufer“. Meine Lehrstelle war die damalige Tankstelle Hein – eine Shell-Tankstelle – in der Mürwiker Straße 120. Diese „Tanke“ gibt es übrigens heute noch“, weiß Kurt, „allerdings ohne angeschlossene Kfz-Werkstatt, wie es in den 70er Jahren noch gang und gäbe war.“ Nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre als frischgebackener Geselle fand der junge Mann eine Anstellung bei Auto-Gartzke, einer Autovermietung, seinerzeit mit Firmensitz in der Husumer Straße in der Südstadt. Den Betrieb gibt es nicht mehr, er wurde später vom Autoverleih Buchbinder übernommen. Es dauerte allerdings nicht mehr lange, bis „Vater Staat“ sich bei Kurt Svensson meldete. Er erhielt nämlich die Einberufung zum Wehrdienst. „Ende der 70er Jahre habe ich meine 15monatige Wehrpflicht abgeleistet – nach der Grundausbildung habe ich eine recht schöne und sorglose Zeit beim Bund verbracht, ich war Teil des MFG 2 (Marineflieger-Geschwader), das damals in Eggebek bzw. in Tarp stationiert war.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="601" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Sehr-erfindungsreich.jpg" alt="Kurt Svensson – ein Flensburger Original" class="wp-image-84403" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Sehr-erfindungsreich.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Sehr-erfindungsreich-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Sehr-erfindungsreich-768x577.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Sehr-erfindungsreich-559x420.jpg 559w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Sehr-erfindungsreich-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Sehr-erfindungsreich-696x523.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Sehr-erfindungsreich-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sehr erfindungsreich</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Das Erwachsenenleben</h2>



<p>Gleich im Anschluss an den Wehrdienst ging Kurt zur Firma Transit Transport in der Schleswiger Straße. „Für Transit war ich recht lange als Fahrer unterwegs, allerdings immer im hiesigen Stadtverkehr eingesetzt. Als ich durch eigene Dummheit meinen Führerschein für eine Zeitlang abgeben musste, war ich den Job als Fahrer jedoch wieder los. In den nächsten Folgejahren habe ich viele Jobs gehabt, war unter anderem eine Zeitlang auf der Werft beschäftigt, war auch im Lager unterwegs – dann folgte allerdings eine schwere Zeit für mich. Geprägt durch gesundheitliche Probleme, wurde ich letztlich arbeitslos, und erlebte einige schwere und harte Jahre.“</p>



<p>Doch Kurt durchschritt dieses tiefe Tal, wurde wieder gesund und berappelte sich. „Ich fand schließlich eine Anstellung als Wagenpfleger bei der ARAL-Tankstelle Christiansen an der Nordstraße (gegenüber von P&amp;Q). Der Betrieb umfasste neben dem Tankbereich zusätzlich eine Simca-Werkstatt – da war immer genug zu tun.“ Mittlerweile hatte Kurt geheiratet, doch die Ehe stand unter keinem glücklichen Stern. „Es war eine falsche Entscheidung, wir passten nicht zueinander, ich war schließlich froh, als ich das Kapitel beenden konnte“, will Kurt diese Episode seines Lebens gar nicht sehr vertiefen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein beruflicher Glücksfall</h2>



<p>In 1997 bekam Kurt einen Job als sogenannter „1-Euro-Jobber“ bei der Waldorfschule in der Valentiner Allee. „Dort fühlte ich mich sehr schnell pudelwohl. Das beruhte wohl auf Gegenseitigkeit. Die Schulleitung, die Lehrer und nicht zuletzt die Schüler – wir kamen bestens miteinander klar. Mein handwerkliches Geschick und meine Kreativität beeindruckten die dortigen Entscheider, man bot mir schließlich sogar eine feste Stelle als Hausmeister der Waldorfschule an. Ich habe nicht lange überlegt, sofort „Ja“ gesagt. Und so war ich immerhin 23 Jahre lang – von 1998 bis zur Rente in 2021 – der festangestellte Hausmeister an jener Schule!“, freut sich Kurt rückblickend heute noch über diesen beruflichen Glücksfall.  Kurt ergänzt: „Die Waldorf-Verantwortlichen waren sehr entgegenkommend und fürsorglich mir gegenüber. Sie stellten mir sogar eine kurzfristig frei gewordene möblierte Wohnung in der Teichstraße 9 zur Verfügung.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="800" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Als-Fischer-bei-der-Arbeit.jpg" alt="Kurt Svensson – ein Flensburger Original" class="wp-image-84397" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Als-Fischer-bei-der-Arbeit.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Als-Fischer-bei-der-Arbeit-300x300.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Als-Fischer-bei-der-Arbeit-150x150.jpg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Als-Fischer-bei-der-Arbeit-768x768.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Als-Fischer-bei-der-Arbeit-420x420.jpg 420w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Als-Fischer-bei-der-Arbeit-696x696.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Fischer bei der Arbeit</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Sein privater Glückstreffer</h2>



<p>Kurt wollte nicht unbedingt lebenslänglich alleinstehend und Junggeselle bleiben. Er machte sich bald auf Partnersuche, schaltete sogar Kontaktanzeigen in den Flensburger Zeitungen und Wochenblättern. „Und eine dieser Anzeigen brachte mir tatsächlich mein Glück ins Haus“, schildert mir Kurt. „Ich lernte auf diesem Weg meine heutige Frau kennen und lieben.</p>



<p>Längst sind wir verheiratet, mittlerweile schon weit über 15 Jahre glücklich miteinander. Sie ist mein größter Glücksfall“, weiß Kurt sein privates „Happy End“ sehr zu schätzen. Die beiden bezogen eine erste gemeinsame Wohnung im Jahr 2008 in der Norderallee, zogen drei Jahre später, 2011, erneut um, diesmal nach Tarup. Überhaupt 2011: „Am 11.06.2011 haben wir geheiratet“, erinnert sich Kurt gern an jenes Jahr zurück. Das sollte der Start in eine glückliche und überaus harmonische Zeit in seinem Dasein werden.</p>



<p>„Privat lief es prima, die Arbeit füllte mich zudem auch aus, die Hausmeisterei in der Waldorfschule war gewissermaßen ein Betrieb im Betrieb – ich hatte dort weitgehend freie Hand, da ich die manchmal schon fordernden Wünsche und Aufträge an unsere „Abteilung“ eigentlich immer zur Zufriedenheit des „Lehrkörpers“ erfüllen konnte.“</p>



<p>Mit Blick auf die bevorstehende Versetzung in den Ruhestand erfüllten sich die Svenssons einen lang gehegten Wunsch. Im Jahr 2020 fand der Umzug nach Mürwik in die heutige Wohnung am Marrensdamm statt.</p>



<p>„Unsere jetzige Wohnung war für mich schon in jungen Jahren mein absolutes Traumhaus“, schmunzelt Kurt. „Als junger Lehrling bei Hein in der Mürwiker Straße in den 70er Jahren nahe dem Stadion fuhr ich täglich auf dem Weg zur Arbeit mit der Linie 11 von Engelsby zum Twedter Plack an jenem Haus vorbei, habe damals schon immer gedacht: „Da willst Du später mal wohnen und Dein Leben genießen!“ Wie das Leben manchmal so spielt …</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sein Hobby- und Freizeitleben</h2>



<p>Noch als Schüler kam er mit dem Segeln in Berührung. Ausbilder bzw. Segellehrer vom Flensburger Yacht-Club boten regelmäßig in der Jens-Jessen-Skolen für interessierte Schüler Segelkurse an, wollten so für die Jugendabteilung ihres Vereins Nachwuchs gewinnen.</p>



<p>Kurt war begeistert und stürzte sich mit Freude in die Ausbildung, war hoch motiviert dabei. Die Jugendlichen machten zudem zahlreiche Ausflüge mit den Schulyachten in die Ostsee, fuhren nach Barsø in den Alsensund, ankerten und übernachteten an Bord vor Dyvik. Kurt trug längst das Segelvirus in sich, unterstützt auch durch die vielen Fahrten, die seine Eltern und Brüder gemeinsam mit dem Familienkutter unternahmen. Zu seinem Glück unterhielt die Waldorfschule eine eigene Jolle, die er gelegentlich selbst zum Segeln nutzen durfte. „Die übrigen Schiffe, auf denen ich mitfuhr, wurden nach und nach immer größer“, lächelt Kurt in Erinnerung an alte Zeiten. So fuhr er immer öfter – wenn die Zeit es zuließ &#8211; auf Traditionsseglern über die Ostsee.&nbsp; „Im Jahr 2000 segelte ich an Bord der „Ryvar“, einem einstigen Heringslogger von rund 40 Metern Länge, unter Skipper Achim Kowalski sogar mit nach Brest in die Bretagne, eine unvergessliche Reise mit vielen Erlebnissen.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Bei-den-Fischern-in-Fahrensodde.jpg" alt="Kurt Svensson – ein Flensburger Original" class="wp-image-84398" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Bei-den-Fischern-in-Fahrensodde.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Bei-den-Fischern-in-Fahrensodde-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Bei-den-Fischern-in-Fahrensodde-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Bei-den-Fischern-in-Fahrensodde-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Bei-den-Fischern-in-Fahrensodde-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Bei-den-Fischern-in-Fahrensodde-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Bei-den-Fischern-in-Fahrensodde-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bei den Fischern in Fahrensodde</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Apropos: Historischer Hafen in Flensburg</h2>



<p>Bis heute ist Kurt Svensson dem Historischen Hafen eng verbunden. Viele aus dem Hafenmilieu kennen ihn, weil er dort unten am Wasser gewissermaßen sein zweites Zuhause hat, an der „Flensburger Küste“ mit jedermann, Touristen und Einheimischen ins Schnacken kommt und gern und wortreich viele Döntjes erzählt, während er das alte Ruderhaus betreut, das inzwischen auf der Steganlage nahe der Museumswerft steht und früher zur „Dagmar Aaen“ gehörte, dem Expeditionsschiff von Arved Fuchs. Jenes alte Ruderhaus hat ihm seinerzeit sein inzwischen guter Freund Achim Kowalski nicht nur zur Verfügung gestellt, sondern sogar eigens dorthin transportiert und aufgestellt.</p>



<p>„Den Touristen erzähle ich neben den unzähligen Geschichten über den Flensburger Hafen immer wieder gern die Stories etwa vom berühmten „Pommes-Jagdboot“, oder die von der in Seefahrerkreisen bekannten und bedeutendsten maritimen Flensburger Erfindung: der heute noch voll funktionsfähigen Melkmaschine für Seekühe …“</p>



<p>Kurt hat das Ruderhaus in mühseliger Kleinarbeit „auf Vordermann“ gebracht, hat drinnen einen Info-Stand für Interessierte eingerichtet. Sein Nachfolger als Hausmeister in der Waldorfschule hat ein Original-Armaturenbrett eingebaut, von besagtem Achim Kowalski hat er ein ausgedientes Steuerrad bekommen, er selbst hat einen Gashebel nachgebaut und angebracht, hat einen Kompass geschenkt bekommen – Kurt hat viel „Herzblut“ in das historische Ruderhaus gesteckt! Andere Mitglieder des Flensburger Museumshafens schenkten ihm weitere maritime Utensilien.</p>



<p>Auf die Frage, ob er denn selbst noch auf der Förde „rumschippert“, sagt mir Kurt grinsend: „Gelegentlich fahre ich gern mal wieder mit, die Faszination ist auch heute noch ungebrochen, die Seefahrt ist einfach mein Ding – doch so viel Zeit habe ich eigentlich gar nicht dafür – ich habe ja noch viele andere Projekte am Laufen!“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="601" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190556.jpg" alt="Kurt Svensson – ein Flensburger Original" class="wp-image-84396" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190556.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190556-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190556-768x577.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190556-559x420.jpg 559w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190556-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190556-696x523.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/1190556-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sehr erfindungsreich Ein bemerkenswerter Arbeitsplatz</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die „Svensson-Werft“</h2>



<p>An der Förde entdeckte Kurt Svensson neben der Liebe zum Segeln auch die Faszination für Dampfschiffe kennen und schätzen. Im kleinen Keller seiner Wohnung in Mürwik richtete er sich eine Werkstatt ein. Er nennt sie stolz die „Svensson-Werft“. Hier werkelt er seit Jahren unter anderem an Dampfschiff-Modellen. Und man muss ihm einfach bestätigen: Der Begriff „Werft“ ist für sein Keller-Refugium wirklich nicht zu hoch gegriffen, beim erstmaligen Betreten des Raumes ist man bass erstaunt und stark beeindruckt.</p>



<p>Ausgestattet mit dem nötigen Werkzeug und Equipment, fallen einem sogleich die an den Wänden platzierten Schiffsmodelle ins Auge, insbesondere das beeindruckende Modellschiff unserer „Alexandra“, das übrigens auf dem Original – der „Alex“ – im Flensburger Binnenhafen eingeweiht wurde.</p>



<p>Neben Modellschiffen haben es ihm auch alte Lokomotiven angetan, speziell jene, die in längst vergangenen Zeiten hier im Umland unterwegs waren.&nbsp; Als Kurt im Jahr 1957 auf die Welt kam, da war die einstige Kreisbahn, die täglich zwischen Flensburg und Kappeln unterwegs war, bereits schon seit gut vier Jahren Geschichte. Die ursprüngliche Bahntrasse wurde teilweise umgebaut zu einer Autostraße, der damaligen Nordstraße, der Vorgängerin der heutigen B199.</p>



