Über 200 Besucher folgten der Einladung zur Bürgerinformation im Yacht Heritage Center der Yachtwerft Robbe & Berking am Mittwoch Abend. Die Umgestaltung des Hafen-Ostufers wird die Mammutaufgabe für Flensburg in den kommenden Jahrzehnten sein.

Wohnen, Gewerbe und Hafenumschlag – all dies soll auf dem neu zu überplanenden Gebiet zwischen Harniskaispitze und Hafenspitze möglich werden. Beispiele aus anderen Hafenstädten sollten zeigen, was alles auch in Flensburg möglich wäre.











Gutachter vom TÜV zeigten auf, dass weder aus Lärmschutzgründen noch aus einer eventuellen Feinstaubbelastung eine Gefahr für die Planungen ausgeht. Den Vorträgen von Gerhard Puhlmann und Thorsten Jacobs konnten einige Zuschauer allerdings nur bedingt folgen, die Messmethode wurde mehrfach kritisch hinsichtlich des Realitätsbezugs hinterfragt.

Klaus H. Petersen und sein Kollege Nils Dethlefs von Petersen, Pörksen & Partner, Architekten aus Lübeck, hatten sichtlich Spass, die 3 unter Denkmalschutz stehenden Speicher in zahlreichen Gedankenspielen umzubauen. Flensburg habe mit dieser Bebauung ein Potential, welches andere Städte für sehr viel Geld neu entstehen lassen müsste, schwärmte Klaus H. Petersen. Sein Kollege zeigte mit einer Beispielrechnung allerdings auf, dass auch die Umnutzung der Speicher nicht gerade zum Schnäppchenpreis zu bekommen ist. Der Umbau des Stadtsilos zum Beispiel würde mit ca. 4 Millonen Euro zu Buche schlagen – ohne die Nutzung der Silozellen. Eine vollständige Nutzung als Wohn- oder Gewerbeobjekt würde die 7 Millionen Eurogrenze sprengen.

Soll der Wirtschaftshafen der Stadt Flensburg erhalten bleiben?

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Ein wichtiger Bestandteil des Gebietes kam in den Vorträgen für einige Anwesende zu kurz. So stellte Jürgen F. Jensen, Seniorchef des Flensburger Schiffmaklers Christian Jürgensen Brink & Wölffel, die Frage, wie denn eine Koexistenz von Wirtschaftshafen und Luxusbebauung zu realisieren sei. Mit dem Stadtsilo befände sich schließlich ein denkmalgeschützer Speicher mitten im aktiv genutzen ISPS Umschlagsbereich.

Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit einer Planungssicherheit für die Betriebe des Wirtschaftshafens konnte die Antwort nur bedingt befriedigen. Solange sich die Umschlagszahlen nicht weiter verschlechtern und man für das Gelände von der ehemaligen HaGe bis zum Hübsch-Silo keine andere Verwendung habe, sei der Umschlag im Flensburger Hafen ersteinmal nicht in Frage gestellt.

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