25. März 2016 – Haselund: „Wir treffen uns heute Abend mit allen Einsatzkräften bei uns auf der Wache für eine Nachbesprechung mit dem Feuerwehrseelsorger“, äußert sich Feuerwehreinsatzleiter Michael Schultz an der Unfallstelle, „Uns ist wichtig, dass derartige Einsätze in der Gemeinschaft nachbesprochen werden und sie jeder bestmöglich verarbeiten kann.“ Zwei Stunden zuvor war es auf der B200 zwischen Flensburg und Husum zu einem dramatischen und furchtbaren Verkehrsunfall gekommen, bei dem eine Frau starb und fünf weitere Menschen schwer verletzt worden sind, darunter drei Kinder.

Ein riesiges Trümmerfeld bot sich den Einsatzkräften, die gegen 15.45 Uhr die Unfallstelle erreichten. Auf der B200 waren nahe der Ortschaft Haselund zwei PKW frontal und ungebremst (beide Fahrzeugtachos sind bei rund 100 km/h stehengeblieben) zusammengestoßen. Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurde einer der beiden Ford Kombis auf ein angrenzendes Feld geschleudert, der zweite Wagen blieb entgegen der Fahrtrichtung auf der B200 stehen. Es mussten enorme Kräfte gewirkt haben. Der komplette Motorblock des einen PKW wurde aus dem Fahrzeug gerissen und in den gegenüberliegenden Straßengraben geschleudert. Ersthelfer stoppten sofort an der Unfallstelle und kümmerten sich  um die Unfallbeteiligten, darunter auch eine Ärztin, Notrufe wurden abgesetzt. Mehrere Personen seien eingeklemmt und insgesamt sechs Insassen der Fahrzeuge schwer verletzt, so die ersten Infos.











Die Rettungsleitstelle in Harrislee löste umgehend einen großen Rettungseinsatz aus. Neben den Feuerwehren aus Viöl, Wanderup und Haselund zur technischen Hilfe, wurden alle verfügbaren Rettungsmittel der Region alarmiert. Aus Husum, Tönning, Flensburg, Eggebek und Högel wurden Rettungswagen alarmiert, zudem die Notarzteinsatzfahrzeuge aus Tönning, Husum und Flensburg. Der zunächst angeforderte Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 konnte aufgrund von schlechtem Wetter nicht starten, so wurden die Luftretter aus Rendsburg mit dem Hubschrauber Christoph 42 angefordert, der wenig später an der Einsatzstelle landete.

„Wir hatten es mit insgesamt sechs verletzten Personen zu tun“, so der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Nordfriesland, Lars Nahnsen, „für die Fahrerin des einen PKW, der auf dem angrenzenden Feld zum Stehen kam, konnten wir nichts mehr tun, sie verstarb am Unfallort.“ Bereits vor dem Eintreffen der Rettungskräfte hatten Ersthelfer die Kinder aus beiden PKW befreien können, sie wurden in nachfolgenden PKW erstversorgt und anschließend an die Einsatzkräfte vom Rettungsdienst übergeben. Fahrer und Beifahrer des anderen Ford wurden in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit schwerem hydraulischen Rettungsgerät aus dem Fahrzeug geschnitten werden.

„Zwei Kinder und die Beifahrerin des einen Fahrzeuges wurden mit Rettungswagen in das Westküstenklinikum nach Heide gebracht“, so Orgaleiter Nahnsen, „ein Mann kam mit dem Rettungswagen in die Diako nach Flensburg, zudem wurde eines der Kinder mit dem Rettungshubschrauber nach Flensburg geflogen. Alle Verletzten waren ansprechbar.“ Nach ersten Informationen war die Beifahrerin des einen PKW hochschwanger, sie und alle weiteren Unfallbeteiligten erlitten schwere Verletzungen.

„Die Bergung der verstorbenen Fahrerin, die sich noch in dem Fahrzeug befand, welches auf den Acker geschleudert wurde, gestaltete sich etwas schwieriger“, berichtet Einsatzleiter Schultz, „wir mussten schweres Gerät aufwenden um sie aus dem Fahrzeug zu holen.“ Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt. Die B200 war während der umfangreichen Rettungs- und Bergungsarbeiten für etliche Stunden voll gesperrt. Der Verkehr zwischen Haselund und Viöl wurde seitens der Polizei umgeleitet.

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