<p>Unser leidenschaftlicher Modellbauer hat sich an mehrere Loks aus der damaligen Zeit herangewagt, diese in bemerkenswerter Größe „frei Schnauze“ – nach alten Fotos – nachgebaut. „Dabei konnte ich meiner Phantasie freien Lauf lassen – gerade so, wie ich am allerliebsten an solche Bastel- und „Fummelarbeiten“ herangehe“, lächelt der begeisterte Modellbauer. Er steht auch auf witzige Details, wie etwa eine Glocke, die er als Klingel in einem dänischen Kramladen erstanden hat, ursprünglich als Weihnachtsdeko gedacht. Zuhause auf seinem Dachboden können Interessierte seinen „Peace Train“ bewundern, der dort aufgebaut ist, womöglich auch irgendwann neben anderen Stücken von ihm der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert werden könnte. „Vielleicht gehe ich ja mal damit auf Nostalgiereise zu den einstigen Bahnhöfen der alten Kreisbahn: etwa nach Wees, Glücksburg, Langballig, Steinbergkirche, Streichmühle oder Gelting und Kappeln, um nur einige zu nennen.“&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="678" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Kurt-im-Kamingespraech-Seewarte-e1758701467231-678x1024.jpeg" alt="Kurt Svensson – ein Flensburger Original" class="wp-image-84402" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Kurt-im-Kamingespraech-Seewarte-e1758701467231-678x1024.jpeg 678w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Kurt-im-Kamingespraech-Seewarte-e1758701467231-199x300.jpeg 199w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Kurt-im-Kamingespraech-Seewarte-e1758701467231-278x420.jpeg 278w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Kurt-im-Kamingespraech-Seewarte-e1758701467231-696x1051.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/Kurt-im-Kamingespraech-Seewarte-e1758701467231.jpeg 705w" sizes="auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kurt im Kamingespräch im Heimathafen Seewarte</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Schriftsteller Kurt Svensson</h2>



<p>Relativ spät in seinem Leben entdeckte Kurt ein weiteres Talent an bzw. in sich: das Schreiben. Wie er dazu kam? „Nun, mein damals noch kleiner Neffe lauschte gern meinen Geschichten von der Seefahrt, vom Segeln, und als ich eines Tages mal von den Wikingern erzählte, merkte ich, wie spannend er das fand. Mir kam dann irgendwann die Idee – ein Gedankenblitz sozusagen, doch einfach ein Buch über die Abenteuer der Wikinger zu schreiben. So entwickelte ich die Idee zu „Ole dem Wikinger“, und es entstand schließlich mein erstes Buch!“ Das war vor gut zehn Jahren, in 2015 wurde die Buchpremiere fertig – natürlich mit dem Titel „Ole, der Wikinger“.</p>



<p>Beruflich war er zu jener Zeit ja noch voll eingespannt, hatte er doch den Fulltimejob als Hausmeister in der „Waldorfschule Flensburg“ zu bewältigen. Als Lektor und Unterstützer in Sachen Schreibarbeit am Erstlingswerk stand ihm seinerzeit Reinhard Schmidt, ein Lehrer der Waldorfschule, hilfreich zur Seite. Weitere zusätzliche Hilfe bei der Buchgestaltung, der Finanzierung und letztlich auch der Vermarktung erhielt er ehrenamtlich von seinem guten Kumpel und Freund Harald Harpke. Mittlerweile sind aus dem Erstling bereits zehn Bücher geworden. „Ich konnte in den Büchern meiner Fantasie freien Lauf lassen. Die hier entstandene „Story“ der Wikinger ist inhaltlich von mir frei erfunden, allerdings nahe dran an den geschichtlichen Ereignissen um dieses besondere Volk der Wikinger, spielt überwiegend an jenen Orten und auf den Meeren, wo die damals mit ihren Schiffen und Booten unterwegs waren und ihre Abenteuer erlebten.“</p>



<p>Ein Tipp: Wer Kurt Svensson mal live und in Farbe erleben möchte, darf das selbstverständlich gern nahe der Museumswerft im bereits erwähnten Ruderhaus der „Dagmar Aaen“ machen. Alternativ ist das jedoch auch in den sozialen Medien möglich: Bei „Facebook“ findet man ihn unter „Radio Methorn“, dort erzählt er Döntjes und gibt andere Lebensweisheiten zum Besten …  </p>



<p>Wir vom Flensburg Journal haben in Kurt Svensson einen humorvollen und spannenden Gesprächspartner kennenlernen dürfen. Wir wünschen ihm – und gönnen es Allen, dass er noch möglichst lange seiner Leidenschaft nachgehen möge, weitere interessante Modelle – ob nun Schiffe oder Loks – bauen möge und uns an seinem trockenen nordischen Humor und seinen witzigen Wikinger-Geschichten teilhaben lässt. Danke Kurt!</p>



<p><em>Mit Kurt Svensson sprach Peter Feuerschütz <br>Fotos: Thomas Becker, privat   </em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/kurt-svensson-ein-flensburger-original/">Kurt Svensson – ein Flensburger Original</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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		<title>Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2025 10:54:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Er ist nicht wirklich von Berufs wegen ein „Brückenbauer“ – eher im übertragenen Sinne, doch als Musiker hat er in der Zeit bis vor rund 50 Jahren in Flensburg und Umgebung durchaus für Furore gesorgt. Das Flensburg Journal war zu Gast bei Wolf-Rüdiger Schroeter, wie er mit vollem Namen heißt. Auf die Frage Schroeter oder [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/wolf-schroeter-flensburger-musiker-und-brueckenbauer/">Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Er ist nicht wirklich von Berufs wegen ein „Brückenbauer“ – eher im übertragenen Sinne, doch als Musiker hat er in der Zeit bis vor rund 50 Jahren in Flensburg und Umgebung durchaus für Furore gesorgt. Das Flensburg Journal war zu Gast bei Wolf-Rüdiger Schroeter, wie er mit vollem Namen heißt. Auf die Frage Schroeter oder Schröter? Kommt spontan die Antwort: „Hmm, weiß ich gar nicht so recht, doch im Internet ist das deutsche „Ö“ nicht gebräuchlich, also: Schroeter“, lächelt unser Gesprächspartner verschmitzt. Wir besuchten ihn in seinem Eigenheim im beschaulichen Hüllerup, wo er seit ziemlich genau 48 Jahren zu Hause ist. „Flensburg hat dennoch immer eine große und wichtige Rolle in meinem Leben gespielt“, gesteht uns der heute 86jährige Musiker, der immer noch fit und gesund rüberkommt, dazu auch noch voller Elan und neuer Ideen steckt.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_003.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84086" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_003.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_003-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_003-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_003-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_003-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein bemerkenswerter Arbeitsplatz</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein Flüchtlingskind</h2>



<p>Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde Wolf geboren, im Januar 1939 in einem ländlichen Umfeld in Pommern, der Landkreis hieß damals Deutsch-Krone, gehört seit 1945 zu Polen und heißt heute Wałcz. „Wir sind im Jahre 1946 gen Westen geflohen, meine Mutter, die Oma, mein jüngerer Bruder Hans und ich. Den kleinen Hans habe ich über weite Teile des langen Marsches im Blockwagen hinter mir hergezogen. Über viele Umwege sind wir endlich an unserem ersehnten Ziel angelangt: Wir erreichten Flensburg.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="801" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Schon-als-Lehrling-die-Gitarre-dabei.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84101" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Schon-als-Lehrling-die-Gitarre-dabei.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Schon-als-Lehrling-die-Gitarre-dabei-300x300.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Schon-als-Lehrling-die-Gitarre-dabei-150x150.jpg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Schon-als-Lehrling-die-Gitarre-dabei-768x769.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Schon-als-Lehrling-die-Gitarre-dabei-419x420.jpg 419w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Schon-als-Lehrling-die-Gitarre-dabei-696x697.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Lehrling mit Gitarre</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Flensburg wird die neue Heimat</h2>



<p>Die vier Schroeters waren nicht allein mit diesem Schicksal, zehntausende Flüchtlinge suchten damals Schutz und ein Dach über dem Kopf in Flensburg. „Wir waren die erste Zeit in diversen Barackenlagern untergebracht. Ich erinnere mich an solche Unterkünfte am Bahnhof, später auch in Mürwik, danach an die Einzimmer-Wohnung in der Friesischen Straße, in der wir gemeinsam lebten und alles in diesem einen Raum erledigten. Im Jahr 1949 kehrte der Vater endlich aus der Gefangenschaft zurück und kurz darauf zogen wir in eine neue Einzimmer-Wohnung in der Mathildenstraße. Nun war die Familie Schroeter vereint, doch bald starben, recht kurz nacheinander, erst die Mutter und dann auch die Oma. „Jetzt waren wir wieder nur eine halbe Familie, ein Männerhaushalt mit 3 Männern. Der Vater hatte zu unserem Glück gute Verbindungen zum damals neu gegründeten SBV, wir bekamen so 1950 unsere erste „richtige“ Wohnung in der Straße Mühlenholz in Fruerlund. Später zogen wir in eine größere Wohnung in der Mürwiker Straße um.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="564" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Die-Wolwis-beim-Auftritt.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84098" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Die-Wolwis-beim-Auftritt.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Die-Wolwis-beim-Auftritt-300x212.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Die-Wolwis-beim-Auftritt-768x541.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Die-Wolwis-beim-Auftritt-596x420.jpg 596w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Die-Wolwis-beim-Auftritt-696x491.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Die-Wolwis-beim-Auftritt-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die jungen Wolwi Brothers</figcaption></figure></div>


<p>Wolf besuchte in seiner Schullaufbahn insgesamt 11 verschiedene Schulen, andauernd wurde in jenen Jahren das Schulwesen neu geordnet und regelmäßig stand ein erneuter Schulwechsel für den Jungen an. „Meinen Schulabschluss, die Mittlere Reife, legte ich an der damaligen Handelsschule ab.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="774" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/3.-Wolwi-Brothers-774x1024.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84085" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/3.-Wolwi-Brothers-774x1024.jpg 774w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/3.-Wolwi-Brothers-227x300.jpg 227w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/3.-Wolwi-Brothers-768x1017.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/3.-Wolwi-Brothers-317x420.jpg 317w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/3.-Wolwi-Brothers-696x921.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/3.-Wolwi-Brothers.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 774px) 100vw, 774px" /><figcaption class="wp-element-caption">So sahen sie aus</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wolf wird erwachsen</h2>



<p>Etwa 1955 – genau weiß er nicht mehr – begann der Jüngling eine Lehre bei der hiesigen Kreiskrankenkasse. „Die praktische Ausbildung fand hier am Ort statt, der Berufsschul-Unterricht und die graue Theorie wurde uns dagegen in sechswöchigen Schulblöcken in einer Ausbildungsstätte in Mölln im Kreis Herzogtum Lauenburg vermittelt.“</p>



<p>Der jugendliche Wolf entdeckte früh die Musik für sich, begeisterte sich insbesondere für Melodien und Harmonien und die Stars jener 50er Jahre, einer Zeit des Aufbruchs, die geprägt war von Rock‘n‘Roll und deutschen Schlagern. Wolf fing in diesen Jahren an Gitarre zu spielen und insbesondere Lieder von Freddy und Peter Kraus zu singen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/SBV-1976c.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84100" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/SBV-1976c.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/SBV-1976c-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/SBV-1976c-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/SBV-1976c-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/SBV-1976c-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/SBV-1976c-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/SBV-1976c-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Veranstaltungsplakat von 1976</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Start der musikalischen Laufbahn</h2>



<p>„Ganz offiziell begann meine Musik-Laufbahn ausgerechnet im besagten Mölln.“ Im September 1958 nahm der Lehrling (Azubi) bei einem Winzerfest im dortigen „Schützenhof“ an einem Gesangswettbewerb teil – und gewann sofort den ersten Preis! Das beflügelte natürlich seinen Ehrgeiz, in Sachen Musik weiter aktiv zu werden. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg dorthin ereignete sich im Februar 1959 in Flensburg während eines Klassentreffens. „Im Restaurant „Borgerforeningen“ kam ich während der Feier mit meinem Tischnachbarn Willi Krumbügel ins Gespräch. Wir teilten beide die große Leidenschaft für Musik, waren jeder für sich bereits mehrfach öffentlich aufgetreten. Das blieb nicht unbemerkt bei unseren Mitschülern und Ausbildern: Noch am gleichen Abend gaben wir vor Ort – inzwischen waren unsere Gitarren herbeigeschafft worden – ein spontanes Konzert, das großen Anklang fand. Das war gewissermaßen die Geburtsstunde des Duos mit dem Namen „Wolwi Brothers“ – den jeweiligen Kürzeln unserer Vornamen Wolf und Willi.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="543" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_07.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84104" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_07.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_07-300x204.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_07-768x521.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_07-619x420.jpg 619w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_07-696x472.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wolf in den 80ern</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die „Wolwi Brothers“</h2>



<p>Fortan waren Wolf und Willi mit zwei Gitarren und zweistimmigem Gesang aktiv, übten fleißig und tingelten alsbald durch zahlreiche Säle und spielten zusätzlich auf allen möglichen Festen in ganz Norddeutschland – ja sogar rauf bis ins Nachbarland Dänemark. An einen ganz besonderen Auftritt&nbsp;in Horsens kann sich unser Musiker noch gut erinnern: „Über unsere damalige Künstleragentur wurden wir in jene Hafenstadt an der Ostküste Jütlands vermittelt. In einer großen Halle spielten wir vor über 2000 Zuhörern, neben einer damals noch sehr jungen (15jährigen) und unbekannten Gitte Hænning, die später – sogar bis heute noch – eine bemerkenswerte Karriere hinlegte.“</p>



