In diesen Sommerferien gibt es im Campusbad zahlreiche Veränderungen. Neben großen Instandhaltungsmaßnahmen ändern sich die Sauna-Preise und das Rabattsystem aufgrund steuerlicher Änderungen, die Öffnungszeiten wer-den ebenfalls angepasst. Darüber hinaus erhält das Bad einen schnellen Glasfaser-Breitbandanschluss von den Stadtwerken.

Aus der Bauphase des Campusbades besteht immer noch ein letzter Gewährleistungsanspruch. Seine Umsetzung führt zu einer erstmaligen Beckenentleerung des Sportbades. Ab Sonntag dem 19. Juli 2015 beginnen Mitarbeiter des Campusbades die 2,5 Millionen Liter aus dem Becken abzulassen. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht. Seit Anfang des Jahres planen die Campusbad´ler diesen Vorgang, um Schäden zu verhindern. Ein gesonderter Ablaufplan über die Beckenentleerung, -instandsetzung und –befüllung ist erstellt und wird laufend aktualisiert. Unterstützt wird das Campusbad-Team dabei von Mitarbeitern des Technischen Betriebeszentrums, der Stadtwerke, des Technischen Hilfswerks sowie des Generalunternehmers aus der Bauphase.







Die erstmalige Beckenentleerung wird unter Beachtung einer Vielzahl von Aspekten durchgeführt. Der wichtigste ist die statische Sicherung des Gesamtgebäudes. Durch das Ablassen des Wassers verliert das Gebäude den Druck aus dem Gewicht des Wassers und es besteht das Risiko, das aus dem Gegendruck des Grundwassers Spannungsrisse im Fundament entstehen. Beim Bau des Bades wurde dies bereits berücksichtigt, so sind bautechnische Vorkehrungen vorhanden, die dies beherrschbar machen.

In dieser Woche (19. – 26. Juli.2015) bleibt das Bad mit allen Bereichen – Sport- und Freizeitbad sowie Saunalandschaft – vollständig geschlossen. Freizeitbad und Sauna öffnen wieder am 27. Juli 2015. Da die Dauer der Sanierung und Befüllung des Sportbades nicht genau prognostiziert werden kann, rechnet das Campusbad aktuell mit einer mindestens dreiwöchigen Schließung des Sportbeckens.

Bauliche Änderung
Fünf Jahre nach Eröffnung des Bades wird auch eine sichtbare bauliche Veränderung vorgenommen. Der bisher offene Eingangsbereich – ohne Abtrennung zum Schwimmbadbereich – wird mit einer Glaswand vom Freizeitbadbereich abgetrennt. Ebenso wird der Aufgang zur Tribüne (Blick auf das Sportbecken) mit einer Tür geschlossen.

Dadurch erhofft sich der Badbetreiber vor allem eine energetische Optimierung. Insbesondere in der kälteren Jahreszeit lassen sich dann Wärme und Luftfeuchtigkeit im Schwimmbadbereich ohne externe Beeinflussungen besser steuern. Als Nebeneffekt verbessert sich das Raumklima im Eingangsbereich, so dass das gastronomische Angebot bei passenderer Temperatur und Luftfeuchtigkeit angeboten wird.

Dieser Umbau erfolgt ebenfalls in der Woche 19. – 26. Juli, würde aber den öffentlichen Badebetrieb ohnehin nicht beeinflussen

Preisanpassung wegen Mehrwertsteuer-Änderung
Eine gravierende Änderung für den Bäderbetrieb resultiert aus einer steuerlichen Änderung des Gesetzgebers. Ab dem 01. Juli 2015 werden Saunaleistungen mit dem Regelsteuersatz von 19% und nicht mehr wie vorher mit dem verminderten Steuersatz von 7% versteuert. Der Gesetzgeber erkennt ab diesem Zeitpunkt die Saunaleistungen nicht mehr als Heil- oder Sportleistung an. Vorher hatte er dies stillschweigend geduldet. Die Betreibergesellschaft ist gezwungen, diese gesetzliche Steuererhöhung weiterzugeben und die Endkundenpreise entsprechend anzupassen.

Während die Preise für den Sport- und Freizeitbadbereich konstant bleiben, müssen alle Saunatarife erhöht werden. Der Saunabesuch verteuert sich für Erwachsene um 1,50 €. Der wenig frequentierte Kinder- sowie der ermäßigte Eintrittspreis erhöht sich um 1 €. Die Veränderung der Familientarife für den Saunabereich bewegt sich in ähnlicher Größenordnung pro Person. Der bisher nicht genutzte Familientarif 2 Erwachsene + 2 Kinder entfällt. Dieser Tarif wird über den Familientarif 2 Erwachsene + 1 Kind + 1 weiteres Kind abgelöst. Jedes darüber hinaus kommende Kind zahlt nun 10,00 €.

Diese Änderungen treten zum 27. Juli 2015 in Kraft.

Unter den neuen Mehrwertsteuerregelungen kann das bisherige Bonuskartensystem nicht weitergeführt werden. Mit dem Bonuskartenkauf war bisher eine Rabattierung eines jeden Badbesuchs möglich. Diese Rabattierung funktioniert mit den unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen nicht mehr. Zudem ist das System sehr verwaltungsintensiv und ist bei jedem Badbesuch mit einem Zahlvorgang verbunden. Nunmehr wird auf ein Guthabenkartensystem, die Campusbad-Karte, umgestellt.

Der Badegast kann auf seine Karten folgende Beträge einzahlen und erhält jeweils eine Rabattierung auf die Eintrittspreise in folgender Staffelung:

Status         Einzahlung       Rabatt        Folge
Bronze        25 €                    5%               auf alle Eintritte
Silber          75 €                    10%
Gold            150 €                  15%
Platin          250 €                  20%

Die Rabattierung gilt auf alle Eintrittspreise, ist aber mit anderen Rabatten (z.b. GreenCard) nicht kombinierbar.

