Jürgen Stickel, Leiter ambulanter Pflegedienst, Ingeborg Braun, Mieterin im Servicehaus, Clarissa Conde Escobar, Sozialer Dienst
Jürgen Stickel, Leiter ambulanter Pflegedienst, Ingeborg Braun, Mieterin im Servicehaus, Clarissa Conde Escobar, Sozialer Dienst

Das Servicehaus am Sandberg feierte am 01. August 2015 sein zehnjähriges Bestehen – Anlass genug, einmal innezuhalten und sich in Erinnerung zu rufen, wie alles begann: Ingeborg Braun, Mieterin im Servicehaus, hat sich von Anfang an sehr wohl im Servicehaus Sandberg gefühlt. In ihrer Ansprache bei der internen Jubiläumsfeier lobte die 73-jährige die gute Unterstützung bei sämtlichen Fragen und Problemen in all den Jahren seitens der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Selbsthilfe-Bauvereins (SBV). „Leider mussten wir uns in diesen zehn Jahren schon von vielen Mieterinnen und Mietern verabschieden, doch dadurch haben neue Menschen das Glück, in diesem Hause zu wohnen,“ stellte Braun fest. Für die Zukunft wünsche sie sich, noch viele Jahre im Servicehaus Sandberg verleben zu können. Vor etwas mehr als zehn Jahren am 25. Januar 2005 waren alle zukünftigen Mieter und Mieterinnen des Servicehauses zum Richtfest eingeladen worden. Die WOHNpflegen, das stationäre Wohnangebot, sollten in 7 Wohngruppen mit je 12 Einzelzimmern mit eigenen Duschbädern insgesamt 84 Plätze bieten und neben einer optimalen Versorgung und Pflege das Wohnen und Leben in den Vordergrund stellen. „Nach der einjährigen Bauphase sind wir dann mit allen 84 Mietern vom alten Gebäude in den Neubau gezogen,“ berichtet Michael Selck, der damalige Leiter des Service-Hauses und heutiger Geschäftsführer der AWO Schleswig-Holstein gGmbH. „Das war wirklich eine logistische Meisterleistung.“ Die 75 seniorengerechten Wohnungen für den Bereich „Servicewohnen“ wurden im zweiten Bauabschnitt im Auftrag des SBV und des Flensburger-Arbeiter Bauvereins (FAB) Ende Juli 2005 fertiggestellt. Begleitet und umgesetzt wurde das Projekt von der Firma Bauplan Nord. Deren Leiter Torsten Koch betonte damals die außergewöhnliche und gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Aber wie kam es zu diesem besonderen Projekt? „Wir haben viele intensive Gespräche mit unseren Partnern FAB und SBV geführt, in denen es unter anderem um das Thema „Älter werden, aber wie?“ ging,“ erinnert sich Michael Selck. „Unser Ziel war es, auch bei Pflegebedürftigkeit ein Leben in Würde und in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Das Servicehaus Sandberg sollte mit dem Konzept des Servicewohnens genau das bieten.“
Das Konzept des Servicehauses beruht auf fünf Prinzipien, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter- auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit sicherstellen sollen: Privatheit und Unabhängigkeit, Sicherheit und Verbindlichkeit, Hilfe nach Maß, Begegnung und Geborgenheit und ein Wohnen bis zum Lebensende.











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