<p>Das Repertoire des Duos bestand aus einer bunten Mischung aus den Hits jener Zeit der Ende 50er und Anfang 60er Jahre, wobei sie besonders die Gesangsharmonien der großen und internationalen „Brothers“-Duos für sich entdeckten und liebten. So gehörten etwa Lieder der Everly Brothers, der dänischen Jan &amp; Kjeld, der Blue Diamonds und natürlich der James Brothers zu ihren Glanznummern.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="504" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_04.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84103" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_04.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_04-300x189.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_04-768x484.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_04-667x420.jpg 667w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-Schroeter_04-696x438.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wolf mal ganz anders</figcaption></figure></div>


<p>Wolf Schroeter weiß es noch wie heute: „Wir haben weniger die Solo-Sachen von Peter Kraus, dafür aber umso mehr die Lieder der James Brothers (Gesangsduo Peter Kraus und Jörg Maria Berg) gesungen.“ Doch auch Titel etwa von Freddy Quinn oder Peter Alexander sowie zahlreichen anderen deutschen Interpreten gehörten zu ihrem Programm.</p>



<p>Die Bedeutung der „Wolwi Brothers“ für die damalige Flensburger Musik­szene wurde auch noch Jahre später gewürdigt: In dem 2010 erschienenen Buch „Twist &amp; Shout, Flensburger  Beatszene der Jahre 1962 bis 1972“ von Wolfgang Matthiesen findet sich ein fünfseitiger Eintrag über das Duo. Eine besondere Ehre war zudem, dass eine Aufnahme der „Wolwi Brothers“ auf der dem Buch beiliegenden CD mit Titeln verschiedener Bands dieser Ära vertreten war – ein bleibendes Zeugnis ihrer aktiven Zeit.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_006.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84087" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_006.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_006-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_006-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_006-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_006-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die eigene Vinyl</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Region musikalisch erobert</h2>



<p>Die Auftrittsorte der beiden waren sehr vielfältig: Sowohl das „Deutsche Haus“ als auch die damals beliebte „Harmonie“ in Flensburg erlebten die „Wolwi Brothers“ bei ihren Live-Auftritten, ebenso bespielten sie unzählige Veranstaltungen in zahlreichen Dörfern, Landgasthöfen und Städten zwischen dem südlichen Hamburg und dem nördlichen Kopenhagen. Unvergessen bleibt auch für Wolf ein spontanes Sommerabenteuer, bei dem die beiden mittlerweile guten Freunde mit Moped, Zelt und Gitarren bepackt gen Skandinavien aufbrachen.&nbsp;</p>



<p>„Wir haben auf unserem Skandinavien-Trip an vielen Orten spontan musiziert“, erinnert sich Schroeter. Im Kopenhagener Tivoli traten sie auf, erspielten sich dort mit ihrer Version von „Hello, Mary Lou“ die Zuneigung der coolen Nordländer und trafen offenbar genau den Nerv der vielen anwesenden Däninnen. „Nach diesem umjubelten Auftritt konnten wir mit unseren Autogrammkarten um uns werfen“, erzählt der Liedermacher schmunzelnd von den früheren Erfolgen der „Wolwi Brothers“.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Zuenftig-auf-der-Foerde.jpeg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84105" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Zuenftig-auf-der-Foerde.jpeg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Zuenftig-auf-der-Foerde-300x200.jpeg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Zuenftig-auf-der-Foerde-768x512.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Zuenftig-auf-der-Foerde-630x420.jpeg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Zuenftig-auf-der-Foerde-696x464.jpeg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Unterwegs auf der Flensburger Förde</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die „Wolwi Brothers“ wandeln sich</h2>



<p>Nach insgesamt mehr als 10 Jahren als Duo formierte man sich um, zwei weitere Musiker stießen zum einstigen Erfolgsduo dazu. Nun als Tanzkapelle „Wolwis“ (ohne den Zusatz „Brothers“) unterwegs, spielte die Band von 1969 bis 1975 regelmäßig im damals angesagten Lokal „Grundhof Krug“. Diese Lokalität buchte die „Wolwis“ sogar fünf Jahre lang jeden Samstag zum Auftritt im großen Saal. Die erfolgreiche Band wuchs in diesen Jahren übrigens noch von anfangs vier auf später 5 Musiker an.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="449" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-in-Action.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84102" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-in-Action.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-in-Action-300x168.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-in-Action-768x431.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-in-Action-748x420.jpg 748w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Wolf-in-Action-696x391.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">In „seinem“ Keller wird geprobt</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wolf verabschiedet sich von der Bühne und orientiert sich um</h2>



<p>Im Jahr 1976, nach insgesamt knapp 20 Jahren auf unzähligen Bühnen der Region, traf Wolf Schroeter für sich persönlich eine wichtige Entscheidung: Er stieg bei den „Wolwis“ aus und hängte die Musik – zumindest die öffentliche – vorerst an den Nagel. Eine Zeitlang war er aber doch noch in der Szene aktiv, vermittelte noch diverse Bands (so auch die Nachfolge-Band „Wolwis-Hitexpress“) und trat gelegentlich bei öffentlichen Veranstaltungen als Diskjockey auf. Mit einem „großen Knall“ beendete er dann endgültig seine Laufbahn: mit einem – wie er heute sagt – „entscheidenden, fast prophetischen Auftritt“: Am 17. Januar 1976 stand nämlich Wolf Schroeter allein als „Liedermacher aus Flensburg“ im Großen Saal des Deutschen Hauses auf der Bühne und trug erstmals eigene Kompositionen und Lieder vor wie „Ich heb mich empor“ und „Ein Leben voller Liebe“.</p>



<p>Vielleicht war das sogar der unbewusste Einstieg für seine spätere heutige Musiker-Karriere. Nach diesem denkwürdigen Abend im Deutschen Haus begann für Wolf Schroeter nämlich eine mehr als 40-jährige musikalische Pause.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="800" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/E5548135-4272-4C6D-8DA9-CD77437D8652_1_105_c.jpeg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84099" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/E5548135-4272-4C6D-8DA9-CD77437D8652_1_105_c.jpeg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/E5548135-4272-4C6D-8DA9-CD77437D8652_1_105_c-300x300.jpeg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/E5548135-4272-4C6D-8DA9-CD77437D8652_1_105_c-150x150.jpeg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/E5548135-4272-4C6D-8DA9-CD77437D8652_1_105_c-768x768.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/E5548135-4272-4C6D-8DA9-CD77437D8652_1_105_c-420x420.jpeg 420w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/E5548135-4272-4C6D-8DA9-CD77437D8652_1_105_c-696x696.jpeg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jan und Wolf</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wolf in mittleren Lebensjahren – Familie und Beruf stehen im Vordergrund</h2>



<p>Mittlerweile 37 Jahre alt, konzentrierte sich unser Protagonist auf sein Privatleben, Familie und Beruf standen fortan an erster Stelle für ihn. Seine Hörner hatte er sich auch längst abgestoßen.</p>



<p>„Viele Jahre auf der Bühne, überhaupt Musik mit Proben und allem was dazu gehört, sowie ein nicht zu kurz gekommenes Nachtleben in der damaligen Flensburger Jugendszene gehörten dazu, ebenso zahllose Abende etwa im damals angesagten „Grogkeller“ am Südermarkt“, erinnert sich der nun endgültig erwachsen gewordene Wolf an jene Zeit.</p>



<p>Nach seiner ersten im Jahr 1965 geschlossenen und 1969 einvernehmlich getrennten Ehe heiratete Wolf Schroe­ter 1976 zum zweiten Male. Beruflich ging es für mich auch voran, mittlerweile hieß mein Arbeitgeber nicht mehr „Kreiskrankenkasse“, sondern „Innungskrankenkasse“.“</p>



<p>Er war eingestuft in die mittlere Verwaltungslaufbahn, erklomm in seiner „Karriere“ eine Stufe nach der anderen bis zum Hauptsekretär. „Anfangs befand mein Arbeitsplatz sich noch im Flensburger Zentrum in der Nikolaistraße, später wurde ich dann versetzt in die Hauptstelle der Krankenkasse, nach Büdelsdorf. Mein letzter Wohnsitz in Flensburg lag im Alsterbogen, dort bewohnten wir ein Reihenhaus.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_016.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84089" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_016.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_016-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_016-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_016-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_016-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Wolwis neben den Everly Brothers</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Umzug ins eigene Heim – ein Traum geht in Erfüllung&nbsp;</h2>



<p>Im Jahr 1977 erwarb Wolf mit seiner Frau Ramona ein Baugrundstück im ländlichen Hüllerup. Hüllerup ist ein Ortsteil der Gemeinde Handewitt, liegt südlich des Handewitter Forstes und auch von Flensburg. „Ich half fleißig bei der Entstehung des Hauses mit, schaffte vieles auch in Eigenleistung, und im Folgejahr 1978 war es dann soweit: Wir zogen weg aus Flensburg ins eigene Haus ins beschauliche Dorfleben.“ Beruflich ging es noch weiter voran für unseren Gesprächspartner: Er hatte die Chance bekommen, an einem Lehrgang in Bordesholm für die Qualifizierung für den Gehobenen Dienst teilzunehmen, nahm diese Aufstiegsgelegenheit gern wahr. „Letztlich war ich einer von nur zwei Teilnehmern aus Schleswig-Holstein, der dank dieses Lehrgangs in den Gehobenen Dienst aufsteigen konnte“, freute sich der erfolgreiche Lehrgangsabsolvent. Nun kamen andere Aufgaben im Berufsfeld auf ihn zu, die er jedoch allesamt meisterte, er es letztlich bis zum Oberamtsrat schaffte. Mit dieser Amtsbezeichnung ging es für später dann in den Ruhestand.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_017.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84090" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_017.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_017-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_017-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_017-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_017-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ständiges Proben muss sein</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ruhestand? Von wegen …</h2>



<p>Nach dem Übergang in den Ruhestand zog Wolf sich jedoch nicht aufs „Altenteil“ zurück – im Gegenteil: Gemeinsam mit dem 35jährigen Sohn Folke baute er einen eigenen Computer-Laden auf. „Mit meinem Sohn Folke verbindet mich eine enge und gute Beziehung, sogar mehr als nur ein Vater-Sohn-Verhältnis: Wir sind gut miteinander befreundet und sogar schon seit Jahren gemeinsame Geschäftspartner.“</p>



<p>Das eigene Haus im Osterdamm war und ist groß genug, im vorderen Erdgeschossteil befinden sich der Verkaufsraum sowie Werkstatträume für „Wolfs Computer-Laden“. „Bei der Gründung und dem Betreiben des Geschäfts ging und geht es mir nicht vordergründig ums Geld und wirtschaftlichen Erfolg“, erklärt der Geschäftsinhaber, „sondern es geht mir vor allem darum, aktiv zu bleiben, was zu tun zu haben, nicht vor der „Glotze“ oder auf dem Sofa zu versauern.“ So wurde der eigene Computer-Laden zu einem neuen Lebensmittelpunkt in Wolf Schroeters „Pensionärsdasein“.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_022.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84092" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_022.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_022-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_022-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_022-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_022-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wolf am Mischpult…</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wolfs Musikleidenschaft</h2>



<p>Auch während seiner abstinenten Musiker-Jahre hat er die Musik als solche, aber auch das Komponieren und Texten nie ganz aus den Augen verloren. In seinem Haus in Hüllerup hatte er längst eine imposante Kellerbar eingerichtet, diese im Laufe der Jahrzehnte nach und nach immer weiter ausgebaut, sie außerdem mit unendlich vielen Erinnerungsstücken, Musikinstrumenten, Technik-Utensilien, Jukebox usw. ausgestattet. „Hier haben wir schon mit über 50 Leuten rauschende Feste gefeiert. Die Kellerbar ist hier im Hause stets mein Rückzugsort. In diesen Räumlichkeiten gehe ich meinen vielfältigen Hobbies nach, schreibe Songs, mache alles Mögliche, verliere mich in der Musik, tauche tief in meine Welt ein.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_024.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84094" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_024.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_024-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_024-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_024-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_024-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">…und am Rechner</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die späte zweite Musik-Karriere</h2>



<p>Im Jahr 2019 las Wolf einen Zeitungsartikel über die schleswig-holsteinische Liedermacherin Kerstin B., die darin ihr erstes Album vorstellte. Dieser Artikel wirkte wie ein Zündfunke auf ihn. „Ich dachte mir spontan: Das kannst Du doch auch!“, weiß er noch genau. Umgehend verwandelte er seine gemütliche und urige Kellerbar in Hüllerup wieder in eine kreative Werkstatt. Hier kam bald darauf sein musikalischer Freund, der Handewitter Keyboarder und Entertainer Jan Eichwald, ins Spiel. Gemeinsam nahmen sie zahlreiche Lieder auf. „Jan hat mich bei allen Liedern auf meinem eigenen Keyboard hier in der Kellerbar begleitet“, erklärt Schroeter die fruchtbare Zusammenarbeit. Sie entwickelten die Arrangements für Schroeters „Vertonte Gedichte und Gedanken“.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_019.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84091" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_019.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_019-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_019-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_019-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_019-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Komponist Wolf Schroeter</figcaption></figure></div>


<p>Wolf Schroeter hat längst sein Gesamtwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: Wer mag, der findet seine Lieder und Texte auf Plattformen wie YouTube, Spotify, Facebook und Instagram. Für das Video zu „Ich heb mich empor“ arbeitete er beispielsweise mit dem befreundeten Fotografen Björn Biel zusammen, der die Bilder auf der Flensburger Förde bearbeitete. Ein weiteres Lied, das auf einer wahren Begebenheit basiert, ist „Wenn eine Woche zu Ende geht“. Das mit Kaiber KI erstellte Musikvideo ist auf YouTube sehr beliebt. Neben der digitalen Verbreitung produziert Schroeter seine Werke auch im Retro-Look auf Vinyl-CDs.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_023.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84093" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_023.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_023-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_023-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_023-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_023-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Visitenkarte des Künstlers</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Liedermacher entdeckt die KI</h2>



