Die Unterzeichnung des SG-Vertrages im März 1990
Die Unterzeichnung des SG-Vertrages im März 1990
Unterirdischer Auftakt.

Im „Porterhouse“ am Holm feierten am 1. Juli 1990 rund 150 Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft die Geburtsstunde der SG Flensburg-Handewitt. Ein rundes Jahrzehnt hatten die Handball-Interessierten über die „Bündelung der Kräfte“, über die „Super-SG“ diskutiert. Bis dahin blühte eine bisweilen hitzige Rivalität zwischen TSB Flensburg und SG Weiche-Handewitt. Nun sollte das gemeinsame Kind der Stammvereine TSB und Handewitter SV in der Zweiten Liga anfangen.











Zweite Spielstätte.

Zunächst spielte die SG ausschließlich in der Handewitter Wikinghalle, dann war die neue Flensburger Großsporthalle fertig. Bei der Premiere in der Fördehalle fertigte der Zweitliga-Spitzenreiter am 21. September 1991 den TSV Premnitz mit 36:16 ab. Die SG hatte sich vor der Serie mit reichlich Bundesliga-Erfahrung verstärkt und marschierte mit 52:0 Punkten durch die Spielzeit.

Tore gegen die Auflösung.

In der Bundesliga-Aufstiegsrunde 1992 geriet die SG gegenüber der Konkurrenz TSV Dutenhofen und VfL Bad Schwartau in Rücklage, nur ein Remis im direkten Vergleich der beiden Kontrahenten konnte das Nordlicht ins Rennen zurückbringen. Das war unwahrscheinlich, sodass eine Gruppe um SG-Präsident Henning Lorenzen für die Auflösung warb, um der starken zweiten Mannschaft als Handewitter SV den Zweitliga-Aufstieg zu ermöglichen. Eine Mehrheit fand dieser Vorschlag nicht. Dann das Unerwartete: Dutenhofen trennte sich von Bad Schwartau mit einem Unentschieden, die SG gewann bei den Marmeladenstädtern mit 24:23 und stieg wenig später ins Handball-Oberhaus auf.

Klassenerhalt in der Sommerpause.

Die SG hatte ein Torhüter-Problem, verlor diverse Spiele mit einem Tor und beendete im Mai 1993 die Saison als Absteiger. Dann ein neuer Hoffnungsschimmer: Der TSV Milbertshofen meldete eine schräge Finanzlage. Letztendlich verzichteten die Münchener auf ihren Startplatz, die SG durfte drinbleiben. Kurz darauf ging das Telefon bei Jan Holpert. Der Keeper wechselte aus München in seine Heimatstadt Flensburg. Das Torhüter-Problem war gelöst.

Der erste nationale Titel: der DHB-Pokal 2003
Der erste nationale Titel: der DHB-Pokal 2003
Erste Höhenluft.

Die SG gewann nun Spiele, die sie im Jahr zuvor noch verloren hatte, und rutschte hoch auf den vierten Rang. Am 11. Mai 1994 bot sich sogar die Chance auf den ersten Titel. 1000 Fans aus dem hohen Norden waren in die Alsterdorfer Sporthalle gepilgert, als ihr Klub mit der SG Wallau-Massenheim um den DHB-Pokal buhlte. In einer hitzigen Partie hatten die Hessen das bessere Ende für sich.

Internationales Debüt.

Am 7. Oktober 1995 fuhr ein weißrussischer Bus an der Fördehalle vor. SKAF Minsk hieß der erste Gegner der SG im europäischen EHF-Cup. Die Gäste waren chancenlos. Der schleswig-holsteinische Erstligist mauserte sich zu einer internationalen Größe, die die europäische Bühne nie mehr auslassen sollte. Mit Matthias Hahn und Jan Fegter konnte die SG weitere deutsche Nationalspieler verpflichten.

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