Der Badegast kann damit den kompletten Besuch ohne weiteren Bezahlvorgang abwickeln. Daraus erhofft sich der Badbetreiber eine zügigere Bearbeitung des Einlassvorgangs in Spitzenzeiten. Die bisher ausgegebenen Bonuskarten behalten ihre Gültigkeit von einem Jahr und können weiterhin voll genutzt werden.

Wie auch die Bonuskarte wird auch für die neuen Kar-ten eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10 € erhoben.

Glasfaser-Breitband-Anschluss
Seit Anfang Juli 2015 ist das Campusbad wie zahlreiche andere Flensburger Unternehmen auch an das Glasfaser-Netz der Stadtwerke Flensburg angeschlossen. Die Übertragungsrate hat sich dadurch auf 100 MBit/sec verzehnfacht.

So ist das Bad nicht nur optimal für die Zukunft aufgestellt, sondern kann auch die gegenwärtigen Aufgaben besser wahr nehmen: Für das Kassensystem ist der Einsatz modernster Software möglich, so dass hier alle Vorgänge effizienter abgearbeitet werden können. Auch die Fernwartung des Bades ist jetzt machbar, ohne das jemand vor Ort sein muss. Das spart Ressourcen und Arbeitszeit.

Öffnungszeitenänderung
Die Attraktivität der Sauna wird weiter verbessert. So ist die Saunalandschaft an zwei weiteren Tagen der Woche (dienstags und donnerstags) nicht erst um 14.00 Uhr, sondern bereits um 10.00 Uhr geöffnet. Mit der vierstündigen Verlängerung der Saunazeit in den Morgenstunden können die Saunagäste ihre Freizeit bereits ab vormittags komplett im Bad verbringen.

Die Sauna hat dann durchgängig an vier Tagen die Woche bereits um 10.00 Uhr öffnet. Dieser Rhythmus wird zukünftig auch in den Ferienzeiten beibehalten. Mit den neuen Öffnungszeiten hat der Saunabetrieb durchgehend einheitliche Öffnungszeiten, die unabhängig von den Ferienzeiten beibehalten werden. Allein in den Weihnachtsferien wird es abweichende Öffnungszeiten geben.

Die vierstündige Verlängerung der Saunazeit am Dienstag und Donnerstag muss leider mit einer Kürzung der Öffnungszeit an anderer Stelle einhergehen. Eine Analyse der Besucherzahlen hat gezeigt, dass die Besucherzahlen am Montag in der Zeit von 14.00 – 22.00 Uhr am niedrigsten sind. An diesem Tag besuchen nur durchschnittlich 50 Gäste den Saunabereich, an anderen Tagen sind es 133 Besucher. Deshalb wird die Saunalandschaft ab dem 27. Juli 2015 montags nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich sein. Genau wie die anderen Badbereiche des Sport- und Freizeitbades, bleibt das Bad an diesem Tag für die Öffentlichkeit vollständig geschlossen und wird für die

Gäste grundgereinigt. Allein das Schul- und Vereinsschwimmen wird wie gewohnt am Montag fortgesetzt. Damit ist zukünftig die Saunalandschaft an sechs Tagen der Woche besuchbar.

Saunaöffnungszeiten ab 27. Juli 2015
Di, Do, Sa            10:00 – 22:00 Uhr
Mi, Fr                    14:00 – 22:00 Uhr
So/Feiertag        10:00 – 21:00 Uhr

Dr. Andreas Ostmann, Geschäftsführer des Campusbades, freut sich, dass die Besucherzahlen sich auf hohem Niveau stabilisieren: „Insgesamt erfreut sich das Campusbad nach wie vor großer Beliebtheit. Beim Schul- und Vereinsschwimmen mit insgesamt 100.000 Schwimmbesuchen im Jahr 2014, erwarten wir dieses Jahr eine ähnliche Größenordnung. Auch bei der Gesamtbesucherzahl im Sport-, Freizeit- und Saunabereich deutet nach dem ersten Halbjahr vieles darauf hin, dass wir 2015 die rd. 174.000 aus dem Vorjahr erreichen werden.“

Mit den zuvor genannten Anpassungen:

• Durchführen einer kunden- und zustandsorientierten Instandhaltung

• Sicherstellung höchster hygienischer Standards

• leistungsgerechter Preisgestaltung und optimierten Öffnungszeiten

besteht weiterhin das Ziel, das Defizit im Badbetrieb so gering wie möglich zu halten. Dabei wird die Betreibergesellschaft Förde Bäder GmbH seit dem 01. Juli 2015 mit zusätzlichem know how unterstützt. Mit Torben Kablau als Betriebsleiter verstärkt sich das Campusbad-Team um einen Kompetenzträger, der seit mehr als 15 Jahren im Badbetrieb zu Hause ist. Herr Kablau ist direkter Ansprechpartner im Campusbad, trägt aber auch die Gesamtverantwortung für den Personaleinsatz, die betrieblichen Abläufe, das ästhetische Gesamtkonzept und alle sonstigen technischen, administrativen und organisatorischen Fachfragen. In enger Abstimmung mit der Geschäftsführung werden hier die zukünftigen Weichenstellungen getroffen.

Damit ist das Campusbad für die zukünftigen Herausforderungen gut aufgestellt. (Quelle: Stadtwerke)

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Lena Grube jetzt wissen wir warum… wink

Lena Grube
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Aaaah deswegen! Schade,dass es in der letzten Uniwoche zu hat sad

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