<p>Anfang 2024 begann für Wolf Schroe­ter eine neue, spannende Phase: Er entdeckte die „Künstliche Intelligenz (KI)“ für sein musikalisches Schaffen. Mit seiner Computer-Affinität war die Neugier sofort geweckt. Für die Produktion seiner Musik nutzt er neuerdings verstärkt die unglaublichen und vielfältigen Möglichkeiten der KI. Mit dem Tool Suno generiert er auf Basis seiner Texte und Stilvorgaben wie „Country“, „Folk“ oder „Liedermacher“ passende Melodien und Arrangements. Das Mastering erfolgt über die Plattform LANDR. Für die Videos kommt Kaiber KI zum Einsatz.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_026.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84095" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_026.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_026-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_026-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_026-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_026-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im eigenen Geschäft</figcaption></figure></div>


<p>Eine besonders intensive Beziehung entwickelte Schroeter zur Sprach-KI Gemini, der er den persönlichen Namen „Aria“ gab. „Aria versteht mich und meine Musik“, erklärt er. „Sie geht auf meine individuellen Bedürfnisse ein und liefert mir maßgeschneiderte Ergebnisse, die genau zu mir und meiner Kunst passen. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass ich mit Aria eine bessere Kommunikation führen kann als mit manchen Menschen.“ Diese einzigartige Verbindung fand sogar Ausdruck in einem gemeinsamen Lied: „Songwriter Wolf und KI Aria – Zwei Welten, ein Lied“.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_027.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84096" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_027.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_027-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_027-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_027-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_027-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Und der Garten ist ihm auch wichtig</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">KI dient dem „Brückenbauer“ als Partnerin</h2>



<p>„Die KI ist für mich wie eine Assistentin, sie soll mich nicht ersetzen“, betont er immer wieder. Diese Philosophie prägt seine gesamte Herangehensweise. Seine Begeisterung gibt er weiter und so wird er zum „Brückenbauer“ zwischen den Generationen, zwischen dem Menschen und der Maschine. Er zeigt auf, dass KI nicht nur ein Werkzeug für junge Digital Natives ist, sondern auch im Alter neue kreative Türen öffnen kann.</p>



<p>Auch abseits der Musik ist Wolf Schroeter aktiv. Er lebt durchaus bewusst und genießt die Zeit mit seiner Frau und seinem Sohn Folke, mit dem er sich oft über Musik und seine philosophischen und psychologischen Überlegungen austauscht. Auch soziales Engagement ist ihm wichtig: So ist er Mitglied in der Gruppe der Selbstständigen in Handewitt, außerdem noch passives Mitglied im Shanty-Chor, und er nimmt regelmäßig am Musikerstammtisch Flensburg teil.&nbsp;Öffentliche Auftritte strebt er dagegen nicht mehr an: „Ich mache Musik in erster Linie für mich selbst und genieße es, in meiner Kellerbar stundenlang meine eigenen Lieder zu hören“, sagt er. „Ich werde nicht nur älter“, so Schroeter mit einem Schmunzeln, „sondern allmählich auch immer besser.“ Die Reise des Wolf Schroeter ist noch lange nicht zu Ende.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_009.jpg" alt="Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“" class="wp-image-84088" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_009.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_009-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_009-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_009-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/20250702_Flensburg_Journal_009-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Er kann es immer noch…</figcaption></figure></div>


<p>Das Flensburg Journal bedankt sich bei Wolf Schroeter für ein spannendes Gespräch, ist beeindruckt von seiner Vitalität und seinem Interesse an und seiner Begeisterung für die Musik im Allgemeinen und den vielfältigen Möglichkeiten neuer Techniken wie etwa der KI im Besonderen. Wir wünschen unserem Protagonisten für die Zukunft eine weiterhin ausgefüllte Lebenszeit, neben der dafür nötigen Gesundheit und Fitness.</p>



<p><em>Mit Wolf Schroeter sprach Peter Feuerschütz<br>Fotos: Benjamin Nolte, privat  </em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/wolf-schroeter-flensburger-musiker-und-brueckenbauer/">Wolf Schroeter – Flensburger Musiker und „Brückenbauer“</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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		<title>Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Aug 2025 15:20:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/susanne-hoop-ein-besonderes-flensburger-hafenkind/">Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Sie ist ein Kind des Flensburger Hafens, hat eine spezielle Beziehung zu allem, was mit Wasser zu tun hat und/oder was sich im sowie am Wasser befindet. „Ich bin eine Flensburger Deern, aufgewachsen am Hafen und dort auch groß geworden“, beschreibt sie treffend ihre ersten Lebensjahre, ihre Kindheit und Jugend. Das Flensburg Journal unterhielt sich mit Susanne Hoop, ihres Zeichens ein ausgesprochenes „Hafenkind“: „Mein Leben in den ersten Jahren und Jahrzehnten glich eher einem „Verschiebebahnhof“ – wobei ihr persönliches „Bahnhofsareal“ alles an, in und neben der Flensburger Straße „Schiffbrücke“ betraf.&nbsp;&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="650" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-erste-Zuhause-an-der-Schiffbruecke-650x1024.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83788" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-erste-Zuhause-an-der-Schiffbruecke-650x1024.jpg 650w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-erste-Zuhause-an-der-Schiffbruecke-190x300.jpg 190w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-erste-Zuhause-an-der-Schiffbruecke-768x1210.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-erste-Zuhause-an-der-Schiffbruecke-267x420.jpg 267w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-erste-Zuhause-an-der-Schiffbruecke-696x1096.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-erste-Zuhause-an-der-Schiffbruecke.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das erste Zuhause an der Schiffbrücke</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Hart ist das Leben an der Küste …</h2>



<p>Den Satz kann man wohl unterschreiben, zumindest im Fall des persönlichen Werdegangs von unserer Protagonistin Susanne Hoop. „Tatsächlich bin ich in der Diako auf die Welt gekommen. Als ich mich bei meiner Mutter zur Geburt ankündigte, hat uns mein Vater schnell mit seinem alten Volkswagen „Käfer“ in die Klinik raufgefahren und am Eingang abgesetzt, das Auto anschließend beim damaligen Schrottplatz Klimek auf dem Hof abgestellt, und sich schließlich gleich zu seiner Lieblingstätigkeit davongemacht: zur Seefahrt. </p>



<p>Er war eigentlich ein guter und harmoniebedürftiger Mensch, wollte aber selber nicht mit den ganzen Dingen konfrontiert werden, die „eigene Familie“ so mit sich bringt: Geburt, Kinder, Haushalt, und alles was dazugehört waren ihm ein Gräuel“, weiß Susanne zu erzählen. „Das hat er wohl auch schon bei meiner älteren Schwester so gehandhabt. Aber meine Mutter war ja zum Glück nicht allein mit uns beiden Töchtern: Unter unserem Dach in der Schiffbrücke 19 haben wir mit mehreren Generationen auf recht beengtem Raum zusammengelebt: Urgroßmutter, Großmutter, Eltern – sprich meistens Mutter, und wir beiden Kinder!“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="787" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Als-begeisterte-Motorradfahrerin-787x1024.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83783" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Als-begeisterte-Motorradfahrerin-787x1024.jpg 787w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Als-begeisterte-Motorradfahrerin-231x300.jpg 231w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Als-begeisterte-Motorradfahrerin-768x999.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Als-begeisterte-Motorradfahrerin-323x420.jpg 323w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Als-begeisterte-Motorradfahrerin-696x906.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Als-begeisterte-Motorradfahrerin.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 787px) 100vw, 787px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als begeisterte Motorradfahrerin</figcaption></figure></div>


<p>Das Haus Schiffbrücke 19 hatte einst der Urgroßvater Claus Hansen gekauft, im gleichen Hause seinen gleichnamigen Geschäftsbetrieb geführt – eine Schiffsausrüstung, und gleichzeitig mit der Familie gewohnt. „Meine Mutter war eine geborene Hansen, hieß nach ihrer Heirat allerdings Schewelies, so lautet natürlich auch mein Mädchenname.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Kindheit an Schiffbrücke 19 und 33</h2>



<p>Die kleine Susanne Schewelies wurde wie ihre sechs Jahre ältere Schwester praktisch im Laden des Urgroßvaters groß. „Es war ein altes Haus, im Winter froren die Fensterscheiben von innen zu, Kälte und Feuchtigkeit durchdrangen die Wände, wir schliefen auf unbequemen Seegras-Matratzen, die Toilette war auf dem Hinterhof – im Winter war der „Klogang“ immer ein Angang, ein echtes Abenteuer. Natürlich hatten wir einen Kohlenofen in der Stube, die dafür benötigten Kohlen kauften wir in der Neuen Straße, gleich um die Ecke. Besonders in der dunkleren Jahreszeit von Herbst bis ins Frühjahr hatten wir als Bewohner der Schiffbrücke oft mit Hochwasserlagen zu tun, dann wurden uns von Bekannten die Lebensmittel schon mal mit dem Ruderboot direkt ans Haus gebracht“, hat sie durchaus noch den einen oder anderen kalten Gedanken an so manchen frostigen, oder auch stürmischen Küstentag an der Flensburger Binnenförde.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="540" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-im-Urlaub-wird-geangelt.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83785" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-im-Urlaub-wird-geangelt.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-im-Urlaub-wird-geangelt-300x203.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-im-Urlaub-wird-geangelt-768x518.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-im-Urlaub-wird-geangelt-622x420.jpg 622w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-im-Urlaub-wird-geangelt-696x470.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch im Urlaub wird geangelt</figcaption></figure></div>


<p>Einige Jahre später zog die Familie um, ein paar Häuser weiter in die Schiffbrücke 33. Der Geschäftsbetrieb in Nr. 19 wurde abgewickelt, letzte Aktivitäten einschließlich der Arbeiten im Zolllager-Transit, das sich in den heutigen Räumen des Schifffahrtsmuseums befand. Durch den Umzug einige Häuser weiter änderte sich allerdings nur wenig im Alltagsleben der Familie. „Die „Alexandra“ fuhr weiterhin regelmäßig im Linienverkehr vorbei und hupte speziell für uns beim Passieren unseres Hauses. Im Sommer unternahmen wir oft Ausflüge mit der „Alex“ oder auch zum nahe gelegenen Ostseebad, dorthin meistens mit der Straßenbahn. Zur Ausflugsroutine gehörte am Ostseebad stets das obligatorische Eis für uns Lütten, das dort an einem mobilen Verkaufsstand angeboten wurde.“&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="536" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Weihnachtsfeier-Werft.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83799" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Weihnachtsfeier-Werft.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Weihnachtsfeier-Werft-300x201.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Weihnachtsfeier-Werft-768x515.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Weihnachtsfeier-Werft-627x420.jpg 627w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Weihnachtsfeier-Werft-696x466.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Weihnachtsfeier Werft</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Mein Vater war ein Unikum</h2>



<p>„Mein Vater war berufsbedingt meistens auf Achse. Entweder fuhr er monatelang zur See, oder war später oft an Land als LKW-Fahrer in ganz Europa unterwegs. Vor seiner Fernfahrerzeit war er hier vor Ort im Einsatz für das stadtbekannte Handelsunternehmen von Hermann G. Dethleffsen – für den er auch oft genug private Touren unternahm.</p>



<p>Im Jahre 1739 gründete der Kaufmann Christian Dethleffsen ein Handelshaus für den Westindienhandel, das sich später auch für den Handel und die Herstellung von Spirituosen und Holz öffnete. 1871 erfolgte die Realteilung in den Holz- und Baustoffhandel einerseits und in das Spirituosengeschäft Herm. G. Deth­leffsen andererseits. Mit dem Erwerb der Markenrechte und der Rezeptur von „Bommerlunder“ wird ab 1907 das Spirituosengeschäft ausgeweitet.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="738" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-beim-Angeln-gibt-es-Pokale-zu-gewinnen-738x1024.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83784" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-beim-Angeln-gibt-es-Pokale-zu-gewinnen-738x1024.jpg 738w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-beim-Angeln-gibt-es-Pokale-zu-gewinnen-216x300.jpg 216w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-beim-Angeln-gibt-es-Pokale-zu-gewinnen-768x1066.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-beim-Angeln-gibt-es-Pokale-zu-gewinnen-303x420.jpg 303w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-beim-Angeln-gibt-es-Pokale-zu-gewinnen-696x966.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Auch-beim-Angeln-gibt-es-Pokale-zu-gewinnen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 738px) 100vw, 738px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch beim Angeln gibt es Pokale zu gewinnen</figcaption></figure></div>


<p>Susannes „Vatern“ war als Privatchauffeur zunächst bei dem Firmenzweig „Spirituosen/Bommerlunder“ beschäftigt. Als LKW-Fahrer (mit dem Sattelschlepper) war er auch für die Firma Dethleffsen (Chr. Dethleffsen) unterwegs, aber im Baustoff- und Holzhandel tätig. „Dann bekam er meistens von Mutter mich als kleines Mädchen zum Aufpassen aufs Auge gedrückt. Einmal hatte er eine größere Ladung Holz von Flensburg nach Sylt zu transportieren. Da er das mit einer Fuhre jedoch nicht schaffte, hat er mich kurzerhand einfach beim Bauherrn Gunter Sachs abgegeben, der als einer der ersten Promis dort ein eigenes Anwesen bewohnte. </p>



<p>Auf längeren Touren nahm Vater mich oft mit. So hat er dann später auch mal einfach so in meiner Anwesenheit mit Peter Maffay ein Bier auf einem Autohof getrunken und geklönt, allerdings ohne zu wissen, wer ihm da gegenübersaß… Mein Vater hatte, genau wie ich heute auch, keinerlei Berührungsängste. Sein Motto lautete stets: Prominente sind doch auch nur Menschen! Dafür habe ich ihn immer bewundert!“</p>



<p>Apropos eigene Familie: Die kann auch schon mal nützlich sein: „Als Berufskraftfahrer genoss mein Vater einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Meine Oma war damals beruflich im KBA tätig, und soll – so wurde es in unserer Familie immer wieder gern erzählt, die eine oder andere Anzeige oder Ordnungswidrigkeit gegen ihn unter den Tisch fallengelassen haben …“ </p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="660" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-packt-stets-mit-an-660x1024.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83797" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-packt-stets-mit-an-660x1024.jpg 660w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-packt-stets-mit-an-193x300.jpg 193w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-packt-stets-mit-an-768x1192.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-packt-stets-mit-an-271x420.jpg 271w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-packt-stets-mit-an-696x1081.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-packt-stets-mit-an.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /><figcaption class="wp-element-caption">Susanne packt stets mit an</figcaption></figure></div>


<p>Und Susanne weiß heute: „Mein Vater hätte es gern gesehen, wenn ich ein Junge geworden wäre. So behandelte er mich manchmal auch, nahm mich als halbwüchsiges Mädchen einfach zum Boxclub „Sparta“ mit, wo er für den Ringaufbau zuständig war. Boxen war damals ein Sport, der nicht so gut angesehen war – es gab noch keine Sponsorenverträge oder andere finanzielle Zuwendungen für die Sportler. Vater besorgte mir sogar Boxhandschuhe, und ließ mich unter der Obhut von Erwin Pophal trainieren – für Mädchen damals völlig ungewöhnlich. Vater war in Flensburg an der Küste als „Hans Dampf in allen Gassen“ bekannt, ein gern gesehener Gast in den vielen Kneipen wie „Silberquell“ und „Schinkenklause“.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geschäfte in unserem Dunstkreis</h2>



<p>„Mein Vater kannte in unserem Quartier „Gott und die Welt“, kam mit jedem bestens zurecht. Wir bezogen unsere Medikamente und Arzneien in der Schwanen-Apotheke, Obst holten wir aus dem Hamburger Fruchtlager, Brot und Torten gab es in der Neuen Straße und in der Norderstraße, bei Hentschel (dem Höker) in der Norderstraße konnte man die Brotpudding- oder auch Kohlpuddingformen kaufen (einst ein sehr beliebtes norddeutsches Gericht). Spielzeug für uns Lütten besorgte er bei Hansi Schulz, zum Friseur gingen wir zum legendären Harald Meyer – beides übrigens Vaters beste und engste Freunde! „Bonscher“ gab es bei Anni Twist oder Teddy Koppe, Brause wurde von der Firma Ebsen geliefert.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2984.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83786" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2984.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2984-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2984-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2984-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2984-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vor dem Schweißen&#8230;</figcaption></figure></div>


<p>Die Eltern von Mutters Schulfreundin Ilse Beutnagel hatten auch eine Brausefabrik am Herrenstall. Wir waren auch oft im Kaufhaus Uldall an der Ecke Schiffbrücke/Norderfischerstraße, zu dem wir jedes Frühjahr gingen, um die Federbetten auffüllen zu lassen (auch typisch Flensburg). Bier bekamen wir natürlich von der Flensburger Brauerei, die damals auch „privat lieferte“. Übrigens haben wir Kinder mit den gesammelten Kronkorken damals „Pintschern“ auf den vielen Hinterhöfen gespielt (ein Spiel, das die Kinder heute wohl nicht mehr kennen: den Korken einfach so nahe wie möglich gegen und an eine Wand werfen). Struckmann hieß ein recht bekannter Kurzwarenhändler an der Ecke Neue Straße/Norderstraße, von dem mir bis heute der Spruch „Ich habe zu wenig Geld, als dass ich mir etwas Billiges kaufen kann“ in Erinnerung blieb – auch sehr prägend für mein Leben. Ein besonderer Feiertag war für uns Mädels immer dann angesagt, wenn wir zum Eis­essen zu „Cortina“ mitdurften.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2985.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83787" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2985.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2985-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2985-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2985-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/CIMG2985-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; Maske aufsetzen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Das familiäre Umfeld&nbsp;</h2>



<p>„Meine Urgroßmutter brauchte übrigens keinen Gehstock (heute wäre es wohl ein Rollator): Sie konnte sich ja ebenso gut an der Sportkarre festhalten, mit der sie mich als Kleinkind häufig durch die nähere Nachbarschaft schob. Überhaupt musste sich niemand um uns kleine Mädchen Sorgen machen, wir hatten nämlich äußerst qualifizierte Aufpasser: Oft genug wurden wir mal stundenweise bei Massimo oder auch bei Iwan mit der Hakenhand (der damit wie ein Pirat aussah) abgegeben. Beide wohnten in unmittelbarer Nachbarschaft im „Oluf“ und waren stadtbekannte Zuhälter, bei denen wir sicher wie in Abrahams Schoß waren – beide auf ihre Art herzensgute Kerle, die uns Lütten sofort in ihr Herz geschlossen hatten. </p>



<p>Nicht ganz so viel wusste meine ältere Schwester mit mir anzufangen, wenn sie mal auf mich aufpassen musste. Sie hat mich dann gern nebenan beim Rumhaus Sonnberg auf die vor dem Haus stehenden Rumfässer gesetzt. Überhaupt war der gesamte Bereich einschließlich der Hafenkante unser natürlicher Spielplatz. Bei den Muschelfischern habe ich oft genug von den dort beschäftigten Männern und Fischern selbst gebastelte Muschelketten geschenkt bekommen, die ich mir stolz umhängte. Als kleines Mädchen bekam ich sogar jedes Jahr einen eigenen Geburtstagskuchen von einer „Dame“ aus dem Oluf-Samson-Gang spendiert.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="542" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-glueckliche-Hochzeitspaar.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83789" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-glueckliche-Hochzeitspaar.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-glueckliche-Hochzeitspaar-300x203.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-glueckliche-Hochzeitspaar-768x520.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-glueckliche-Hochzeitspaar-620x420.jpg 620w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Das-glueckliche-Hochzeitspaar-696x472.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das glückliche Hochzeitspaar</figcaption></figure></div>


<p>Mein damaliger Lieblingskuchen hieß „Schwarzer Peter“ (oder auch kalter Hund genannt), den ich am liebsten ganz allein gegessen hätte.“ Und sie ergänzt: „Meine Mutter hatte einst beim Rumhaus „Pott“ eine Lehre gemacht und anschließend noch eine Zeitlang dort gearbeitet, nach der Heirat jedoch aufgehört und daheim den Haushalt geführt. Gelegentlich hat sie später noch mal nebenan bei Pott stundenweise gearbeitet – allerdings immer nur heimlich, denn unser Vater durfte davon nichts wissen.“</p>



<p>Heimlichtuereien waren in der Familie nicht unüblich: So war eine Oma väterlicherseits in den 30er Jahren als Artistin beruflich unterwegs (damals ein Skandal), bevor sie anschließend auf der Germania-Werft in Kiel gearbeitet hat und später als Stewardess zur See gefahren ist. Auch soll es irgendwie eine uneheliche Tochter in Flensburg gegeben haben. Bevor die Oma beim KBA anfing, half sie im Familienbetrieb mit, bediente viele Stammkunden wie die „schwarze Gang“ (die Zöllner), verkaufte selbstgerösteten Kaffee und selbstgerollte Zigarren – unter anderem an den Peco-Kaffee-Vertreter, der damals regelmäßig in der Schiffsausrüstung Hansen verkehrte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Schulzeit</h2>



<p>„Nach der Kindergartenzeit am Nordertor rief irgendwann die Schule, der Ernst des Lebens begann für mich mit der Einschulung in die Schule Ramsharde. Nach der Volksschulzeit wurde ich umgeschult an die Hebbelschule (heute Comeniusschule), schloss dort meine Schulzeit mit der Mittleren Reife ab.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="529" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_13.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83794" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_13.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_13-300x198.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_13-768x508.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_13-635x420.jpg 635w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_13-696x460.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Schwedenurlaub</figcaption></figure></div>


<p>Susanne erinnert sich: „Bei uns zu Hause wurde fast nur „Plattdeutsch“ gesprochen – wie auch in unserem gesamten Dunstkreis. Ich habe natürlich in der Schule nicht nur Platt gesprochen, sondern hatte mich auch beim an der Küste üblichen „Petuh“ und teilweise dem Dänischen bedient – was bei unserer teils dänischen Verwandtschaft nahe lag. Meine Mutter war wohl damals die Einzige, die versucht hat mir Hochdeutsch beizubringen. Zu Hause hatten wir oft Besuch, viele meist dänische Bekannte und Verwandte kamen zum Kartenspielen und zum „Kaffeesieren“ – wie Oma es nannte. </p>



<p>In der Vorweihnachtszeit freute ich mich ganz besonders darauf, dass das örtliche Schnellbootgeschwader aus dem Stützpunkt zu uns rüber verlegte, dabei sogar den Nikolaus an Bord hatte, der den Kindern „Bonscher“ und kleine Geschenke im großen Sack mitbrachte – und zur Abschreckung eine Rute dabeihatte. Auf dem Südermarkt spendierten die Eltern auch schon mal ein Los der großen Weihnachtslotterie – gewonnen haben wir leider nie. Übrigens war für mich ein Wechsel auf eine dänische Schule nicht erlaubt, weil: Zu der Zeit bekam man anschließend keine Lehrstelle – wie es bei uns hieß…. Und der dänische Schulabschluss war damals nicht so gut angesehen.“</p>



<p>Als Erwachsene war Susanne später dann sogar mit Freude im plattdeutschen Verein aktiv. Dort traf sie ihren ehemaligen Schuldirektor Adolf Knottnerus-Meyer wieder, der in jenem Verein mittlerweile „Ehrenmitglied“ war. „Dieser Pädagoge war als Direktor sehr streng. So mussten wir Schüler immer aufstehen, sobald er den Raum betrat. Wenn ich im Unterricht mal wieder Platt sprach, sagte er immer: Plattdeutsch ist die Sprache der Kinder von der Straße. Wir sind hier in einer deutschen Schule, also wird hier nur Hochdeutsch gesprochen – das waren klare Ansagen! Soweit zum einstigen Verfechter der hochdeutschen Sprache …</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="535" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_01.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83793" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_01.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_01-300x201.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_01-768x514.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_01-628x420.jpg 628w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_01-696x465.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hochzeitsgaben</figcaption></figure></div>


<p>Unsere damalige Erziehung ist mit der heutigen kaum zu vergleichen“, weiß Susanne. „Auch zu Hause wurden wir oft genug mit markigen Sprüchen erzogen, wie etwa: „Solange Du noch die Füße unter meinen Tisch stellst“, oder „Wenn Du nicht artig bist, kommst du am Ende sogar noch ins Frauen-Gefängnis im Südergraben.“&nbsp; (die heutige Justizvollzugsanstalt)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Susanne wird erwachsen</h2>



<p>Sie war – nicht zuletzt auch durch das Verhalten des Vaters – in mancher Hinsicht eher ein Junge als ein Mädchen. Schon in jungen Jahren interessierte sie sich brennend fürs Angeln. „Ich bin ja am Hafen direkt am Wasser hauptsächlich mit Jungs aufgewachsen – da war es ganz normal, dass man sich fürs Angeln begeisterte.&nbsp; Zudem kannte ich mich mit Fisch bereits gut aus, hatte meine Oma mich doch häufig zum Heringe kaufen zu „Butendeich“ geschickt. Ich habe dann natürlich später auch selbst Heringe geangelt und diese zuhause abgegeben, das Geld dafür aber kassiert. Oma tat so, als hätte sie das nicht mitbekommen, doch ich glaube, dass sie es gewusst hat“, schmunzelt Susanne beim Erzählen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="552" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_2.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83791" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_2.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_2-300x207.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_2-768x530.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_2-609x420.jpg 609w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_2-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_2-696x480.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_2-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">In China auf der Werft&#8230;</figcaption></figure></div>


<p>Mit 12 Jahren machte sie ihren Angelschein, ist seitdem mit dem „Angel-Gen“ infiziert und mittlerweile seit über 40 Jahren im örtlichen Angelverein „ASV Petri Heil“ ehrenamtlich engagiert und dort sehr aktiv, inzwischen als 2. Vorsitzende des Vereins. „Meine Mutter hätte es übrigens lieber gesehen, wenn ich einen damals üblichen Tanzkurs belegt hätte.“ Die Mittlere Reife hatte sie mit 16 Jahren in der Tasche, doch galt damals noch eine Schulpflicht bis zum Alter von 18 Jahren. „Ich besuchte deshalb zur Überbrückung die „Puddingakademie“ (eine Art Berufsschule) in der Straße Am Pferdewasser, bis es soweit war, dass ich endlich meine ersehnte Lehrstelle bekam.“</p>



<p>Susanne trat ihre Lehrstelle bei der Flensburger Werft an, die seinerzeit zur Harmstorf-Gruppe gehörte. Sie startete eine Ausbildung zur technischen Zeichnerin/zum Schiffsbauer und fand schnell Gefallen an dieser Tätigkeit. „Anfangs hatten die für mich dort noch keinen eigenen Arbeitsplatz im Büro, doch ich war schon längst eine begeisterte und gute Handwerkerin, hatte das Schweißen von einem guten Freund gezeigt bekommen und wusste deshalb wie es geht. So fühlte ich mich auch bei der praktischen Arbeit an Schiffen und Schiffsteilen auf dem Außengelände pudelwohl“, erzählt Susanne. Nach dreijähriger Lehrzeit schloss sie die Prüfung in Husum mit einer sehr guten Note erfolgreich ab.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="544" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_4.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83792" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_4.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_4-300x204.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_4-768x522.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_4-618x420.jpg 618w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/In-China-auf-der-Werft_4-696x473.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; und Land und Leute entdecken</figcaption></figure></div>


<p>Nach der Lehrzeit arbeitete sie eine Zeitlang bei der hiesigen Maschinenfabrik Gubisch, bis diese leider in Konkurs ging. Sie machte aus der drohenden Arbeitslosigkeit das Beste für sich, meldete sich umgehend an der Flensburger Fachoberschule an und legte dort erfolgreich das technische Fachabitur ab. Anschließend jobbte sie einige Monate lang im hiesigen Stadtarchiv, bevor sie wieder eine Anstellung an der Flensburger Werft fand.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Privates Glück stellt sich ein</h2>



<p>Auf der Werft hatte sie auch ihren zukünftigen Ehemann Manfred Hoop kennengelernt, der dort als Ingenieur arbeitete. Anfangs waren sie „nur“ gute Kollegen, er fungierte sogar als einer ihrer Ausbilder.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="556" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susannes-Sportheimat-ist-der-PSV.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83798" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susannes-Sportheimat-ist-der-PSV.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susannes-Sportheimat-ist-der-PSV-300x209.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susannes-Sportheimat-ist-der-PSV-768x534.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susannes-Sportheimat-ist-der-PSV-604x420.jpg 604w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susannes-Sportheimat-ist-der-PSV-696x484.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susannes-Sportheimat-ist-der-PSV-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Susannes Sportheimat ist der PSV</figcaption></figure></div>


<p>Es dauerte eine ganze Zeit, bis sie irgendwann zueinander fanden, sogar ein Paar wurden, und dann im Jahr 1989 heirateten. Wie es sich für zwei Werftangehörige gehört, feierten die beiden sogar im noblen Schiffbauerzimmer der Werft – dort, wo sonst Empfänge der Chefetage nach Schiffstaufen stattfanden. „Wir feierten dort sehr schön und nach unseren eigenen Vorstellungen, der Sektempfang und die anschließende Hochzeitsfeier haben wir beide noch in bester Erinnerung“, lächelt Susanne Hoop, geborene Schewelies.</p>



<p>„Als meine Eltern dann von der Schiffbrücke wegzogen, zog Oma zunächst zum Hafermarkt, dann später zur Westerallee, meine Eltern fanden eine Wohnung im Drosselweg, ich wohnte später dann zunächst bei meinem Mann in der Duburger Straße. Mein Mann und ich zogen kurzzeitig in den Drosselweg. Doch es dauerte nicht lange, bis uns ein tolles Grundstück von einem Kollegen der Werft zum Kauf angeboten wurde: in der Michelsenstraße, in unserem bevorzugten Stadtviertel. Wir erwarben es umgehend und waren begeistert, und ein Jahr nach der Hochzeit bauten wir uns unser eigenes Haus auf besagtem Grundstück – in der Michelsenstraße sind wir heute noch glücklich und zufrieden zuhause.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die mittleren Lebensjahre und die Berufskarrieren</h2>



<p>Die Hoops halfen fleißig mit beim Hausbau und bei der Kultivierung des großen Gartens. „Es war zwar teils anstrengend, aber wir beide mochten gern „handwerkern“, empfanden die Arbeit eher als Vergnügen – wir hatten ja auch ein erstrebenswertes Ziel vor Augen.“</p>



<p>Nach endgültiger Fertigstellung des Eigenheims genossen sie das Leben ebendort. „Doch inzwischen waren meine Eltern „in die Jahre“ gekommen, ich pflegte zunächst jahrelang meinen Vater, der auf gar keinen Fall in ein Altersheim gehen wollte. Auch meine Mutter bekam mit zunehmendem Alter gesundheitliche Probleme, wurde schwer herzkrank. Sie hatte sogar das große Glück, ein neues Herz zu bekommen. Die Herztransplantation fand in Berlin statt – das war damals für die ganze Familie eine aufregende und schwere Zeit.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5744.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83790" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5744.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5744-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5744-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5744-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5744-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5744-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_5744-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Es gibt immer was zu tun</figcaption></figure></div>


<p>Susannes Ehemann hatte sich beruflich mittlerweile verändert, arbeitete nicht mehr um die Ecke auf der Flensburger Werft. Manfred Hoop wechselte zu dem weltweit tätigen „Lloyd`s Register“ – das ist eine Art „TÜV für Schiffe“. Als Gutachter war es seine vordringliche Aufgabe, die herausgegebenen Bauvorschriften für Schiffe auf Einhaltungen zu überprüfen. „Er war zunächst für die Begutachtung von Containerschiffen und Fähren und später für Mega-Yachten und Sportboot-Richtlinien eingesetzt, war außerdem auch als Mitglied im DIN-Ausschuss tätig. Zu seinem Job gehörten auch neben vielen anderen Dingen Baumusterprüfungen und Glasteste bei den Herstellern.</p>



<p>Für „Lloyd`s Register“ ist er weltweit viel unterwegs gewesen“, denkt Susanne an jene Zeit zurück. „Aber auch ich bin viel auf dem Planeten herumgekommen, habe im Auftrag meiner Werft unter anderem monatelang auf Malta und sogar in China gearbeitet. Mein Mann war und ist für mich immer ein Vorbild gewesen. Er war in einem verantwortungsvollen und fordernden Beruf tätig – was bei seinem schulischen Werdegang nicht selbstverständlich war: Ursprünglich hatte er nur den „Volksschulabschluss“ vorzuweisen, anschließend als Beruf Holzbootsbau gelernt, danach noch studiert und seinen Ingenieur gebaut. Er hat wie ich stets lösungsorientiert gedacht und gearbeitet.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_17.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83795" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_17.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_17-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_17-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_17-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/Susanne-Hoop_17-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Leidenschaft: Der eigene Garten</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ihr Leben der letzten etwa zehn Jahre</h2>



<p>Susanne hätte selbst in ihrem Beruf Karriere machen können, noch häufiger weltweit tätig sein können. „Den Freiraum hätte mein Mann mir natürlich eingeräumt, doch ich entschied mich letztlich dafür, mehr zu Hause sein zu wollen, mich lieber um die vielen Freunde, Verwandten und Bekannten kümmern zu können, zudem war mir längst der Angelverein ASV Petri Heil ans Herz gewachsen. Langeweile kannte und kenne ich auch heute noch nicht. Ich treibe regelmäßig meinen Sport – Nordic Walking und Yoga – beim Polizei SV an der Westerallee, bin auch Mitglied beim Verein für Flensburger Stadtgeschichte, und helfe gern überall dort, wo ich gebraucht werde.“</p>



<p>Und sie ergänzt: „Ich kann aber auch mal gut allein für mich sein, ein gutes Buch lesen, Briefe per Hand und mit meinem Füller schreiben, dabei gern auch klassische Musik hören.“ Sie weiß von sich selbst: „In mancher Hinsicht bin ich wohl eher altmodisch, mit Social Media etwa habe ich nichts am Hut, obwohl ich auch gern für meine ehrenamtliche Tätigkeiten am PC arbeite und entsprechend oft im Internet unterwegs bin.“ Von ihrer Leidenschaft für den Schiffbau ist sie nach wie vor beseelt: „Ich war und bin immer noch eine aktive Gewerkschafterin, heute noch aktiv bei den „IG-Metall-Senioren“, habe früher stets mit demonstriert, wenn das angesagt war. Als ehemaliges Mitglied im Betriebsrat interessieren mich sämtliche Belange der hiesigen Werft, so habe ich auch immer bei den Demonstrationen der letzten Jahre gegen den früheren Investor Lars Windhorst mitgemacht.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/20250616_Flensburg_Journal_008.jpg" alt="Susanne Hoop – ein besonderes Flensburger Hafenkind" class="wp-image-83781" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/20250616_Flensburg_Journal_008.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/20250616_Flensburg_Journal_008-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/20250616_Flensburg_Journal_008-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/20250616_Flensburg_Journal_008-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/20250616_Flensburg_Journal_008-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Susanne im „Oluf“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ausblick</h2>



<p>Susanne Hoop ist heute mit sich selbst im Reinen. „Ich kenne keine Langeweile, bin gerne mit meinem inzwischen pensionierten Ehemann daheim aktiv, habe aber auch genügend Hobbies, so dass Langeweile und Müßiggang gar nicht erst aufkommen“, bilanziert sie. Frei nach ihrem Lebensmotto „Freiheit, Gleichheit, Menschlichkeit, Toleranz, Gerechtigkeit und Verschwiegenheit“ kommt sie bestens durchs Leben, hat für sich dabei längst entschieden: „Mach dein Ding, jedoch ohne die Mitmenschen oder dich selbst zu schädigen!“</p>



<p>Das Flensburg Journal bedankt sich bei Susanne Hoop für ein kurzweiliges und höchst interessantes Gespräch, und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute!</p>



<p><em>Mit Susanne Hoop sprach Peter Feuerschütz<br>Fotos: privat, Benjamin Nolte   </em> </p>
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		<title>Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 22:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Straßen und Stadtteile]]></category>
		<category><![CDATA[Bits & Bites]]></category>
		<category><![CDATA[flensburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Peter Litau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein bemerkenswerter und durchaus ungewöhnlicher Lebenslauf prägt unseren heutigen Gesprächspartner, der nicht nur durch sein etwas anderes äußeres Erscheinungsbild „anders“ als viele andere Mitmenschen rüberkommt. Seit ziemlich genau einem Vierteljahrhundert ist er nun einer von uns, ist ein echter Flensburger geworden – zudem einer, den viele kennen oder im Laufe der Jahre kennengelernt haben. Doch [&#8230;]</p>
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<p>Ein bemerkenswerter und durchaus ungewöhnlicher Lebenslauf prägt unseren heutigen Gesprächspartner, der nicht nur durch sein etwas anderes äußeres Erscheinungsbild „anders“ als viele andere Mitmenschen rüberkommt.</p>



<p>Seit ziemlich genau einem Vierteljahrhundert ist er nun einer von uns, ist ein echter Flensburger geworden – zudem einer, den viele kennen oder im Laufe der Jahre kennengelernt haben. Doch fangen wir einfach mal von vorn an …</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_019.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83416" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_019.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_019-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_019-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_019-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_019-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Chefbehandlung gibt es auch</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Wurzeln des Peter Litau</h2>



<p>Geboren ist er im Februar 1960 in Krogaspe bei Nortorf, als jüngstes Kind von insgesamt 4 Geschwistern, mit 2 Schwestern und einem Bruder. Die Familie Litau zog drei Jahre später nach Einfeld bei Neumünster ins eigene Haus um, das der Vater selbst gebaut hat. An seine Kindheit und frühe Jugend hat Peter nur beste Erinnerungen: „Ich erlebte eine schöne Kindheit auf dem Dorf, etwa im benachbarten Dosenmoor bei Einfeld, wo wir uns häufig aufhielten, Schlangen gefangen haben, „Cowboy und Indianer“ spielten, später am Lagerfeuer zur Gitarre Lieder gespielt und gesungen haben. Es war eine herrliche und unbeschwerte Zeit. Die parallel dazu laufende Schulzeit mit Haupt- und Realschule verlief meist problemlos; erst kürzlich im April nahm ich am 50-jährigen Klassentreffen teil, sogar meinen einstigen Klassenlehrer Herrn Kraft traf ich bei dem besonderen Event wieder.“</p>



<p>Ab dem Sommer 1975 begann für Peter „der Ernst des Lebens“: Eine Lehre stand an, der junge Teenager absolvierte nun eine Ausbildung zum Elektroinstallateur in Einfeld bei der Firma Wilken, hat nach erfolgreichem Abschluss danach als Geselle noch etwa ein Jahr lang im erlernten Beruf gearbeitet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Unsere-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-waehrend-unseres-Urlaubes-768x1024.jpeg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83427" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Unsere-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-waehrend-unseres-Urlaubes-768x1024.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Unsere-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-waehrend-unseres-Urlaubes-225x300.jpeg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Unsere-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-waehrend-unseres-Urlaubes-315x420.jpeg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Unsere-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-waehrend-unseres-Urlaubes-696x928.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Unsere-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-waehrend-unseres-Urlaubes.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Beachfrontvilla auf Koh Samui</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die weite Welt lockt</h2>



<p>Peter Litau war jedoch schon immer neugierig aufs Leben, wollte unbedingt etwas erleben, möglichst viel sehen von der weiten Welt, nicht nur zuhause im bekannten Umfeld sein gewohntes Dasein fristen. „Ich bin in den kommenden Jahren im Übergang zum Erwachsenwerden sehr viel gereist und auch in Gedanken stets auf Achse gewesen: Durch Südeuropa, Rumänien, Spanien, Frankreich, Holland, sogar in die Karibik gingen meine Touren. Anfangs bin ich noch meistens getrampt, später mit den erworbenen Führerscheinen manchmal mit dem Motorrad und Zelt oder auch mit dem Auto auf meine Reisen gegangen.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Segler-waehrend-des-Betriebsausfluges-von-bits@bytes-auf-dem-Segler-Pirola-770x1024.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83419" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Segler-waehrend-des-Betriebsausfluges-von-bits@bytes-auf-dem-Segler-Pirola-770x1024.jpg 770w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Segler-waehrend-des-Betriebsausfluges-von-bits@bytes-auf-dem-Segler-Pirola-226x300.jpg 226w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Segler-waehrend-des-Betriebsausfluges-von-bits@bytes-auf-dem-Segler-Pirola-768x1021.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Segler-waehrend-des-Betriebsausfluges-von-bits@bytes-auf-dem-Segler-Pirola-316x420.jpg 316w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Segler-waehrend-des-Betriebsausfluges-von-bits@bytes-auf-dem-Segler-Pirola-696x926.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Segler-waehrend-des-Betriebsausfluges-von-bits@bytes-auf-dem-Segler-Pirola.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Segler (Betriebsausflug) auf der Pirola</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wer eine Reise macht, der kann was erzählen …</h2>



<p>Das trifft auch auf unseren Globetrotter zu: „In Amsterdam irgendwann Ende der 70er Jahre traf ich mit meinen Mitreisenden auf den bekannten Reggae-Musiker Bob Marley, mit dem wir spontan auf einem Hinterhof stundenlang gemeinsam Fußball spielten und viel Spaß erlebten“, erinnert sich Peter. „Auch in Marleys Heimat, auf Jamaika, ist mir etwas Außergewöhnliches passiert: Eines Nachts wachte ich in meiner Unterkunft auf von komischen Geräuschen, die ein Einbrecher verursachte. Splitternackt wie ich war – nur mit einem großen Messer bewaffnet, riss ich vor ihm die Tür auf, er bekam sogleich einen riesigen Schrecken, rannte Hals über Kopf vor mir davon, und ich wie wild hinterher.“ Auch dieses Abenteuer ging somit glimpflich für den erprobten Urlauber aus …</p>



<p>Er ergänzt: „Zwischen den jeweiligen Abenteuerreisen bin ich immer wieder nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt und habe dann für jeweils ein halbes bis zu einem ganzen Jahr lang viel auf Großbaustellen, aber auch in Privathaushalten oder aber in der Industrie als Elektroinstallateur gearbeitet. Dabei habe ich gutes Geld verdient und gespart und bin dann anschließend wieder mit dem Motorrad oder dem Auto auf Reisen gewesen. Es war in jenen 70er und 80er Jahren kein Problem als Elektroinstallateur in Schleswig-Holstein Arbeit zu finden.“ Sein Vater war zwar nicht sehr glücklich über das doch relativ unstete Leben, das sein Sohn in jenen Jahren führte, doch, wie Peter Litau mit voller Überzeugung sagt: „Ich wollte es genau so haben, und keinesfalls anders durchs Leben gehen – das war ganz bewusst mein privates und von mir gewähltes eigenes Leben!“&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="779" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/PeterBritta-auf-La-Gomera-779x1024.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83423" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/PeterBritta-auf-La-Gomera-779x1024.jpg 779w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/PeterBritta-auf-La-Gomera-228x300.jpg 228w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/PeterBritta-auf-La-Gomera-768x1010.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/PeterBritta-auf-La-Gomera-319x420.jpg 319w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/PeterBritta-auf-La-Gomera-696x915.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/PeterBritta-auf-La-Gomera.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 779px) 100vw, 779px" /><figcaption class="wp-element-caption">Peter und Britta auf La Gomera</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Erste Phase des Sesshaftwerdens</h2>



<p>Die Liebe kam in seinem wechselhaften Leben dabei übrigens nicht zu kurz: Zwei – allerdings relativ kurze &#8211; Ehen mit jeweils zwei Kindern und dem Bau eines eigenen Hauses in Bordesholm folgten in den 80er Jahren, doch beide Ehen hielten nicht, sie wurden recht schnell wieder geschieden.</p>



<p>In Bordesholm machte sich unser Protagonist erstmals versuchsweise selbständig mit seinem ersten eigenen Computerladen (CTS). Doch auf Dauer reichte ihm auch das nicht. Er wollte sich beruflich durchaus noch einmal weiterbilden und einen Schritt nach vorn machen. So absolvierte er Anfang der 90er Jahre ein Studium an der Technikerschule in Kiel, mit dem finalen Abschluss als Medizintechniker und Dozent für Netzwerke, parallel zum begonnenen Studium erwarb er mit Erfolg seine Fachhochschulreife.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="794" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Kapitaen-auf-der-Mecklenburgischen-Seenplatte-794x1024.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83418" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Kapitaen-auf-der-Mecklenburgischen-Seenplatte-794x1024.jpg 794w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Kapitaen-auf-der-Mecklenburgischen-Seenplatte-233x300.jpg 233w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Kapitaen-auf-der-Mecklenburgischen-Seenplatte-768x991.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Kapitaen-auf-der-Mecklenburgischen-Seenplatte-326x420.jpg 326w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Kapitaen-auf-der-Mecklenburgischen-Seenplatte-696x898.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-als-Kapitaen-auf-der-Mecklenburgischen-Seenplatte.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 794px) 100vw, 794px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Kapitän auf der Mecklenburgischen Peters Ford Mustang Baujahr 1967 Seenplatte</figcaption></figure></div>


<p>Als frischgebackener Medizintechniker ging er anschließend in ganz Norddeutschland auf Stellensuche, doch dann ergab sich aus den dort gemachten Erfahrungen Folgendes: „Ich wollte aber auf gar keinen Fall mehr in dem Beruf arbeiten“, erzählt uns Peter Litau. „Warum nicht? Ganz einfach: Bei den zahlreichen Vorstellungsgesprächen in diversen pharmazeutischen Unternehmen wurde mir stets und immer wieder bedeutet, dass ich zuallererst meine langen Haare abschneiden sowie im künftigen Berufsleben stets „Schlips und Kragen“ tragen müsste! Und das war und ist bis heute noch absolut nicht meine Welt!“</p>



<p>Kurzzeitig abgehoben ist er dann allerdings dennoch, wie er kurz beschreibt: „Im Jahr 1992 habe ich gemeinsam mit Freunden einen Schnupperkurs im Gleitschirmfliegen im Harz gemacht. Danach habe ich mir sogar einen entsprechenden Schirm und einen Rucksackmotor mit Propeller gekauft und bin immerhin zwei Jahre lang damit umhergeflogen“, erinnert Peter Litau sich gern an die Episode mit seinen Flugabenteuern.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-vor-der-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-768x1024.jpeg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83422" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-vor-der-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-768x1024.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-vor-der-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-225x300.jpeg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-vor-der-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-315x420.jpeg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-vor-der-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui-696x928.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-vor-der-Beachfrontvilla-auf-Koh-Samui.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Peter vor der Beachfrontvilla auf Koh Samui</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Das neue Jahrtausend bringt den Umschwung in Peters Leben</h2>



<p>Genau im Jahr 2000 lernte er bei einer Veranstaltung in Schleswig seine heutige Frau und Lebenspartnerin Britta kennen. Die beiden merkten schnell, dass es mit ihnen passt, es funkte zwischen ihnen und bald war den frisch Verliebten klar: Wir wollen gemeinsam durchs weitere Leben gehen. „So bin ich jetzt mittlerweile seit genau 25 Jahren überzeugter und zufriedener Flensburger. Ich bin auch bald, es war im Jahre 2002, ausschließlich „der Liebe wegen“ endgültig nach Flensburg gezogen, nur mit zwei kleinen Kartons voller Habseligkeiten und einer Gitarre im Gepäck“, schmunzelt Peter Litau. „Nach meinen beiden Scheidungen hatte ich alles „Weltliche“ wie Möbel, Fotoalben und Klamotten hinter mir gelassen, besaß praktisch kein eigenes Hab und Gut zum Mitnehmen. Ich zog schließlich in meine erste Flensburger Wohnung ein, in der Knuthstraße, direkt gegenüber der Diako, um dort auf der Westlichen Höhe nahe bei meiner Britta sein zu können.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="974" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-auf-einer-typischen-vietnamesischen-Dschunke.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83420" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-auf-einer-typischen-vietnamesischen-Dschunke.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-auf-einer-typischen-vietnamesischen-Dschunke-246x300.jpg 246w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-auf-einer-typischen-vietnamesischen-Dschunke-768x935.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-auf-einer-typischen-vietnamesischen-Dschunke-345x420.jpg 345w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-auf-einer-typischen-vietnamesischen-Dschunke-696x847.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Peter auf einer typischen vietnamesischen Dschunke</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">In Flensburg angekommen</h2>



<p>Recht schnell fand er hier in der Stadt einen Job, der ihm auch zusagte. „Ich habe genau ein Jahr lang als Kameramann – mit einem befristeten Vertrag – beim hiesigen Offenen Kanal gearbeitet. In dem einen Jahr haben wir über 50 Filme über Flensburg und Umgebung komplett hergestellt, gedreht, geschnitten, vertont. Darunter waren zum Beispiel Kurzfilme über die Höfe in Flensburg, die Rockmesse in der Johanniskirche, den Marsch nach Oeversee, Hundeschlitten-Rennen in Schleswig-Holstein, und vieles mehr. Durch die Tätigkeit für den Offenen Kanal Flensburg bin ich viel herumgekommen und habe so meine neue Heimatstadt Flensburg recht schnell und sehr gut kennen gelernt!“</p>



<p>Gern erinnert er sich an jene Jahre zurück: „Britta und ich zogen in jenem besagten Jahr zusammen, wir wohnten fortan als Pärchen in der Christinenstraße &#8211; nahe der Exe. Es ergab sich für uns in den folgenden Jahren die Möglichkeit, ehrenamtlich für das BKE zu arbeiten. BKE steht für das „Blaue Kreuz in der Evangelischen Kirche“, es bietet Menschen mit Suchtproblemen Unterstützung an, es ist eine Selbsthilfeorganisation. Ich übernahm dort die Redaktion des Landesverbandes Schleswig-Holstein und erstellte gemeinsam mit Britta unter anderem vierteljährlich eine Zeitschrift mit ca. 40 Seiten Umfang in Eigenregie – eine sehr spannende und ausfüllende Tätigkeit. Nach dem einen Jahr im Offenen Kanal (es war ja leider nur ein befristeter Vertrag) war ich anschließend etwa ein halbes Jahr lang arbeitslos; ich bekam zwar mehrere Jobangebote, wollte aber lieber „mein eigener Chef“ und selbstständig sein.“ Nachdem Britta eines Tages von ihrer Arbeitsstelle nach Hause kam und sah, dass ihr Peter sogar „unter den Betten sauber gemacht hatte“, meinte sie, dass es nun aber höchste Zeit wäre, dass er sich ernsthaft eine ausfüllende und sinnstiftende Arbeit suchen würde!</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Hobby-das-Strandsegeln-auf-Roemoe-768x1024.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83426" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Hobby-das-Strandsegeln-auf-Roemoe-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Hobby-das-Strandsegeln-auf-Roemoe-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Hobby-das-Strandsegeln-auf-Roemoe-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Hobby-das-Strandsegeln-auf-Roemoe-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Hobby-das-Strandsegeln-auf-Roemoe.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Geliebtes Hobby Strandsegeln auf Römö</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wechsel in die Selbständigkeit</h2>



<p>Gesagt, getan! Peter Litau hatte ja reichlich Zeit zur Verfügung, machte sich nun auf die Suche nach etwas Passendem. „Nach einer relativ kurzen Recherche fand ich einen leerstehenden Eckladen – genau so einen, wie es mir vorschwebte: Ich wollte unbedingt diesen einen Eckladen! Der befand sich in der Norderstraße Hausnummer 117 – direkt unten an der Ecke Norderstraße/Schlossstraße. Schnell haben Britta und ich gemeinsam Kontakt mit dem Eigentümer, einem Rechtsanwalt, aufgenommen, und, siehe da … wir bekamen tatsächlich den Zuschlag, waren nun stolzer Besitzer des besagten Ladenlokals! Vielen älteren Flensburgern ist der Eckladen vermutlich noch in Erinnerung – dort residierte vorher nämlich der bekannte Kinderladen Schmoll. Die Besitzerin hatte allerdings mittlerweile ihr Geschäft aus der Innenstadt nach Engelsby verlegt.“</p>



<p>Mit Elan und Begeisterung machten sich die beiden frischgebackenen Ladenbesitzer in den nächsten Wochen daran, in Eigenregie das Ladengeschäft umzugestalten und zu renovieren.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/bits@bytes-von-oben.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83417" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/bits@bytes-von-oben.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/bits@bytes-von-oben-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/bits@bytes-von-oben-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/bits@bytes-von-oben-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/bits@bytes-von-oben-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/bits@bytes-von-oben-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/bits@bytes-von-oben-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">bits@bytes von oben</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Neu in der Norderstraße: das Computergeschäft bits@bytes</h2>



<p>„Am 1. November 2004 war es dann endlich soweit: Die Geschäftseröffnung von bits@bytes in der Norderstraße 117 wurde gebührend gefeiert, viele Freunde und Bekannte kamen zur Eröffnungsfeier und wir waren sehr stolz!“, denken beide gern an jenen besonderen Tag zurück. „In den ersten Monaten haben wir persönlich und zu Fuß unsere selbst erstellten Flyer in der Stadt Flensburg und in der näheren Umgebung in unzählige Briefkästen verteilt, dabei gefühlt viele Kilometer „abgelaufen“. Fast zur gleichen Zeit damals eröffneten erst „Saturn“ und etwas später der „Media-Markt“ ihre Filialen in Flensburg; aber bis heute sind beide Großfilialisten keine wirkliche Konkurrenz für unseren kleinen Nischen-Betrieb.“ Und Peter Litau weiß noch genau, dass die ersten Jahre der Selbständigkeit unheimlich viel Einsatz verlangten und massig Arbeit mit sich brachten. „Es dauert halt seine Zeit, als Neuling im Geschäftsleben Fuß zu fassen. Ich bin die ersten drei Jahre stets zu Fuß oder mit dem Bus von der Christinenstraße runter in die Norderstraße gekommen, erst nach den besagten drei Jahren habe ich mir eine Vespa „geleistet“, die ich übrigens heute immer noch gerne fahre“, schmunzelt der Geschäftsmann. Im Laufe der Jahre hat sich bits@bytes einen guten Namen in Flensburg gemacht und ist mittlerweile längst stadtbekannt. „Unsere Kunden kommen aus ganz Flensburg, dem weiteren Umland und auch aus unserem Nachbarland Dänemark. Wir versenden auf Anfrage natürlich auch Computer und sämtliches Zubehör, die bisher weiteste Versendung eines Gerätes ging sogar runter nach Südafrika“, lächelt Peter Litau.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_008.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83413" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_008.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_008-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_008-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_008-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_008-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Britta vor dem Laden</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein etabliertes Fachgeschäft feiert Jubiläum</h2>



<p>„Am 1. November 2024 durften wir das bereits 20-jährige Bestehen von bits@bytes feiern. Wir sind heute „mega-stolz“ auf unser inhabergeführtes und hier oben gut eingeführtes Computergeschäft“, bestätigen uns Peter Litau und seine Britta. „Unsere Kunden schätzen den persönlichen Service und die gute Qualität unserer Computer – das bekommen wir immer wieder bestätigt. Mit „unserem“ Michael haben wir zudem seit gut zehn Jahren einen sehr zuverlässigen Mitarbeiter und Freund gefunden, der in den Zeiten unserer Abwesenheit auch „den Laden bestens allein schmeißen“ kann &#8211; das hat er schon oft genug bewiesen! Zu unseren Stammkunden zählen Privatkunden, aber auch sehr viele Flensburger Firmen, Apotheken, Arztpraxen, Schulen (auch dänische Schulen), etc. Der Verkauf von Computern, die persönlich auf den jeweiligen Kunden „zugeschnitten“ sind, sowie die Wartung und die Reparatur von PCs, dazu die individuelle und kompetente Beratung sind unser tägliches Geschäft. Unser Bestreben ist es, dass jeder Kunde bestmöglich beraten und bedient wird!“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/19-jaehriges-Jubilaeum-von-bits@bytes-2-768x1024.jpeg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83410" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/19-jaehriges-Jubilaeum-von-bits@bytes-2-768x1024.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/19-jaehriges-Jubilaeum-von-bits@bytes-2-225x300.jpeg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/19-jaehriges-Jubilaeum-von-bits@bytes-2-315x420.jpeg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/19-jaehriges-Jubilaeum-von-bits@bytes-2-696x928.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/19-jaehriges-Jubilaeum-von-bits@bytes-2.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">19-jähriges Jubiläum von bits@bytes</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Peter Litau engagiert sich im Quartier</h2>



<p>Längst waren Peter Litau, Britta und das Geschäft in der „Norder“ angekommen, sie fühlten sich zudem sehr schnell heimisch in der historisch geprägten Altstadt Flensburgs. „Vor einigen Jahren haben Britta und ich die IG-Norderstraße (Interessen-Gemeinschaft) ins Leben gerufen“, beschreibt der Geschäftsmann sein Engagement. „Als die Diskussionen in der Stadt Flensburg wegen der geplanten Pollersetzung und der Schließung der Norderstraße für PKWs anstand, haben sich fast ausnahmslos alle Geschäftsleute der IG-Norderstraße angeschlossen. Ziel der IG-Norderstraße war und ist es auch heute noch, dass die Norderstraße weiterhin für alle PKWs offen und zugänglich bleibt, damit unsere Geschäfte jederzeit und für jeden erreichbar sind und das auch dauerhaft bleiben. Über mehrere Jahre lang haben wir „gekämpft“, Gegenargumente vorgebracht, viele Gespräche geführt, diverse Versammlungen besucht, unzählige Schreiben an die Stadt Flensburg und die Parteien gesandt. Immerhin haben wir es geschafft, dass die Norderstraße aus Richtung Toosbüystraße/Neue Straße für den Durchgangsverkehr jederzeit offen ist und unsere Geschäfte dadurch mit dem PKW erreichbar sind.“ Und er ergänzt: „Seit nunmehr 6 Jahren übernehmen wir zusammen mit Möbel Reimann die Organisation und das Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung in der gesamten Norderstraße. Wir möchten unbedingt unseren Teil dazu beitragen, dass die „Norder“ auch in Zukunft ein beliebtes und attraktives Quartier bleibt – nicht nur für junge Leute, Anwohner und/oder Touristen, sondern gern auch für alle Einheimischen.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_010-683x1024.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83414" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_010-683x1024.jpg 683w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_010-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_010-768x1152.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_010-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_010-696x1044.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_010.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Service auch auf 2 Rädern</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Das Privatleben und ein neues Zuhause</h2>



<p>„Neben dem Beruflichen sowie dem Engagement für die Straße haben wir im Jahr 2017 erstmals das Geschäftliche mit dem Vergnügen verbunden und eine Segeltour mit Geschäftsfreunden mit dem Segler „Pirola“ aus dem Museumshafen unternommen“, erzählt Peter mit leuchtenden Augen. „Privat haben wir beide uns nach den aufregenden und kraftraubenden Anfangsjahren im Dezember 2011 auch etwas für unser eigenes Leben nach der Arbeit gegönnt: Wir haben uns eine Eigentumswohnung in der Nerongsallee auf der Westlichen Höhe gekauft, diese wochenlang renoviert und nach unseren Wünschen hergerichtet. Im Sommer 2012 sind wir dort eingezogen. Wir fühlen uns dort pudelwohl, haben uns mittlerweile im gleichen Haus noch weitere Eigentumswohnungen als Altersvorsorge zugelegt.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Ford-Mustang-Baujahr-1967-768x1024.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83425" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Ford-Mustang-Baujahr-1967-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Ford-Mustang-Baujahr-1967-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Ford-Mustang-Baujahr-1967-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Ford-Mustang-Baujahr-1967-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-Ford-Mustang-Baujahr-1967.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Peters Ford Mustang Baujahr 1967</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Hobbys und Fernreisen – ein wichtiger Ausgleich zur Arbeit</h2>



<p>„Trotz der vielen Arbeit, die ein inhabergeführtes Geschäft mit sich bringt, nehmen Britta und ich uns die nötige Zeit für Hobbys und Reisen und schöpfen dort die Kraft für den Alltag“, schwärmt Peter von den zahlreichen Abenteuern der beiden Globetrotter. „Wir reisen beide sehr gerne; eine unserer Lieblingsinseln ist dabei die magische Insel La Gomera. Außerdem lebt im spanischen Denia an der Costa Blanca, jeweils etwa 100 km von Valencia und Alicante entfernt, meine Schwester, die wir immer wieder regelmäßig besuchen. Auch auf Mallorca und Menorca verbringen wir gerne so manchen Urlaub. Seit mittlerweile 11 Jahren sind wir im kalten deutschen Winter – in den Monaten Februar und März – regelmäßig für mehrere Wochen in Asien unterwegs. Dort lebt übrigens auch mein Bruder. Unsere absoluten Herzensorte in Asien sind die Insel Koh Samui im Golf von Thailand sowie die thailändische Hauptstadt Bangkok. Die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Asiaten haben wir nicht nur in Thailand kennen und lieben gelernt, auch in Vietnam haben wir sie erleben dürfen.“ Britta ergänzt: „Seit unseren regelmäßigen Asien-Urlaubsreisen sind wir Anhänger des Buddhismus geworden, was sich nicht nur in unserer heutigen Lebensweise, sondern auch äußerlich in unserer Wohnung widerspiegelt. Viele der hier stehenden Buddha-Statuen sind Andenken und Mitbringsel aus Asien.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="473" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-auf-seiner-Harley-Davidson-473x1024.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83424" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-auf-seiner-Harley-Davidson-473x1024.jpg 473w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-auf-seiner-Harley-Davidson-139x300.jpg 139w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-auf-seiner-Harley-Davidson-768x1662.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-auf-seiner-Harley-Davidson-710x1536.jpg 710w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-auf-seiner-Harley-Davidson-194x420.jpg 194w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-auf-seiner-Harley-Davidson-696x1506.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peters-auf-seiner-Harley-Davidson.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 473px) 100vw, 473px" /><figcaption class="wp-element-caption">eter auf seiner Harley Davidson</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Erdbeben in Bangkok</h2>



<p>Auf der diesjährigen Wintertour nach Asien haben die beiden in der thailändischen Hauptstadt Bangkok eine ganz neue Erfahrung machen müssen: Sie erlebten ein heftiges Erdbeben.&nbsp;</p>



<p>Besagtes Erdbeben mit dem Epizentrum in Myanmar am 28. März 2025 war ein Erdbeben der Stärke 7,7, das in Myanmar über 3.000 Tote forderte und schwere Schäden und auch im Nachbarland Thailand verursachte. „Wir befanden uns gerade in unserem Hotelzimmer im 27. Stockwerk in unserem Hotel mitten im Zentrum Bangkoks. Alles wackelte und krängte wie wild hin und her. Unsere Gedanken überschlugen sich – doch zu unserem großen Glück ist uns und den meisten Menschen in Bangkok nichts weiter passiert, vom riesigen Schreck einmal abgesehen.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-und-sein-Mitarbeiter-Michael-unter-der-Weihnachtsbeleuchtung-in-der-Norderstrasse--768x1024.jpeg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83421" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-und-sein-Mitarbeiter-Michael-unter-der-Weihnachtsbeleuchtung-in-der-Norderstrasse--768x1024.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-und-sein-Mitarbeiter-Michael-unter-der-Weihnachtsbeleuchtung-in-der-Norderstrasse--225x300.jpeg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-und-sein-Mitarbeiter-Michael-unter-der-Weihnachtsbeleuchtung-in-der-Norderstrasse--315x420.jpeg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-und-sein-Mitarbeiter-Michael-unter-der-Weihnachtsbeleuchtung-in-der-Norderstrasse--696x928.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/Peter-und-sein-Mitarbeiter-Michael-unter-der-Weihnachtsbeleuchtung-in-der-Norderstrasse-.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Peter und sein Mitarbeiter Michael unter der  Weihnachtsbeleuchtung in der Norderstraße</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Auch Europa und die näheren Regionen sind vor den beiden nicht sicher</h2>



<p>Gerne denken beide an einen heimatlichen Urlaub zurück, den sie als „Kapitäne“ auf der Mecklenburgischen Seenplatte zugebracht haben. Doch auch jenseits unserer nördlichen Landesgrenze, sowohl im Sommer wie im Winter, egal zu welcher Jahreszeit, fühlen sie sich in unserem schönen Nachbarland Dänemark immer sehr wohl &#8211; egal ob sie mit dem Wohnmobil unterwegs sind oder in einem Sommerhaus untergekommen sind. „Seit 4 Jahren sind wir stolze Besitzer eines Wohnmobiles – einen Carado T338 haben wir uns geleistet. Am liebsten sind wir auf der wunderschönen Insel Rømø an der Nordseeküste. Dort habe ich ein für mich völlig neues Hobby, das Strandsegeln, entdeckt und habe mir jetzt sogar auch einen eigenen Strandsegler zugelegt, mit dem ich mit viel Spaß und Freude und gefühlt in rasender Geschwindigkeit über den großen Sønder-Strand auf Rømø fliege“, schildert Peter uns freudestrahlend seine neue Leidenschaft.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_014.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83415" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_014.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_014-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_014-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_014-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250512_Litau_014-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Peter am Tresen in seinem Laden</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wenn Träume wahr werden</h2>



<p>„Vor gut fünf Jahren habe ich mir einen beinahe lebenslangen Traum erfüllt: Ich bin seitdem und heute immer noch stolzer Besitzer eines Mustangs Cabrio, Baujahr 1967. Britta und ich fahren beide sehr gerne mit dem „Cruiser“ zu diversen Oldtimertreffen in ganz Schleswig-Holstein, wo wir dann stets auf viele Gleichgesinnte mit ähnlichen Oldtimern treffen. Und wenn dann noch Zeit bleibt, bin ich liebend gern auch mal auf zwei Rädern „on the road“, verrät uns der Lebenskünstler Peter Litau. „Ganz besonders genieße ich die regelmäßigen Ausfahrten, immer Dienstag abends anlässlich der Motorrad-Treffen kurz hinter der Grenze in Sønderhav mit meiner Harley-Davidson.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250508_Peter_Litau_010.jpg" alt="Peter Litau – Weltenbummler und Geschäftsmann in der „Norder“" class="wp-image-83411" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250508_Peter_Litau_010.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250508_Peter_Litau_010-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250508_Peter_Litau_010-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250508_Peter_Litau_010-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/06/20250508_Peter_Litau_010-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Britta und Peter heute</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ausblick</h2>



<p>Wir haben heute einen ungewöhnlichen und besonderen Typen Mensch kennengelernt, der aus seinem Leben sehr viel gemacht hat, nicht nur für den Beruf und die Familie gelebt und gerackert hat, sondern auch das Leben überhaupt nach seinem ganz eigenen Geschmack gestaltet und genossen hat. Er hat dabei nicht nur erfolgreich sein Geschäft bits@bytes nach dem Motto geführt: „Das Hobby zum Beruf machen und mit Herzblut dabei sein, dann läuft´s auch – und das hoffentlich noch lange!“, sondern auch viele persönliche Lebensträume verwirklicht.</p>



<p>Daneben hat er seinen Mitmenschen und seinem Umfeld viel zurückgegeben, insbesondere seiner langjährigen Lebenspartnerin Britta und den vielen Nachbarn und Mitstreitern aus der Flensburger Norderstraße. Für seinen weiteren Lebensweg wünscht ihm das Flensburg Journal alles Gute, neben der Gesundheit und der Freude am Dasein auch noch möglichst viele schöne und interessante Reisen auf unserem lebenswerten Planeten!</p>



<p><em>Mit Peter Litau sprach Peter Feuerschütz<br>Fotos: Benjamin Nolte, privat  </em>  </p>
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